Mazda3 Skyactiv-X 180 GT+ im Test

(01.04.2020) Im neue Mazda3 bietet Mazda erstmals den Skyactiv-X-Motor an. Wir verraten im Test, ob er wirklich die Vorzüge von Benziner und Diesel verbinden kann.

Die neue Generation des Mazda3 besticht nicht nur mit einem sehr dynamischen Design, auch motorisch gibt es ein ganz besonderes Highlight.

Mit dem Skyactiv-X-Motor hat Mazda den ersten selbstzündenden Benzinmotor auf den Markt gebracht. Er soll die Spritzigkeit und Drehfreude des Benziners mit der Effizienz eines Diesels verbinden.

Mazda bietet den Skyactiv-X-Motor sowohl in Verbindung mit Allradantrieb als auch mit Automatik an, wir haben für unseren Test jedoch die Version mit Frontantrieb und manueller 6-Gang-Schaltung gewählt.

Dafür haben wir passend zum sportlichen Grundcharakter des Fahrzeugs die GT+ Ausstattung gewählt, die zum Listenpreis von 28.790,- Euro schon jede Menge Highlights bietet.

Unter anderem gibt es schon adaptive LED-Matrix-Scheinwerfer, ein Head-up-Display, ein 8,8“-Display für das Infotainmentsystem, 18“-Alufelgen, die G-Vectoring Control Plus, einen adaptiven Tempomat, einen Fernlichtassistent, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein beheizbares Lederlenkrad, ein schlüsselloses Zugangssystem, eine Rückfahrkamera, beheizbare Vordersitze und noch vieles mehr.

Für noch mehr Luxus und Sicherheit hatten wir auch noch alle drei verfügbaren Pakete (Sound-Paket, Tech-Paket und Premium-Paket) sowie eine Metallic-Lackierung an Bord.

Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 32.820,- Euro, was in Bezug auf die Ausstattung und die Preise der Konkurrenz noch immer recht günstig ist.

Auch das Interieur zeigt sich so sportlich wie die Karosserie und glänzt mit einer Premium-Verarbeitung und hochwertig wirkenden Materialien.

Der Mix aus Klavierlack, Aludekor und Leder sorgt zudem auch für ein sehr nobles Feeling im Mazda3. Das Infotainmentsystem ist angenehm weit oben und vorne platziert, so dass man den Blick nicht von der Fahrbahn nehmen muss, um darauf zu schauen.

Die Steuerung erfolgt über ein Dreh/Drück-Rad zwischen Fahrer und Beifahrersitz, was zwar zum Beginn eine gewisse Übung erfordert, nach kurzer Eingewöhnungszeit aber recht intuitiv bedienbar ist.

Angenehm sind auch die analogen Instrumente, die in der Flut moderner Digitaltachos mittlerweile ein angenehmer Gegenpol sind, vor allem, weil sie perfekt ablesbar sind.

Ein Head-up-Display unterstützt zusätzlich mit den wichtigsten Infos und zeigt sogar an, wenn sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel befindet.

Gut gelungen ist auch das Multifunktionslenkrad, dessen Tasten selbsterklärend sind und das sehr gut in der Hand liegt.

Viele Ablagen sind ebenfalls an Bord, allen voran findet man viel Platz unter der breiten Mittelarmlehne für Fahrer und Fahrer.

Bequeme Sitze runden den positiven Eindruck weiter ab, nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten kann der Mazda3 aber beim Platzangebot.

Im Fond wird es durch das schnitte Design für den Kopf recht eng, zudem findet man nicht mehr viel Knieraum, wenn große Passagiere in der ersten Reihe sitzen. Das Kofferraumvolumen ist mit 330 bis 1.026 Litern Fassungsvermögen ebenfalls im unteren Bereich der Klasse angesiedelt.

Dafür verspricht Mazda mit dem neuen Skyactiv-X-Motor viel Fahrspaß bei geringem Verbrauch. Der 2,0 Liter Benziner mit Selbstzündung verfügt über 180 PS (132 kW) und liefert bei 3.000 U/Min ein maximales Drehmoment von 224 Nm.

Kombiniert war unser Testfahrzeug mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe, welches eine sehr eigenwillige Auslegung hatte. Die Gänge selbst sind butterweich und über kurze Wege zu sortieren, jedoch mahnt die Gangwechselanzeige schon bei 50 km/h den höchsten Gang ein.

Wer den Mazda3 vor allem in der Stadt bewegt, bekommt recht schnell einen Tennisarm vom vielen Schalten. Verlässt man die Stadt und ist im höchsten Gang unterwegs, passiert mal gar nichts, wenn man aufs Gas steigt.

Auch jetzt muss fleißig geschaltet werden, damit man etwas von den 180 PS merkt. Von unten heraus würde man eher meinen, mit einem 90 PS-Auto unterwegs zu sein, wer die volle Leistung erleben möchte, muss die Gänge weit ausdrehen.

So schafft man es, mit 50 km/h sowohl im 6. Gang unterwegs zu sein als auch den 2. Gang bis über 100 km/h auszudrehen, was schon irgendwie zwei Welten miteinander verbindet.

Dreht man die Gänge voll aus, hat man viel Fahrspaß und sprintet in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216 km/h. Auch Fahrwerk und Federung sind ganz auf Sportlichkeit getrimmt, und der Mazda3 liegt auch dank der G-Vectoring Control Plus perfekt auf der Straße und macht auf kurvigen Strecken viel Spaß.

Wie man sich Anhand dieser Tatsachen gut vorstellen kann, ist es bei Ausnutzung der gebotenen Leistung dann mit der Sparsamkeit vorbei.

Wer an die vom Werk angegebenen 4,5 Liter Durchschnittsverbrauch herankommen möchte, der wird niemals die Leistung der 180 PS verspüren. Wir haben im Schnitt 6,8 Liter verbraucht, was zwar kein schlechter Wert für einen 180 PS starken Benziner ist, dennoch aber weit von der versprochenen Sparsamkeit entfernt ist.

Mit einer etwas anderen Getriebeauslegung könnte man vor allem bei Autobahntempo sparsamer unterwegs sein, so ist man aber bei Tempo 130 km/h schon bei rund 3.000 U/Min unterwegs.

Geräuschtechnisch macht das gar nichts, denn der Mazda3 ist perfekt gedämmt und lässt kaum Geräusche in den Innenraum vordringen.

Auf ganzer Länge überzeugen kann der Mazda wieder bei der Sicherheitsausstattung, die ganz am Puls der Zeit ist und mit allem verwöhnt, was man derzeit in dieser Klasse erwarten kann. Egal ob adaptiver Tempomat, oder Rückfahrassistent, der Mazda3 hat alles an Bord.

Sehr gut sind auch die Kameras, die beim Rangieren helfen. Übersichtlich ist der Mazda3 mit seinem schnittigen Design nämlich nicht gerade.

Auf jeden Fall war der neue Mazda3 ein sehr angenehmer Begleiter, der mit viel Komfort, einer guten Ausstattung und einer perfekten Straßenlage aufwarten konnte.

Nicht ganz überzeugt hat uns der neue Skyactiv-X-Motor, der entweder sehr sportlich aber nicht mehr sehr sparsam oder sehr sparsam, dann aber nicht mehr sehr sportlich ist. Wer aber mal gemütlich dahingleiten möchte, dann aber mal wieder den Sportgeist freilassen will, der findet dennoch einen idealen Partner im Mazda3 Skyacitv-X.

Was uns gefällt:

Das Design, die Ausstattung, die Straßenlage, die perfekte Geräuschdämmung, die Sicherheitsausstattung

Was uns nicht gefällt:

Das Platzangebot im Fond und Kofferraum, dass man viel schalten muss, dass der Skyactiv-X-Motor nicht so sparsam wie erwartet ist

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum: 4
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 3-

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