Ford Tourneo Custom im Test

(21.09.2018) Der frisch geliftete Ford Tourneo Custom hat sich in einer besonders luxuriösen Version in unseren Testfuhrpark gesellt. Hier verraten wir, was er alles zu bieten hat.

Mit dem Tourneo Custom hat Ford das ideale Fahrzeug für jene Kunden im Fuhrpark, denen ein Galaxy noch immer zu klein ist. Für das neue Modelljahr hat Ford den Tourneo Custom überarbeitet und optisch im Detail verfeinert. Vor allem die neue Frontpartie mit optionalen HID-Xenon-Scheinwerfern und markantem LED-Tagfahrlicht sticht dabei ins Auge. Komplett neu gestaltet zeigt sich aber auch der Innenraum, der deutlich hochwertiger wirkt und nun auch über einen 8"-Touchscreen oben auf der Mittelkonsole verfügt.

Besonders luxuriös hat sich unser Testfahrzeug gezeigt, das in Titanium-Ausstattung und in Langversion zu uns gekommen ist. Der Listenpreis für die Version mit 170 PS Diesel und Automatik liegt bei 54.900 Euro und beinhaltet eine solide Grundausstattung. Unter anderem gibt es schon eine manuelle Klimaanlage vorne und hinten, eine Einparkhilfe vorne und hinten, einen Seitenwindassistent, eine beheizbare Frontscheibe, das Radio Paket mit Ford SYNC3 und 8"-Touchscreen, einen Regensensor, Privacy Glas ab der 2. Sitzreihe, das Sitz-Paket, 17"-Leichtmetallfelgen und einiges mehr.

Unser Testfahrzeug hatte noch HID-Xenon-Scheinwerfer, das Sichtpaket 3, das Radio Paket 24, einen Spannungswandler, einen Toter Winkel Assistent und eine Metallic-Lackierung an Bord. Um 59.730 Euro bekommt man damit einen wirklich gut ausgestatteten Bus, mit dem man sehr bequem acht Personen befördern kann.

Der neu gestaltete Innenraum wirkt wirklich sehr hochwertig, und auch der Farb- und Materialmix kann mit den Pkw-Modellen mithalten. Unverständlich ist uns nur, dass bei so viel Luxus keine Klimaautomatik an Bord und auch optional nicht erhältlich ist. Der Arbeitsplatz des Fahrers ist sehr gemütlich, und das neue Cockpit kann auch bei der Funktionalität überzeugen. Man findet sich auf Anhieb gut zurecht, und der 8"-Touchscreen ist sicher eines der Highlights in dieser Fahrzeugklasse. Neben der einfachen Bedienung spricht auch die schöne Darstellung der Navi-Karten und Menüs für den Touchscreen, der mit Ford SYNC3 auch über beste Konnektivitätsmöglichkeiten verfügt.

Fahrer und Beifahrer können sich nicht nur über viel Platz und sehr bequeme Sitze freuen, es stehen auch unzählige Ablagen zur Verfügung. Alleine drei Getränkehalter pro Gast in der ersten Reihe sprechen für sich. In der Armaturentafel gibt es außerdem noch zusätzlich klappbare Staufächer, und auch in den Türen stehen auf verschiedenen Ebenen unterschiedlich große Fächer zur Verfügung. Viel Platz gibt es natürlich auch für die Fondpassagiere, die sich ebenfalls über zahlreiche Ablagen freuen können. Unser Bus war mit zwei Sitzreihen im Fond ausgestattet, die gegenüber positioniert waren. Wer den Tourneo Custom in der L2-Version wählt, hat auch noch viel Stauraum hinter der letzten Sitzbank. So können acht Passagiere und noch 2,0 m³ Gepäck transportiert werden. Wer die hinteren Sitze umklappt, kann 2,8 m³ transportieren.

Wer so viel befördern kann, benötigt auch einen kraftvollen Motor. Unter der Haube steckt ein 2,0 Liter EcoBlue Dieselmotor mit 170 PS (125 kW) Leistung, der dem Bus zu ordentlichen Fahrleistungen verhilft. Zwischen 1.750 und 2.500 Nm liefert der Motor sein maximales Drehmoment von 405 Nm. In Kombination mit der 6-Gang-Automatik kann man sich so über genug Kraft zu jeder Gelegenheit freuen. Vor allem unbeladen legt man mit dem Tourneo Custom Sprints hin, bei denen man normale Pkw oft locker hinter sich lässt. Genaue Daten, in wie vielen Sekunden der Bus von 0 auf 100 km/h sprintet, hat Ford leider nicht verraten, gefühlt wird die Arbeit aber kaum langsamer als bei gängigen 120 PS starken Kompaktautos erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h und sollte somit auch ausreichend sein.

Neben dem agilen Motor kann der Ford auch mit einer sehr guten Straßenlage überzeugen. Kaum ein anderes Modell dieser Fahrzeugklasse kann mit so viel Fahrspaß aufwarten wie der Tourneo Custom. Die direkte Lenkung und die gute Straßenlage lassen einen oft völlig vergessen, dass man mit einem 534 cm langen Bus unterwegs ist. Erst wenn die Kurven enger werden, merkt man die Länge des Fahrzeugs und muss dementsprechend einen größeren Radius fahren.

Der Tourneo Custom ist dabei nicht nur für kurze Shuttle-Dienste bestens geeignet, sondern bewährt sich auch auf der Langstrecke. Bis zu 100 km/h ist es im Innenraum sehr leise, darüber hinaus steigen die Wind- und Abrollgeräusche aber an. Um lange Etappen zu absolvieren, ist auch der Verbrauch ein wichtiger Faktor, und auch hier kann der Tourneo Custom überzeugen. Wer den Gasfuß im Zaum hält, kann sogar in die Regionen des vom Werk angegebenen Verbrauchs von 7,0 Liter kommen. Wir haben die sportlichen Seiten des großen Ford ausgekostet und im Schnitt 8,7 Liter verbraucht, was für ein Auto dieser Größe und in Anbetracht eines Gewichts von mindestens 2,386 Kilogramm voll in Ordnung geht.

Begeistern kann der überarbeitete Ford Tourneo Custom auch bei der Sicherheitsausstattung. Neben einem Spurhalteassistenten und einem Toten-Winkel-Warner gibt es sogar noch einen adaptiven Tempomat, was in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit ist.

Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Überarbeitung dem Allroundtalent von Ford sichtlich gut getan hat. Die neue Optik verleiht dem Bus mehr Elan und auch einen sehr exklusiven Touch. Er wirkt jetzt nicht mehr wie ein Bauarbeiter-Transporter, sondern mehr wie ein Business-Shuttle für 5-Sterne-Hotels. Der spritzige Motor, das großzügige Raumangebot und eine Sicherheitsausstattung, die alle Stücke spielt, sprechen ebenfalls für den neuen Ford Tourneo Custom.

Was uns gefällt:

Das Platzangebot, der Fahrkomfort, die Automatik, der Fahrspaß, die Rundumsicht, die Ausstattung, das Sicherheitspaket

Was uns nicht gefällt:

Dass es keine Klimaautomatik gibt

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 2
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

Tipp: Mehr Ford News und Tests sowie die Ford Händler in Österreich finden Sie hier.

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