Fiat Panda Testbericht

(05.03.2013) Der neue Fiat Panda erfreut sich als wendiger Stadtflitzer großer Beliebtheit. In unserem Test zeigt der Basis-Benziner in Top-Ausstattung, was er kann.

Die dritte Generation des Fiat Panda ist 2012 gestartet und präsentiert sich modisch gestylt. Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist der Panda wesentlich hochwertiger ausgeführt, konnte aber die Tugenden, die man seit der ersten Generation schätzt, beibehalten. Das Design passt sich der aktuellen Fiat-Designsprache an, durch seinen kastenartigen Aufbau bietet der Panda aber viel Platz auf kleinstem Raum.

Für unseren Test haben wir die Basismotorisierung, den 1,2 Liter mit 69 PS in der Ausstattungslinie "Lounge", gewählt. Der Preis des Panda 1,2 69 Lounge liegt bei 12.590 Euro, bietet aber schon viele Highlights serienmäßig. So sind unter anderem ABS, ESP, vier Airbags, eine Klimaanlage, ein Radio mit CD- und MP3-Player inkl. sechs Lautsprecher, elektrische Fensterheber vorne, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, 15"-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, die Blue&Me-Freisprecheinrichtung sowie ein Lederlenkrad und Lederschaltknauf mit an Bord.

Als Extras hatte unser Panda-Testfahrzeug noch das Techno-Paket inkl. Multifunktionslenkrad und der Vorbereitung für das portable Navigationssystem sowie eine Metallic-Lackierung mit dabei. Der Gesamtpreis liegt damit bei 13.388,72 Euro.

Um diesen Preis präsentiert sich der kleine Fiat dann aber auch sehr nett ausgeführt. Der zweifarbig gestaltete Innenraum wirkt sehr hochwertig und bietet viele pfiffige Details, wie etwa eine große Ablagefläche über dem Handschuhfach.

Dass der Fiat Panda auch durchgestylt bis ins kleinste Detail ist, erkennt man an den vielen Quadraten mit abgerundeten Ecken, einem für den Panda typischen Designmerkmal. Neben den Armaturen sind auch die Türgriffe, die vorderen Lautsprecher, die Einheit der Radiotasten und sogar das Felgendesign mit der markanten Musterung versehen.

Die großen Fensterflächen und die erhöhte Sitzposition ermöglichen einen optimalen Ausblick, und auch das Platzangebot des rund 365 cm kleinen Italieners geht in Ordnung. Vor allem Fahrer und Beifahrer können sich über viel Platz freuen, lediglich etwas stämmigere Personen würden sich in der Breite mehr Platz wünschen und etwas größere bei der Länge der Schenkelauflage.

Im Fond geht es der Klasse entsprechend etwas enger zu, die großen Türen erleichtern den Einstieg aber sehr gut. Das Kofferraumvolumen ist mit 225 Liter ebenfalls im Schnitt der Klasse anzutreffen, kann aber durch Umklappen der Rücksitzbank auf bis zu 870 Liter erweitert werden.

Sehr einfach ist die Bedienung aller Funktionen, man findet sich auf Anhieb zurecht. Vor allem der sehr griffgünstig positionierte Schalthebel fällt positiv auf und erleichtert die Arbeit des Fahrers stark.

Ideal für die Stadt motorisiert ist der knuffig gestaltete Panda auch mit dem 1,2 Liter Benzinmotor. Mit einer Leistung von 69 PS (51 kW) kommt man im Stadtbetrieb sehr gut voran und muss auch Überlandfahrten nicht scheuen. Sein maximales Drehmoment von 102 Nm stellt der Motor bei 3.000 U/Min bereit. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen 14,5 Sekunden die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 164 km/h. Vor allem von unten heraus bietet der Panda dabei genug Kraft und sprintet flott von der Ampel davon. Die fünf Gänge sind dabei sehr kurz übersetzt, bereits unter 50 km/h mahnt der Panda den höchsten Gang ein, um effizient voran zu kommen.

Die Schaltung ist dabei sehr leichtgängig und macht auch eher schaltfaulen Menschen viel Spaß. Außerhalb der Stadt kommt der Panda dann recht rasch in einen hohen Drehzahlbereich, wo es um die Ruhe im Innenraum dann nicht mehr so gut bestellt ist. Auch bei Überholmanövern oder Bergpassagen zeigt sich rasch, dass die 69 PS zwar in der Stadt durchaus optimal sind, außerhalb aber dennoch mit rund einer Tonne Fahrzeuggewicht zu kämpfen haben.

Ab 100 km/h wird der Panda dann allerdings wieder recht agil und kann auch auf der Autobahn recht gut im Verkehrsfluss mitschwimmen. Fahrwerk und Federung sind dabei recht straff ausgelegt, bieten aber dennoch genug Komfort auch auf längeren Etappen. Der Panda liegt auch sehr gut in den Kurven und bietet hier hohe Sicherheitsreserven, was man durch den etwas erhöhten Aufbau gar nicht so vermuten würde.

Seine Wendigkeit zahlt sich aber auch hier wieder vor allem im wilden Stadtgetümmel aus. Die kompakten Abmessungen in Kombination mit den großen Fensterflächen und der leichtgängigen Lenkung machen den Panda zum optimalen Stadtflitzer.

In der Stadt vermisst man dann lediglich eine Start/Stopp-Automatik, die den Panda etwas sparsamer machen würde. Im Schnitt sollte er sich laut Werk rund 5,1 Liter pro 100 Kilometer genehmigen, ein Wert der nur von Fahrern mit absolutem Gleichmut zu erreichen ist. Wir haben während unseres Tests im Schnitt 6,2 Liter pro 100 Kilometer verbraucht, was vor allem daran liegt, dass man bei Fahrten außerhalb der Stadt das Gaspedal doch recht weit durchdrücken muss, damit man ordentliche Fahrleistungen erzielt.

Wer vor allem auf einen niedrigen Verbrauch Wert legt, sollte daher zu den moderneren TwinAir-Motoren greifen, die sich im Schnitt mit einem Liter weniger begnügen. Auf jeden Fall kann der sympathische Panda als ideales Stadtfahrzeug überzeugen. Sein knuffiges Auftreten, die gute Rundumsicht und eine sehr wohnliche Ausstattung sprechen für den Panda.

Was uns gefällt:

das Design, die Ausstattung, die Liebe zum Detail, die leichtgängige Schaltung, der in der Stadt spritzige Motor

Was uns nicht gefällt:

dass dem Motor außerhalb der Stadt schnell die Puste ausgeht, der Verbrauch

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 2-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 2
Platzangebot Rückbank: 2-
Kofferraum: 2-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

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