Webinar zum Management von Osteoarthritis-Schmerzen - online hier verfügbar!

(25.09.2020) Dr. Duncan Lascelles informiert über neueste Erkenntnisse zu negativen Auswirkungen von Osteoarthritis-Schmerzen bei Hunden und Katzen und zeigt interessante neue, experimentelle Therapien auf, die für Tiere mit Schmerzen vorteilhaft sein könnten

Mit Unterstützung durch den Weltverband der Kleintierärzte (WSAVA) und seinem Global Pain Council ergänzt Zoetis das Wissen der Tierärzte weltweit mit wichtigen Informationen zu neuen Möglichkeiten im Management von Osteoarthritis-Schmerzen.

Dr. Duncan Lascelles, Professor für Chirurgie und Schmerzmanagement der North Carolina State University und Vorsitzender des Global Pain Council des WSAVA, skizzierte in seiner zweiteiligen Webinar-Reihe die hohe Prävalenz von Arthritis bei Hunden und Katzen und die weitreichenden negativen Auswirkungen von Osteoarthritis-Schmerzen auf die Haustiere.




Er schilderte aktuelle und zukünftige, in der Entwicklung befindliche Therapien, die Tierärzte beim Management der Osteoarthritis-Schmerzen ihrer Patienten unterstützen sollen.

Diese wichtigen Informationen erhielten weltweit Tausende von Tierärzten, die sich in den YouTube-Kanal des WSAVA eingeloggt hatten, um diese Präsentation online zu verfolgen.

Er informierte über die weitreichenden Auswirkungen von Osteoarthritis-Schmerzen auf das Leben der Haustiere. „Wir haben es nicht nur mit den offensichtlicheren Folgen auf das Gangbild und den Bewegungsablauf zu tun, sondern Osteoarthritis-Schmerzen können sich auf viele Bereiche im Leben des Haustiers auswirken, wie Schlaf, kognitive Funktionen, Affekt (Gefühle) und soziale Beziehungen,“ erklärte er.

„Die Prävalenz von Osteoarthritis bei Hunden und Katzen ist häufig unterdiagnostiziert und bleibt daher unbehandelt.“ Dr. Lascelles stärkte die Fähigkeit der Tierärzte, durch Information der Tierhalter und eine frühe Diagnose der Osteoarthritis auf das Leben der Hunde und Katzen in großen Maße Einfluss zu nehmen.

Nach der Diagnose einer Osteoarthritis wird diese derzeit über Ernährung und Bewegung sowie mit nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAR), Nahrungsergänzungsmitteln, körperlicher Rehabilitation, Akupunktur, Stammzellenisolierung und durch die Gabe von  thrombozytenreichem Plasma und adjuvanten Medikamenten behandelt. Als letzte Möglichkeit können ein operativer Eingriff wie Stabilisierung oder Ersatz des Gelenks und eine Arthrodese in Betracht gezogen werden.

Dr. Lascelles besprach experimentelle Therapien, die sich in der Entwicklungsphase befinden und die, falls zugelassen, die tierärztlichen Behandlungsmöglichkeiten für Osteoarthritis-Schmerzen erweitern würden - einschließlich monoklonale Antikörper gegen den Nervenwachstumsfaktor (NGF), extrakorporale Stoßwellentherapie, Zytokintherapie und intraartikuläre Injektionen sowie Gentherapie.

„Die Anti-NGF-Therapie könnte den interessantesten Therapiefortschritt der Veterinärmedizin zur Kontrolle der Osteoarthritis bedingten Schmerzen der letzten 20 Jahre darstellen,“ wie Dr. Lascelles darlegte.  Er lieferte den wissenschaftlichen Hintergrund zum Verständnis der Wirkungsweise der Anti-NGF-Schmerztherapie bei Menschen, Hunden und Katzen.  

„Das Potenzial für die Anti-NGF-Therapie zur Kontrolle der Osteoarthritis-Schmerzen ist eine interessante Neuentwicklung und stellt eine medizinische Innovation dar, die als Schmerzblockade außerhalb der durch Prostaglandin vermittelten Schmerzbahn identifiziert wurde.“

Dr. Lascelles zeigte, dass es sich bei NGF um ein vom verletzten Gewebe gebildetes Signalprotein handelt, dessen Spiegel in den von Osteoarthrose betroffenen Gelenken erhöht ist. „Es ist einer der wichtigsten Schmerzmediatoren, wie die uns geläufigeren Prostaglandine. NGF bindet an Schmerzrezeptoren an den peripheren Nervenenden und trägt so zum Schmerzsignal bei,“ erklärte er.

„NGF bindet auch an Rezeptoren auf entzündeten Zellen, was die Freisetzung von entzündungsfördernden Mediatoren und noch mehr NGF induziert, und trägt so zu einem Zyklus von Schmerz und Entzündung bei.

Neue wissenschaftliche Innovationen ermöglichen die Entwicklung einer monoklonalen Antikörpertherapie (mAbs), die speziell zur Anwendung bei Katzen und Hunden konzipiert wurde.“

„Diese tierartspezifischen Therapien sind lange wirksam und werden über eine subkutane Injektion verabreicht. Antikörpertherapien werden anders metabolisiert als kleine Moleküle: Sie werden innerhalb der Zellen zu Peptiden und Aminosäuren verstoffwechselt. Aus diesem Grund rechnet man bei ihnen mit einem anderen Sicherheitsprofil als bei den traditionellen medikamentösen Therapien.“

Wie Dr. Lascelles informierte, haben klinische Forscher herausgefunden, dass es möglich ist, den negativen Einfluss der NGF im Gelenk mit anti-NGF-Antikörpertherapien zu vermindern. In mit Hunden und Katzen durchgeführten Pilotstudien wurde eine etwa einen Monat andauernde nachhaltige Schmerzlinderung sicher erreicht.

Laut Dr. Lascelles wirkt sich die neue Therapie nicht nur positiv auf das Leben von Hunden und Katzen mit Osteoarthritis-Schmerzen aus, sondern sie erleichtert auch die Verabreichung des Medikaments an die Haustiere.

„Ich finde es eine sehr aufregende Vorstellung, dass es möglicherweise ein Medikament gibt, das aus einer einfachen subkutanen Injektion besteht und viele Wochen der Schmerzlinderung bietet,“ so Dr.Lascelles.

Laut Dr. Lascelles soll die Anti-NGF-Therapie im gleichen Maße schmerzlindernd wirken wie aktuelle Schmerztherapien, wird anders verstoffwechselt als NSAR und als monatliche Injektion in der Praxis verabreicht.

Dr. Lascelles ist davon überzeugt, dass die Anti-NGF-Antikörpertherapie das Potenzial hat, sich in bedeutendem Maße auf das Leben von Hunden und Katzen auszuwirken, die täglich mit Osteoarthritis-Schmerzen konfrontiert sind. Sie könnte für Tierärzte eine interessante neue Option im Rahmen des Managements von Osteoarthritis-Schmerzen darstellen.

Die Webinare wurden in englischer, französischer, deutscher, italienischer, spanischer und portugiesischer Sprache auf dem YouTube-Kanal des WSAVA abgehalten


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