Testbericht: DS 9 E-TENSE 225 Performance Line

(05.05.2022) Mit dem DS 9 kommt nach langer Pause wieder eine große Limousine aus Frankreich auf den Markt. Wir verraten in unserem Test, ob es der Newcomer mit der etablierten Konkurrenz aufnehmen kann.

Die Stellantis-Nobelmarke DS Automobiles wächst von Jahr zu Jahr, seit 2021 hat man mit dem DS 9 auch eine luxuriöse Limousine im Programm.

Große französische Limousinen habe eine lange Tradition, mit der Einstellung von Peugeot 607 und Citroen C6 sind diese aber von der Bildfläche verschwunden.

Der DS 9 soll jetzt wieder in dem prestigeträchtigen Segment neue Kunden anlocken. Das Design kann auf jeden Fall schon einmal mit viel Eleganz und einem sehr modernen Look überzeugen.

DS zeigt dabei auch viel Liebe zum Detail, wie etwa durch die in der C-Säule integrierte Positionslichter, oder LED-Rückleuchten im Diamanten-Design.

In Österreich ist DS 9 ausschließlich mit Plug-in-Hybrid-Antrieb erhältlich. Für unseren Test haben wir die Basis-Motorisierung mit 225 PS Systemleistung gewählt und mit der sportlichen Performance Line-Ausstattung kombiniert.

Der Listenpreis liegt hier bei fair kalkulierten 54.650,- Euro und beinhaltet schon eine Ausstattung, für die man bei der deutschen Premium-Konkurrenz noch tief in die Tasche greifen muss.

Unter anderem sind schon ein Keyless-System, LED-Scheinwerfer, ein 12“-Touchscreen inklusive Navi, 19“-Alufelgen und ein umfangreiches Assistenzpaket an Bord.

Sehr schön gestalteter Innenraum

Optional hatten wir neben der Mitternachtsblau-Metallic-Lackierung noch ein elektrisches Schiebedach, das DS Night Vision-System, das Focal Electra Premium HiFi-Soundsystem, den DS Park Pilot, den DS Drive Assist und noch einige weitere Kleinigkeiten an Bord, die den Preis auf 63.182,- Euro getrieben haben.

In Bezug auf die Ausstattung ist der DS 9 damit preislich günstiger als die Mittelklasse-Premium-Konkurrenz aus Deutschland, bietet aber in jede Richtung Oberklasse-Feeling.

Bei einer Länge von 493 cm zeigt sich das Interieur von einer ausgesprochen großzügigen Seite. Selbst im Fond hat man noch erstaunlich viel Kniefreiheit, und das Kofferraumvolumen ist mit 510 Litern Fassungsvermögen auch sehr großzügig dimensioniert.

Zum Vergleich: Der gleich lange Audi A6 mit Plug-in-Hybrid-Antrieb kommt auf gerade einmal 405 Liter Stauraum im Kofferraum.

Neben dem großzügigen Platzangebot kann der DS 9 aber auch noch mit einem äußerst modernen und hochwertig wirkenden Interieur glänzen.

Die sportliche Ausstattungslinie kann zudem mit Sportsitzen mit Alcantara-Bezug aufwarten, zudem sind auch die Flächen der Konsole zwischen Fahrer und Beifahrer, die Türen und die Cockpitlandschaft mit Alcantara bezogen.

Rote und weiße Kontrastnähte runden den sportlichen Touch dabei ebenso ab wie die Alu-Pedalerie. Ein Highlight ist auch die analoge Uhr zwischen den mittleren Lüftungsdüsen, die erst beim Fahrzeugstart durch eine Drehung sichtbar wird.

Übersichtliches Cockpit

Für etwas Extravaganz sorgen die neben dem Schaltstick positionierten Fensterheber, die sich optisch von gewöhnlichen Fensterheber-Tasten abheben.

Auch bei der Bedienung kann der DS 9 überzeugen, trotz sehr vieler Funktionen hat man schnell den Überblick, und der 12“-Touchscreen verfügt über eine schöne Darstellung und einfache Handhabung. Zudem stehen auch Schnellwahltasten für verschiedene Menüs zur Verfügung.

Der 12,3“-Digitaltacho glänzt mit einer übersichtlichen Darstellung und verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.

Bleibt jetzt noch die Frage zu klären, ob die Kombination aus 1,6-Liter-4-Zylinder-Benziner und Elektromotor für der Klasse entsprechenden Fahrspaß sorgt.

Der 180 PS (133 kW) Benziner wird von einem 110 PS (81 kW starken Elektromotor unterstützt, die Systemleistung liegt bei 225 PS (165 kW). Das Systemdrehmoment liegt bei 320 Nm, wobei der Benziner 300 Nm bei 3.000 U/Min liefert.

Die Batterie mit einer Netto-Kapazität von 10,2 kWh soll bis zu 55 Kilometer elektrische Reichweite ermöglichen, wir sind bei unserem Test jedoch nur auf knapp 40 Kilometer gekommen.

Wer nur in der Stadt unterwegs ist, wird vermutlich auch an die 55 Kilometer herankommen können. Die Leistungsentfaltung ist jederzeit sehr harmonisch. Schon im reinen E-Modus wird viel Kraft geliefert, und wer beide Aggregate mit vollem Einsatz arbeiten lässt, verwandelt die Luxuslimousine zur Sportlimousine.

Sportliche Fahrleistungen

Vor allem wenn man den Sport-Modus wählt, wo sich alle Systeme ganz auf Leistung getrimmt zeigen. Für den Paradesprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 8,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h.

Bis zu 135 km/h sind dabei im reinen E-Modus erreichbar, bevor sich der Verbrenner dazu schaltet. Der Übergang vom Elektro- zum Benzinmotor ist dabei kaum merkbar.

Der DS 9 verfügt nämlich über eine Geräuschdämmung, die es auch mit der absoluten Luxusklasse aufnehmen könnte. Seine luxuriöse Ausrichtung kann der DS 9 auch bei Fahrwerk und Federung nicht leugnen.

Bodenunebenheiten werden selbst im Sport-Modus noch sensationell weggefiltert. Dennoch vermittelt das Fahrzeug jederzeit eine perfekte Straßenlage, und man kann auch kurvenreiche Straßen sehr geschmeidig bewältigen, ohne je Angst zu haben, das Fahrzeug zu überfordern.

Die fein schaltende 8-Gang-Automatik harmoniert dabei stets gut mit den Wünschen des Fahrers, im Normal-Modus werden die Gänge sehr früh und noch eine Spur sanfter als im Sport-Modus gewechselt.

Wer die komfortable Seite des DS 9 auskostet, wird auch beim Verbrauch seine Freude haben. Die vom Werk angegebenen 1,5 Liter pro 100 Kilometern sind aber kaum realisierbar, wir sind auf den ersten 100 Kilometern auf einen Verbrauch von 4,7 Liter gekommen.

Verbrauch bleibt ihm Rahmen

Immerhin ein sensationeller Wert für eine 225 PS starke und knapp fünf Meter lange Limousine. Wer danach auf die Aufladung der Batterien verzichtet, ist dennoch recht sparsam unterwegs.

Man fährt auch dann noch sehr oft im E-Modus, und so sind wir auch ohne Aufladen der Batterien auf einen Gesamtverbrauch von nur 6,1 Liter pro 100 Kilometer gekommen.

Das rundum gute Sicherheitspaket inklusive adaptiven Tempomat und Spurhalteassistent rundet die positiven Seiten des DS 9 weiter ab.

Mit dem DS 9 ist auf jeden Fall eine sehr ansprechende Alternative zur deutschen Premium-Konkurrenz am Markt. Vor allem Kunden, die auf Individualität und Luxus setzen, werden mit dem komfortablen Raumwunder ihre Freude haben.

Was uns gefällt:

Das Design, die Ausstattung, das Cockpit, der Fahrkomfort, der Antrieb, die Automatik, das Platzangebot

Was uns nicht gefällt:

Der etwas kleine Benzintank, die etwas scharf eingestellten Warnsysteme

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum : 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2

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