Hyundai i30 N-Line im Test

(12.09.2019) Der Hyundai i30 ist jetzt auch mit sportlichem Outfit als "N-Line" erhältlich. Wir verraten im folgenden Testbericht, wie viel Sportsgeist in dem kompakten Koreaner steckt.

Mit dem i30 hat Hyundai eine sehr interessante Alternative zu VW Golf und Co. im Programm. Für jene, die auch gerne einen Schuss Sportlichkeit hätten, gibt es seit dem Frühling 2019 den i30 als N-Line. Optisch erinnert die N-Line an den i30 N, lässt aber natürlich noch etwas Abstand zu Hyundai's GTI-Killer übrig. Neben der ganz auf Sportlichkeit getrimmten Optik hat man auch Fahrwerksanpassungen vorgenommen, die dem i30 N-Line zu mehr Fahrspaß verhelfen sollen.

Das Ganze hat Hyundai wie gewohnt zu einem sehr attraktiven Preis geschnürt. Unser Testfahrzeug mit 140 PS starkem Turbo-Benziner in Kombination mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kommt auf 30.890 Euro. Dieser Preis ist auch gleichzeitig der Testwagenpreis, da die Ausstattung schon so komplett ist, dass wir auch ohne Extras das komplette Wohlfühlprogramm genossen haben.

Unter anderem sind schon 18"-Alufelgen, Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, eine Doppelrohr-Abgasanlage, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, N-Line Sportsitze mit Velours/Lederpolsterung inkl. elektrischer Verstellung und Memory für den Fahrer, ein adaptiver Tempomat mit Stop & Go-Funktion, ein 8"-Touchscreen inkl. Navi und DAB-Radio, ein Fernlichtassistent und noch vieles mehr an Bord.

Der i30 N-Line beherbergt somit viele Features, für die man bei anderen Herstellern noch tief in die Tasche greifen muss. Vorbei sind aber die Zeiten, wo man einen Hyundai nur wegen des Preises gekauft hat, das zeigt der i30 N-Line sehr deutlich. Der Innenraum ist sehr modern gestaltet, und im Falle des N-Line auch sehr sportlich. Die Sportsitze mit Alcantara-Lederpolsterung, das griffige N-Line Sportlenkrad und jede Menge Chromzierelemte sorgen für den perfekten sportlichen Touch im Innenraum. Aber der i30 N-Line kann auch mit seiner Qualität überzeugen. Verarbeitung und Materialien müssen sich nicht vor jenen der Konkurrenz aus Deutschland verstecken. Ganz im Gegenteil: Viele Features, wie etwa der hoch positionierte Touchscreen, wirken sogar hochwertiger.

Wie schon bei anderen Hyundai-Modellen überzeugt auch im i30 N-Line der Touchscreen mit einer schönen Darstellung und einer wunderbar intuitiven Bedienung. Überhaupt hat sich Hyundai sehr viele Gedanken gemacht, wie der Innenraum so funktionell und informativ wie nur möglich sein kann. Ändert man zum Beispiel den Scheibenwischer- oder Lichtmodus, so wird das im Infodisplay zwischen Drehzahlmesser und Tacho deutlich angezeigt. Wenn man bedenkt, dass es der VW-Konzern nicht einmal bei den Digitaltachos schafft, den Fahrer mit einer einfachen Kontrollleuchte im Tacho darüber zu informieren, ob das Licht an ist oder nicht, ist der Service des i30 schon sehr angenehm.

Keinen Grund zur Klage gibt es auch beim Platzangebot. Der i30 bietet allen Passagieren für ein Auto dieser Klasse viel Raum, besonders angenehm haben wir dabei die bequemen Sportsitze gefunden. Auch das Kofferraumvolumen kann sich mit 395 bis 1.301 Litern sehen lassen.

Für ein Auto mit so sportlicher Optik sind natürlich die Fahrleistungen ebenso wichtig wie das Aussehen. Mit dem 140 PS (103 kW) starken Turbo-GDI-Motor trifft man auf jeden Fall eine sehr gute Wahl, wenn es um die Verknüpfung von Sportlichkeit und Effizienz geht. Das Triebwerk liefert schon bei 1.500 U/Min ein maximales Drehmoment von 242 Nm, wodurch man schon von unten heraus viel Kraft verspürt. Sehr fein harmoniert der Motor mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Gänge sanft und sehr schnell sortiert. Wer möchte, kann via Schaltwippen am Lenkrad auch manuell eingreifen.

Schon im normalen Modus liefert der Motor viel Kraft und sehr angenehme Fahrleistungen. Trotz sportlicherer Abstimmung bleibt der i30 N-Line aber auch auf der Langstrecke sehr komfortabel, und Bodenunebenheiten werden gekonnt weggefiltert. Möchte man den Sportler in sich und im i30 N-Line wecken, so muss man nur via Tastendruck in den Sport-Modus wechseln. Das Gas wird dann noch direkter angenommen, die Gänge werden weiter ausgedreht, der Sound geschärft und die Lenkung noch einmal einen Tick direkter.

In Kombination mit der perfekten Straßenlage giert man jetzt förmlich nach der nächsten kurvenreichen Strecke, um das volle Potenzial des i30 N-Line ausschöpfen zu können. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 9,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 205 km/h. Beeindruckend sind aber auch die Zwischensprints. Vor allem auf kurvigen Straßen lässt es sich aus den Kurven heraus wunderbar beschleunigen, es juckt den i30 N-Line dabei wenig, ob es gerade eine steile Bergstraße oder nur eine kurvige Landstraße ist, man hat immer genug Leistung parat, so dass der Fahrspaß nicht zu kurz kommt.

Sollte man von der sportlichen Seite des i30 genug haben, so kann man im Eco-Modus wieder für mehr Effizienz sorgen, und die vom Werk versprochenen 5,7 Liter pro 100 Kilometer kommen in realistische Reichweite. Wir haben während unseres Tests auf den Eco-Modus verzichtet und eher den Sport-Modus genossen. Dennoch hat sich der Hyundai i30 N-Line mit 7,0 Liter Verbrauch begnügt, was ein wirklich guter Wert in Anbetracht des Fahrspaßes ist.

Auch bei der Sicherheitsausstattung kann der i30 N-Line punkten, vor allem, weil wirklich alles was das Herz begehrt schon serienmäßig an Bord ist. Vom aktiven Spurhalteassistenten bis zum adaptiven Tempomat mit Stop & Go-Funktion hat der i30 N-Line alles an Bord, was auch Sinn macht und das tägliche Leben erleichtert.

In der Schule hätte man den i30 N-Line als Streber bezeichnet, im realen Leben ist er einfach ein perfekter Begleiter des Alltags. Als Musterschüler absolviert er wirklich jedes Kapitel ohne Fehler. Trotz aller Dynamik bleibt er auch langstreckentauglich, bietet eine luxuriöse Ausstattung und sehr viel Sicherheit. Hinzu kommt sein Design, das genau die richtige Dosierung an Sportlichkeit hat.

Was uns gefällt:

Die überkomplette Ausstattung, das Design, die einfache Bedienung, der Fahrkomfort, der Fahrspaß, das Doppelkupplungsgetriebe, die Sicherheitsfeatures

Was uns nicht gefällt:

Dass wir uns von diesem Auto wieder trennen mussten

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1-
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

Tipp: Mehr Hyundai News und Tests sowie die Hyundai Händler in Österreich finden Sie hier.

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