Testbericht: Kia Sportage GT-Line 1,6 T-GDI 48V AWD

(15.06.2022) Die neue Generation des Kia Sportage zeigt sich so dynamisch wie nie zuvor. Wir verraten in unserem Test, was der neue Sportage außer dem coolen Design noch so alles zu bieten hat.

Seit 1994 zählt der Sportage zum fixen Bestandteil der Kia-Modellpalette, seit 2021 ist die fünfte Generation auf dem Markt.

Im Vergleich zum Vorgänger wirkt der neue Sportage nochmals deutlich dynamischer und kann mit einem unverwechselbaren Design aufwarten.

Die Frontpartie glänzt mit äußerst markanten LED-Scheinwerfern, während das Heck mit sehr klaren und knackigen Linien aufwarten kann.

Auf jeden Fall zieht der kompakte SUV die Blicke auf sich, wie wir während unseres Tests häufig festgestellt haben. Neben dem aufregenden Design kann der neue Sportage aber auch mit vielen technischen Neuerungen aufwarten.

Erstmals ist er nicht nur als Benziner oder Diesel zu haben, er ist auch als Hybrid und Plug-in-Hybrid verfügbar.

Für unseren ersten Test haben wir jedoch den Benziner mit 48-Volt-Technik in Kombination mit Allradantrieb und der sportlichen GT-Line-Ausführung gewählt.

Die GT-Line wirkt noch eine Spur dynamischer und kann mit einer Vollausstattung, die kaum noch Wünsche unerfüllt lässt, glänzen.

Sehr gute Ausstattung

Im Preis von 52.390,- Euro ist schon alles an Bord, was man bei der Premium-Konkurrenz aus Deutschland erst teuer dazu kaufen muss.

Unter anderem gibt es schon Dual-LED-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht, ein Infotainmentsystem mit 12,3“-Touchscreen und Navi, ein Harman Kardon Soundsystem, Kunstledersitze mit Klimatisierung vorne und Sitzheizung hinten, einen adaptiven Tempomat mit Autobahnassistent und Stop & Go-Funktion, 18“-Alufelgen, ein Panorama-Glasschiebe-/Hubdach, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem und noch vieles mehr.

Das modern gestaltete Cockpit passt sehr gut zum sportlichen Charakter des Fahrzeugs. Der Verbund aus 12,3“-Digitaltacho und 12,3“-Touchscreen kann dabei optisch ebenso überzeugen wie die in Klavierlack-Optik gehaltene Konsole zwischen Fahrer und Beifahrer.

Hier finden sich griffgünstig die Tasten für die Sitzklimatisierung, der Drehschalter für die Fahrstufenwahl und weitere Tasten für verschiedene Einstellungen.

Gut positionierte große Ablagen steigern den praktischen Nutzwert des gemütlichen Innenraums. Die Bedienung aller Funktionen ist ebenfalls sehr leicht, lediglich die Touchfläche für die Umstellung zwischen Schnellwahltasten für das Navi und die Klimatisierung ist etwas klein geraten und bedarf etwas Aufmerksamkeit beim Fahren.

Sonst gibt es beim Innenraum aber keinerlei Kritikpunkte. Der Sportage verfügt über eine sehr gute Verarbeitung, eine schönere Materialwahl und bietet viel Platz für alle Passagiere.

Klimatisierte Vordersitze sind ein Traum

Ein Highlight sind sicher die klimatisierten Sitze für Fahrer und Beifahrer, die bequem sind und guten Halt bieten.

Sehr großzügig dimensioniert zeigt sich auch das Ladeabteil. Wer auf den Allradantrieb verzichtet, kann sich über 591 Liter Stauraum freuen. Die Versionen mit Allrad bieten aber immer noch sehr gute 526 bis 1.715 Liter Kofferraumvolumen.

Ganz nach der alten Schule gestrickt zeigt sich der Kia Sportage beim Antrieb. Ein 1,6 Liter Turbobenziner mit 180 PS (132 kW) sorgt im kompakten SUV für ansprechende Fahrleistungen.

Ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System soll aber dennoch für etwas mehr Sparsamkeit sorgen. Ein 17 PS (12,2 kW starker E-Motor sorgt kurzfristig für zusätzliche Schubkraft.

Damit wirkt der Motor vor allem von unten heraus sehr agil, und man ist schon in der Stadt sehr spritzig unterwegs.

Nachdem der Motor zwischen 1.500 und 4.500 U//Min ein maximales Drehmoment von 265 Nm liefert, kann man aber in jeder Situation mit viel Schubkraft rechnen.

Ansprechende Fahrleistungen

Egal ob beim Überholmanöver oder beim Verlassen des Ortsgebiets, ein kräftiger Druck aufs Gaspedal reicht aus, und man sprintet äußerst zügig auf die gewünschte Geschwindigkeit.

Sehr harmonisch werkt dabei das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Gangwechsel erfolgen fast unspürbar und schnell.

Der Fahrer kann auch aus verschiedenen Fahrmodi wählen, wobei für den Alltag der normale Fahrmodus den besten Kompromiss aus Fahrspaß und Effizienz bietet.

Im Sport-Modus zeigen sich alle Systeme nochmals eine Spur schärfer, und die Gänge werden weiter ausgedreht.

Trotz aller Sportlichkeit ist der Kia Sportage aber dank des adaptiven Fahrwerks auch noch recht komfortabel geblieben.

Die Straßenlage ist dabei ausgezeichnet, und man hat auch bei flotter Kurvenfahrt niemals das Gefühl das Auto zu überfordern. Dank des Allradantriebs kommt die Kraft immer perfekt auf die Straße.

Trotz einer Länge von 451,5 cm zeigt sich der Sportage sehr wendig und ist dank der direkten Lenkung auch jederzeit gut zu dirigieren.

Verbrauch höher als erwartet

Durch die gebotene Leistung und den damit verbundenen Fahrspaß muss man seinen Gasfuß aber etwas zügeln, um die vom Werk versprochenen Verbrauchswerte zu erreichen.

Statt auf 6,9 bis 7,2 Liter pro 100 Kilometer sind wir in unserm Test auf einen Durchschnittsverbrauch von 8,1 Liter gekommen, ohne es aber übertrieben zu haben. Wer die volle Leistung öfters abruft, sollte nochmals etwas mehr einkalkulieren.

Wer es sparsamer möchte, der sollte zum Hybrid- oder Plug-in-Hybrid greifen, die preislich kaum teurer kommen.

Sehr großzügig ausgefallen ist die Sicherheitsausstattung, der Kia Sportage bietet alles, was man derzeit in dieser Klasse erwarten kann, und noch mehr. So zum Beispiel auch eine Kamera für den toten Winkel, die zusätzliche Hilfe bietet.

Wie bei den meisten neuen Autos sind die Assistenzsysteme aber auch beim Sportage recht nervig und übereifrig. Ständig gibt es ein Piepsen, ein Ruckeln am Lenkrad oder sonstige Bevormundungen, die man gar nicht möchte oder braucht. Es reicht nämlich schon eine Fahrbahn mit zwei unterschiedlichen Belägen, und der Farbwechsel innerhalb der Fahrbahn reicht aus, um das System zu verwirren.

In der Summe der Eigenschaften hat sich der Kia Sportage aber als sehr agiler und luxuriöser Begleiter auf allen Wegen gezeigt, der zudem auch viel Platz bietet und optisch was her macht.

Was uns gefällt:

Das Design, der Innenraum, die klimatisierten Sitze, Fahrwerk und Federung, Straßenlage, der Motor,  die Bedienung aller Funktionen

Was uns nicht gefällt:

Die etwas zu übereifrigen Assistenzsysteme

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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