Ford Mondeo Traveller Hybrid im Test

(06.09.2019) Der frisch geliftete Ford Mondeo ist nun auch als praktischer Kombi mit dem Hybrid-Antrieb kombinierbar. Wir verraten in unserem Test, wie sparsam er wirklich ist.

Im Jahr 2012 ist der Ford Mondeo in Amerika als Ford Fusion gestartet, zu uns ist er erst 2014 gekommen. Für das neue Modelljahr hat Ford daher dem Mondeo ein Facelift spendiert und ihn technisch aufgerüstet. Optisch merkt man dem Mondeo sein Alter keinesfalls an, er wirkt noch frisch wie am ersten Tag, weshalb auch beim Facelift nicht viel geändert wurde. Lediglich eine noch dynamischer wirkende Frontpartie und neue Heckleuchten kennzeichnen die optischen Änderungen.

Als Highlight gibt es den Mondeo jetzt aber auch in der Kombination aus Kombi und Hybridantrieb, was am Papier eine gute Alternative zum Diesel darstellt. In unserem Test werden wir klären, ob der Mondeo Traveller Hybrid auch im realen Leben so sparsam ist, wie es Ford verspricht. Preislich startet der Mondeo Traveller Hybrid in Titanium-Ausstattung bei 39.850 Euro. Er verfügt um diesen Preis schon über eine gute Basisausstattung inklusive 8"-Touchscreen, Ford SYNC3 mit Navigationssystem, 16"-Alufelgen, beheizbare Sportsitze, Einparkhilfe vorne und hinten, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine aktive Geräuschkompensation und noch vieles mehr. Optional hat unser Testfahrzeug noch mit dem Business-Paket 4 und dem Technologie-Paket 2 verwöhnt, was den Gesamtpreis auf 43.120 Euro erhöht hat.

Der Innenraum des Ford Mondeo zeigt sich ebenso frisch wie die Karosserie und punktet mit einer modernen Armaturenlandschaft und einem leicht bedienbaren 8"-Touchscreen. Im Vergleich zu den anderen Mondeo-Modellen verfügt der Hybrid im Tacho noch über eine Anzeige zum Ladezustand der Batterie und eine Info, wie viel man schon rein elektrisch unterwegs war. Auch die Verarbeitung und die Materialien können sich sehen lassen, es wirkt wirklich alles sehr hochwertig.

Ein Highlight sind die bequemen Sportsitze mit Alcantara/Lederpolsterung, die nicht nur perfekten Halt bieten, sondern auch langstreckentauglich sind. Wie es sich für einen Familienkombi gehört, ist auch das Platzangebot überzeugend. Selbst im Fond hat man noch viel Raum, und es gibt auch genügend Ablagen im Innenraum. Ein kleines Manko des Hybrid-Kombis ist die Tatsache, dass die Batterien das Kofferraumvolumen etwas schrumpfen lassen. Stehen im Mondeo Traveller noch mindestens 525 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung, startet man beim Traveller Hybrid bei nur 403 Litern. Klappt man die Rücksitze um, kann man sich über bis zu 1.508 Liter Stauraum freuen.

Dieses kleine Manko soll der Mondeo Traveller Hybrid aber durch seine Sparsamkeit wett machen. Die Auswahl an Hybrid-Kombis in diesem Segment ist dabei sehr überschaubar, eigentlich steht der Mondeo Traveller Hybrid ohne Konkurrenz da. Entweder man wählt ein Fahrzeug eine Klasse kleiner, oder bekommt sonst nur Modelle mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, die wiederum deutlich teurer in der Anschaffung sind. Der Mondeo soll hier als günstige Alternative jene Kunden ansprechen, die sowieso keine Lademöglichkeit haben und für die ein Plug-in-Hybrid damit wenig Sinn macht.

Angetrieben wird der Mondeo von einem 2,0 Liter-Atkinson-Benzinmotor, der in Kombination mit einem Elektromotor eine Systemleistung von 187 PS (138 kW) liefert. Die Kraftübertragung erfolgt über eine CVT-Automatik, was normalerweise nicht gerade für die sportlichste Art der Fortbewegung sorgt. Im Falle des Mondeo kann sich die Kombination aber durchaus sehen lassen. Zwar merkt man bei voller Beschleunigung trotz Active Noise Control, dass man eine CVT-Automatik an Bord hat, dennoch liefert der Hybrid-Kombi sehr annehmbare Fahrleistungen.

In nur 9,2 Sekunden sprintet man von 0 auf 100 km/h, und man ist bis zu 187 km/h schnell, was auf unseren Straßen durchaus als ausreichend bezeichnet werden kann. Das maximale Drehmoment von 173 Nm liest sich mal nicht sehr aufregend, in der Praxis liefert die Antriebseinheit aber schon von unten heraus viel Schubkraft, was vor allem durch die E-Unterstützung möglich wird. Hat man einmal sein gewünschtes Tempo erreicht, ist die Geräuschdämmung wirklich sehr gut, selbst Autos der Luxusklasse sind bei Autobahntempo oft nicht leiser.

Ein Highlight des Mondeo ist zudem seine Straßenlage, die sich beim Hybrid nochmals verbessert zeigt. Durch die Hybridtechnik ist der Schwerpunkt noch niedriger, damit liegt der Mondeo trotz komfortabler Federung noch satter auf der Straße. Wer also die sportliche Seite des Mondeo nutzen möchte, der hat auch mit dem Hybrid jede Menge Spaß, vor allem auf kurvigen Straßen. Dennoch hat uns der Hybridantrieb eher zu einer gemütlichen Fahrweise animiert. Irgendwie hat man immer den Blick auf der Energieanzeige und ist versucht, noch sparsamer als man es ohnedies schon ist unterwegs zu sein.

Wer auf die sportliche Seite des Mondeo komplett verzichtet, hat sogar sehr realistische Chancen an die vom Werk angegebenen 4,4 Liter pro 100 Kilometer heran zu kommen. Wir haben trotz Autobahnanteil und flotten Überholmanövern einen Testverbrauch von 5,5 Litern erzielt, was ein sehr guter Wert ist. Da fällt es Dieselmotoren dieser Leistungsklasse schwer mitzuhalten, wie wir schon oft in unseren Tests gesehen haben.

Neben der Effizienz kann der Mondeo auch noch mit einem rundum gelungenen Sicherheitspaket aufwarten, das noch immer am Puls der Zeit ist. Die Bandbreite reicht dabei vom aktiven Spurhalteassistenten, über einen Toten-Winkel-Warner bis zum adaptiven Tempomat, der auch zügig wieder Fahrt aufnimmt, wenn ein langsameres Auto die Fahrspur vor einem verlassen hat.

Das Facelift hat dem Mondeo noch mehr Feinschliff gebracht und eben auch den Hybrid-Antrieb im praktischen Traveller. Neben seiner hohen Qualität und der sehr guten Ausstattung kann der Mondeo Traveller Hybrid auch mit seinem Antrieb überzeugen. Man ist wirklich sehr sparsam unterwegs und muss dennoch nicht auf Fahrspaß verzichten. So kann er sich auch nach vielen Jahren noch in seinem Segment gegen die oft jüngere Konkurrenz behaupten.

Was uns gefällt:

Das Design, die Ausstattung, die Straßenlage, der Verbrauch, die Sicherheitsausstattung

Was uns nicht gefällt:

Das geschrumpfte Kofferraumvolumen, das CVT-Getriebe

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 4
Ablagen: 3
Übersichtlichkeit: 2

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