Honda CR-V 2,2 i-DTEC 4WD Testbericht

(13.03.2013) Der neue Honda CR-V ist dynamischer geworden, bietet dabei aber gleichzeitig noch mehr Platz. In unserem Test zeigt der SUV, was er kann.

Die vierte Generation des Honda CR-V ist Ende 2012 gestartet. Optisch ist der neue CR-V eine Weiterentwicklung des Vorgängers und trotz dynamischerem Auftritt sofort wieder als CR-V zu erkennen. Den neuen Offroader kennzeichnen eine sportliche Nase im neuen Honda-Markenlook und ein sehr wuchtiges Heck, welches viel Platz bietet.

Honda hat den neuen CR-V auch in jede Richtung verbessert, egal ob Platzangebot, Verarbeitung, Materialanmutung oder Sparsamkeit, der neue CR-V soll in allen Belangen gereift sein. Ob dem tatsächlich so ist, werden wir in unserem Test mit der Dieselversion in der gehobenen Lifestyle-Ausführung testen.

Der Listenpreis des schon sehr gut ausgestatteten Lifestyle-Modells liegt bei 37.815 Euro. Mit an Bord befinden sich da schon ABS, ESP, sechs Airbags, eine Berganfahrhilfe, eine Bergabfahrhilfe, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine verstellbare Mittelarmlehne vorne, ein CD-Radio inkl. 360 Watt Soundsystem, Tempomat, eine Einparkhilfe vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, ein Fernlichtassistent, Kurvenlicht, eine Bluetooth Freisprecheinrichtung, elektrische Fensterheber und noch einiges mehr. Als einziges Extra hatte unser Testfahrzeug eine Metallic-Lackierung um 586 Euro, womit der Gesamtpreis bei 38.401 Euro liegt.

Schon auf den ersten Blick wirkt der neue CR-V noch hochwertiger, als es der Vorgänger ohnedies schon war. Die Verarbeitung im Innenraum erreicht Premium-Niveau, und auch die Materialwahl gefällt, allen voran der kuschelige Sitzbezug auf den angenehm straffen Sitzen.

Der neue CR-V ist auch noch übersichtlicher geworden, die Armatureneinheit ist sehr klar gegliedert, und alle Funktionen lassen sich intuitiv bedienen, auch wenn das Lenkrad auf den ersten Blick etwas überladen wirkt. Auch die neu gestalteten Armaturen sind gut ablesbar, und der Tacho ist rechts und links mit einem Leuchtbalken eingefasst, der je nach Fahrweise seine Farbe ändert. Ist man besonders effizient unterwegs, leuchten die Balken grün. So soll der Fahrer animiert werden, eine effiziente Fahrweise an den Tag zu legen.

Eine Klasse für sich ist auch das Platzangebot des 457 cm langen SUV. Alle Passagiere können sich über fürstliche Platzverhältnisse freuen, und der komplett ebene Boden im Fond ermöglich auch dem in der Mitte untergebrachten Passagier noch eine gute Sitzposition.

Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 589 Liter zudem sehr groß dimensioniert und kann durch Umklappen der Rücksitze noch auf 1.669 Liter erweitert werden. Dem amerikanischen Geschmack haben wir dann auch viele Ablagen und Getränkehalter im Innenraum zu verdanken, die den CR-V noch praktischer werden lassen.

Ganz auf den europäischen Geschmack hin wurde der 2,2 Liter Dieselmotor geschneidert, der mit einer Leistung von 150 PS (110 kW) aufwarten kann. Sein maximales Drehmoment von 350 Nm erreicht der Motor bei 2.000 U/Min, doch schon davor bietet der kräftige Diesel viel Schubkraft. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in 9,7 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h.

Perfekt gelungen ist dabei auch die Geräuschdämmung, egal, ob Autobahn oder volle Beschleunigung, es dringen kaum Motor- oder Fahrgeräusche in den Innenraum. Auch hier erreicht der CR-V Premium-Klasse-Niveau.

Sehr gut zum Diesel passt auch das manuelle 6-Gang-Getriebe. Die Gänge sind dabei recht lang übersetzt und erlauben auch ein schaltfaules Fahren, ohne dass man gleich unökologisch unterwegs wäre. Der Schaltknüppel ist auch sehr gut positioniert, und die Gänge lassen sich einfach und leicht sortieren.

Für Europa wurden auch das Fahrwerk und die Federung angepasst, trotz allem Komfort lässt sich der CR-V auch sehr sportiv bewegen. Vor allem für ein SUV mit höherem Schwerpunkt kann der CR-V auch beim Thema Fahrspaß voll punkten. Man hat selbst in schnell gefahrenen Kurven nie das Gefühl, dass der Wagen kippen könnte oder man den gewählten Weg verlassen würde.

Mit verantwortlich  für die sehr gute Straßenlage ist auch der Allradantrieb, der die Kraft perfekt auf die zwei Achsen verteilt. Damit man auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur macht, hat der CR-V eine Bergan- und Bergabfahrhilfe mit an Bord. In Kombination mit der höheren Bodenfreiheit kann man so auch leichtes Gelände perfekt bewältigen und kommt vor allem im Winter ohne Probleme an sein Ziel.

Trotz aller Sportlichkeit und Vielseitigkeit ist der CR-V auch sehr sparsam zu bewegen. Die vom Werk angegebenen 5,8 Liter Verbrauch haben wir nur knapp verpasst, sind aber im Bereich des Erreichbaren. Im Schnitt haben wir ohne Einbußen beim Fahrspaß rund 6,3 Liter pro 100 Kilometer verbraucht, womit der Honda in Bezug auf Größe und Leistung als sehr sparsam bezeichnet werden kann.

Der CR-V präsentiert sich so als optimales Langstreckenfahrzeug für jedes Einsatzgebiet. Selbst in der Stadt macht der große Honda eine gute Figur. Durch seine leichtgängige Lenkung und die gute Rundumsicht inkl. sehr großer Spiegel kommt man auch im Gewirr der Stadt gut zurecht. Dank der serienmäßigen Einparkhilfe und der Rückfahrkamera kann man selbst enge Parkplätze problemlos bewältigen.

Honda ist mit dem neuen CR-V auf jeden Fall ein großer Wurf gelungen. Er ist in jedem Bereich noch besser als sein Vorgänger geworden und liegt bei Verarbeitung und Geräuschdämmung auf Premium-Klasse-Niveau. Der Preis hält sich in Bezug auf Ausstattung und Leistung auch im Rahmen, und der spritzige Diesel  bereitet nicht nur viel Fahrspaß, sondern ist auch sehr sparsam im Verbrauch.

Was uns gefällt:

die Ausstattung, die Geräuschdämmung, der spritzige Motor, der Verbrauch, das Platzangebot

Was uns nicht gefällt:

groß gewachsene Fahrer würden sich mehr Schenkelauflage bei den Sitzen wünschen

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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