Wenn die Katze gerne zum Tierarzt geht…

(25.06.2017) Anfang Juni bot Bayer Austria den Studentinnen und Studenten der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Rahmen des UNICOM-Programms einen ganz besonderen Vortrag an.

Die auf Katzen- und Verhaltensmedizin spezialisierte Diplomtierärztin Sabine Schroll erläuterte, wie eine katzenfreundliche Tierarztpraxis gestaltet sein muss, was im Umgang mit den Stubentigern zu beachten ist und wie auch die TierbesitzerInnen dazu beitragen können, dass der Tierarztbesuch möglichst stressfrei abläuft.

Mit im Gepäck hatte sie ihre eigenen 3 Katzen, an denen sie verschiedene Techniken demonstrierte.

Anfang Juni bot Bayer Austria den Studentinnen und Studenten der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Rahmen des UNICOM-Programms einen ganz besonderen Vortrag an

„Mit Katzen arbeiten bedeutet, alle Zeit der Welt zu haben – oder zumindest so zu tun als ob“, stellt Sabine Schroll gleich zu Beginn klar.

Darum dürfen sich in ihrer Praxis, in der sie ausschließlich Katzen betreut, die Patienten auch zu Beginn einmal frei im Raum bewegen. Die Katzen erhalten dadurch ein Gefühl von Übersicht und Kontrolle über die Lage.

Dazu kommen eine möglichst angenehme Geruchsatmosphäre z.B. mit Pheromonen, die Vertrautheit vermitteln, Versteckmöglichkeiten und ein paar Aussichtsplätze am Fenster. „Die Katze lässt ihre Symptome oft zu Hause.

In einer Stresssituation signalisiert sie, dass es ihr gut geht. Daher sind auch die Beobachtungen der BesitzerInnen für mich als Tierärztin sehr wichtig.“

Der Stress beginnt für Katzen aber oft schon beim Transport in die Praxis. Daher gibt die Verhaltensmedizinerin KatzenbesitzerInnen zwei wichtige Tipps mit auf den Weg:

  1. Katzen bevorzugen kleine, weich ausgepolsterte Transportboxen. Diese sind ihre Höhle und die Verbindung zu ihrem Zuhause. Ein, nach oben abnehmbarer Deckel ist von Vorteil. Dann kann die Untersuchung und Behandlung teilweise sogar noch in der Box vorgenommen werden.
  2. Die Transportbox sollte nicht im Keller aufbewahrt werden, sondern immer im Wohnbereich präsent sein, damit die Katze daran gewöhnt ist.

Sabine Schroll
Sabine Schroll
Eine Katze sucht immer eine Begrenzung, die ihr Sicherheit gibt. Daher arbeitet Sabine Schroll viel mit Decken und hat eigene Wickeltechniken im Repertoire, mit denen es ihr gelingt, die Katze ohne fremde Hilfe oder sonstige grobe Fixierung zu behandeln. Die einfachste Technik ist der „Schal“:

Aber es gibt auch ausgefeiltere Techniken z.B. das „Brezel“ um einfacher Blut abnehmen zu können:

All diese Techniken sind aber nicht nur zum Vorteil für die Katze, sondern auch zum Schutz des Tierarztes. Denn Katzen sind mit ihren spitzen Zähnen und scharfen Krallen sehr gut bewaffnet und bereits kleine Verletzungen können zu schweren Wundinfektionen führen.

Die Wunden sind zwar scheinbar klein, aber oftmals sehr tief  – somit auch sehr schmerzhaft – und Keime können leichter in tiefere Strukturen wie Sehnenscheiden, Gelenkskapseln oder in die Muskulatur gelangen. Ein versteiftes Gelenk wäre in diesem Fall noch ein günstiger Ausgang – in schlimmeren Fällen kann es auch zum Verlust eines Fingers oder lebensbedrohlichen Blutvergiftungen kommen!

Sabine Schroll
Sabine Schroll
Damit es gar nicht so weit kommt, ist es sinnvoll, Katzen von Beginn an gut zu erziehen. Die Verhaltensmedizinerin bietet dafür einen eigenen „Katzen-Kindergarten“ an.

Gerade in den ersten Lebenswochen lernen Katzen extrem leicht und schnell, sie sind an allem interessiert und neugierig – diese Zeit gilt es auszunützen, um einer Jungkatze möglichst viele Erfahrungen zu vermitteln.

Dazu gehören der Transport in der Box, das Tragen einer Leine, einfache Untersuchungen, die Verabreichung von Tabletten etc. Mehr dazu erfahren Sie auf www.schroll.at

Die Studentinnen und Studenten waren von dem praxisnahen Vortrag begeistert und hatten im Anschluss noch viele Fragen. Mit ihrer Arbeit begeistert Sabine Schroll aber nicht nur die StudentInnen, sondern vor allem die Katzen. Und das sieht man.

L.AT.MKT.06.2017.6233


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