Testbericht: Audi A3 Sportback 2.0 TDI

(02.12.2016) Der frisch geliftete Audi A3 Sportback zeigt sich noch dynamischer als bisher. Im folgenden Test verraten wir, was sich alles geändert hat.

Als noble Alternative zum VW Golf erfreut sich der Audi A3 bei uns großer Beliebtheit. Für das aktuelle Modelljahr haben die Ingolstädter dem A3 ein Facelift spendiert. Vor allem die Frontpartie ist an den neu gestalteten Scheinwerfern, die jetzt auch in LED-Ausführung erhältlich sind, gut zu erkennen. Die Scheinwerfer sind nun ganz im Stil des neuen A4 gehalten, wodurch hier schon eine Verwechslungsgefahr gegeben ist. Das Heck zeigt sich ebenfalls mit neu arrangierten Leuchteinheiten und noch eine Spur dynamischer als bisher, vor allem wenn man wie bei unserem Testfahrzeug die S line-Optik wählt.

Für unseren Test haben wir den 150 PS starken TDI in Sport-Ausstattung und mit quattro-Allradantrieb gewählt. Der Listenpreis liegt hier bei 35.295,74 Euro und ist damit noch in einem halbwegs akzeptablen Bereich angesiedelt. Gruselig wird der Preis erst, wenn man noch die Optionen einrechnet, die unser Testwagen an Bord hatte.

Wir hatten noch die Alcantara/Ledersportsitze, das Assistenzpaket, den Audi active lane und side Assist, das Audi virtual cockpit, ein Bang & Olufsen Sound System, eine Komfortklimaautomatik, LED-Scheinwerfer, eine Lendenwirbelstütze mit Massagefunktion, das MMI Navigationssystem, ein Panorama-Glasdach, den Parklenkassistent, eine Rückfahrkamera, elektrische Sitzverstellung, das S line Sportpaket Exterieur, S line Leichtmetallräder und das S line Sportpaket mit Audi magnetic ride an Bord. Der Gesamtpreis liegt damit bei 61.390,62 Euro, und es fehlen immer noch Goodies wie ein Keyless-System, Ledersitze mit Kühlung oder ein DSG-Getriebe, die andere Fahrzeuge schon um deutlich weniger Geld mit an Bord haben.

Zumindest zeigt sich der Audi um diesen Preis auch sehr hochwertig ausgeführt, und man fühlt sich auf Anhieb wohl. Sehr gelungen ist dabei das Audi virtual cockpit, das mit verschiedenen Anzeigen-Modi aufwarten kann und über eine sehr gute Auflösung verfügt. So wirkt der Innenraum nicht nur sehr sportlich, sondern auch überaus modern. Man findet sich wie gewohnt schnell zurecht, und alle Systeme sind einfach zu bedienen. Der Mix aus Alcantara, Leder und Aluelementen verleiht dem Innenraum zudem einen sehr luxuriösen Touch.

Schön gelöst ist auch das Navigationssystem, das noch nicht fix montiert ist, sondern beim Start automatisch aus der Mittelkonsole ausgefahren wird. Viele Ablagen im Innenraum steigern auch den praktischen Nutzwert des A3. Das Platzangebot für die Passagiere ist ebenfalls sehr gut, selbst im Fond gibt es für groß Gewachsene viel Raum für Kopf und Knie. Etwas unterdurchschnittlich ist das Kofferraumvolumen, das durch den quattro-Allradantrieb von 380 auf 340 Liter schrumpft. Nach Umklappen der Rückbank kann man aber noch bis zu 1.180 Liter unterbringen.

Viel Fahrspaß verspricht der 2,0 Liter-TDI mit einer Leistung von 150 PS (110 kW), der sein maximales Drehmoment von 340 Nm zwischen 1.750 und 3.000 U/Min liefert. Etwas zurückhaltend zeigt sich der Motor dabei noch im Normal-Modus, bei dem die Fahrleistungen zwar nicht schlecht sind, aber auch nicht überragend. Erst wenn man in den Sport-Modus wechselt, werden nochmals alle Systeme geschärft, und der Motor entfesselt ungeahnte Kraftreserven.

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt man nur 8,3 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 214 km/h. Das manuelle 6-Gang-Getriebe ist eher lang übersetzt, und so muss man beim Zwischensprint häufig zurück schalten, um noch gute Fahrleistungen zu erzielen. Besonders merkbar an Leistung fehlt es dem Audi A3 dabei im Eco-Modus, der zwar beim Sprit sparen helfen soll, aber auch bei der Leistung merkbare Einbußen fordert. Wer im Eco-Modus unterwegs ist, hat gefühlt nur noch 110 PS zur Verfügung, was vor allem beim Zwischensprint merkbar ist.

Dabei ist das Einsparungspotential im Eco-Modus gar nicht so groß. Wir sind mit dem A3 Sportback einmal unsere Verbrauchsrunde im Eco-Modus gefahren und auf einen nicht gerade berühmten Verbrauch von 6,3 Liter gekommen. Im viel spritzigeren Normalmodus waren es dann 6,4 Liter, wodurch der Eco-Modus wirklich nur für absolute Sparfüchse zu empfehlen ist - diese werden aber wohl ohnedies kein Kompaktauto um über 60.000 Euro ordern. Vom Werksverbrauch, der mit 5,0 Liter angegeben ist, ist man auf alle Fälle weit entfernt.

Auf ganzer Linie überzeugen kann der Audi A3 Sportback wieder beim Fahrkomfort. Trotz überaus perfekter Straßenlage kommt der Komfort auf der Langstrecke nicht zu kurz. Bodenunebenheiten werden gekonnt weggefiltert, und man fühlt sich jederzeit sehr sicher und wohl. Durch den quattro-Allradantrieb wird die Kraft zudem immer souverän auf die Straße gebracht, und selbst bei miesen Witterungsbedingungen verspürt man immer noch besten Kontakt zur Straße.

Der A3 zeigt sich dabei auch überaus wendig und vermittelt wirklich viel Fahrspaß, wenn es darum geht, ihn um kurvenreiche Straßen zu zirkeln. Die Lenkung kann dabei ebenfalls überzeugen. Auch die Sicherheitsausstattung ist sehr gut, das Assistenzpaket umfasst alle wichtigen Sicherheitsfeatures, die auch für Vielfahrer viel Komfort bringen, wie etwa den adaptiven Tempomat, der seine Arbeit in unserem Test wirklich zur vollsten Zufriedenheit erledigt hat. Sehr freuen dürften sich Einparkmuffel über den Parklenkassistenten, der das Fahrzeug souverän in enge Parklücken bugsieren kann. Der Fahrer muss nur noch Gas und Bremse, sowie Vorwärts- und Rückwärtsgang im Griff haben.

Der frisch geliftete Audi A3 Sportback hat in unserem Test viel Freude bereitet, muss aber auch unerwartet viel Kritik einstecken. Vor allem der Preis ist für ein Kompaktauto schon überaus ambitioniert, zudem ist der Verbrauch höher als erwartet. Für den A3 sprechen seine wirklich hervorragende Fahrwerks- und Federungsabstimmung sowie das Platzangebot und Ambiente für die Passagiere.

Was uns gefällt:

Das Design, die Verarbeitung, die Sitze, das Fahrwerk, die Federung, die Lenkung, die Fahrleistung im Sport-Modus

Was uns nicht gefällt:

Die Fahrleistung im Eco-Modus, der Verbrauch, der Preis

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1-
Kofferraum: 3
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 1-

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