Testbericht: Der neue Mitsubishi ASX

(26.05.2017) Für das Modelljahr 2017 präsentiert Mitsubishi eine neue Version des ASX. Womit der Kompakt-SUV die Käuferherzen höher schlagen lässt, lesen Sie hier.

Auf den ersten Blick erkennt man den neuen ASX durch sein frisches, sportliches Design - vom Hersteller "Dynamic Shield" genannt -, das alle SUV-Modelle des heurigen Jahres optisch einen soll. Dieses betrifft hauptsächlich die Frontansicht mit modifiziertem Stoßfänger und die Scheinwerfer-Kühlergrillpartie. Doch auch die Seitenlinie sowie das Heckdesign verleihen dem Mitsubishi ein schlankeres, jedoch kraftvolles Aussehen.

Obwohl die Japaner für 2017 eine spezielle "Austria-Edition" als Sondermodell für den SUV mit einigen Extra-Features parat haben, holten wir uns für den aktuellen Test dennoch das Topmodell in die Redaktionsgarage. Der 2,2 Liter-Diesel mit der Instyle Ausstattung besitzt nicht nur ein Automatikgetriebe, sondern auch die stärkste Motorisierung mit 150 PS und Allradantrieb. Für den komplett gerüsteten SUV liegt der Preis bei 35.290 Euro. Hinzu kommt dann nur mehr die Silky Weiß-Perlmuttlackierung mit einem Aufpreis von 650 Euro. Alles andere ist Teil der Serienausstattung.

Alle ASX wurden bereits ab dem Basismodell mit einem umfassenden Sicherheitspaket ausgerüstet. Dieses umfasst unter anderem neben zahlreichen Airbags, einer Stabilitätskontrolle und Berganfahrhilfe eine "RISE Sicherheitskarosserie". Highlights der Top-Ausstattung sind unter anderem die 18 Zoll-Leichtmetallfelgen. Xenon-Leuchten und in die Nebelscheinwerfer integriertes Tagfahrlicht sowie LED-Hecklichter sorgen dafür, dass man bei schlechten Sichtverhältnissen nicht nur hervorragend sieht, sondern auch gesehen wird. Große Seitenspiegel in Wagenfarbe mit integrierten Blinkern lassen sich selbst nach ausgeschalteter Zündung elektrisch anklappen, bzw. machen dies automatisch, sobald das Fahrzeug verriegelt wird. Aluminiumpedale setzen sportliche Akzente im Innenraum.

Wichtig bei einem SUV ist nicht allein die höhere Sitzposition, die japanischen Ingenieure haben außerdem zahlreiche Komfortfeatures in die Instyle-Variante gepackt. Zunächst bietet der Mitsubishi eine komplette Lederausstattung, die einerseits gut aussieht und andererseits wertig verarbeitet wurde. Klavierlackakzente im Cockpit besonders rund ums Multifunktionsdisplay, das auch ein Navigationssystem beherbergt, versprühen Eleganz im Interieur. Das Premium Audiosystem Rockford Fosgate beschallt uns mit 710 Watt und 9 Lautsprechern.

Zur Lederausstattung gehören ebensolche Sitze. Der Reisekomfort im ASX ist an allen Positionen sehr bequem. Der Fahrersitz lässt sich elektrisch mehrfach verstellen. Er bietet genügend Seitenhalt, sodass man stets ein angenehm sicheres Gefühl hat. Per Kippschalter können beide Vordersitze zweistufig beheizt werden.

Abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule erschweren den Blick in den Fond, wohingegen sich die Mitreisenden über ein riesiges Panoramaglasdach mit indirekter Beleuchtung freuen können. Leider gibt es deshalb keine zusätzliche Beleuchtung in der hinteren Reihe. Normalerweise benötigt man diese nicht. Sie wäre jedoch in Situationen praktisch, wo man etwas nachts sucht oder versucht Kindersitze anzuschnallen. Hier muss man sich auf seinen routinierten Tastsinn verlassen.

In jedem Fall erspart man sich das Suchen des Fahrzeugschlüssels, denn der ASX kann einfach per Knopfdruck an der Türschnalle ent- und verriegelt werden. Gestartet wird ebenfalls schlüssellos mit Knöpfchen. Obwohl der ASX mit einer Gesamtlänge von 4,35 m kleiner ist als der Mitsubishi Outlander besitzt er dennoch den gleichen Radstand von 2,67 m. Das bringt auf jeden Fall ein angenehmes Platzgefühl mit Knie- und Beinfreiheit im Fond. Hinten haben bis zu drei Personen Platz. Werden nicht alle Plätze besetzt, kann in der Mitte eine Armlehne mit Getränkehalter ausgeklappt werden.

Überhaupt besitzt der Japaner zahlreiche Ablagen wie unter anderem ein gekühltes Handschuhfach oder ein großes geteiltes Staufach in der Mittelkonsole mit verschiebbarer Armlehne vorne. Darin befindet sich der USB-Anschluss, der so platziert von den Mitreisenden in der zweiten Reihe zum Laden genutzt werden kann. Die Sitzbank lässt sich im Verhältnis 60:40 umklappen und erweitert damit den Laderaum von 419 auf 1.219 Liter. Verglichen mit anderen seiner Klasse wie z.B. dem Opel Mokka X ist der ASX um 8 cm Gesamtlänge größer, besitzt aber um immerhin 68 Liter mehr Ausgangskofferraumvolumen.

Entscheidet man sich für den Diesel mit 2.268 Kubik Hubraum, so wählt man 150 PS, ein 6-Gang Automatikgetriebe und Allrad. Eine andere Kombination ist nicht möglich. Würde man lieber manuell schalten oder auf den Allrad verzichten, muss man auf die schwächeren beiden Motorisierungen zurückgreifen. Wen es aber bei manchen Situationen doch in den Fingern juckt, der muss bei unserem ASX nicht alles dem Fahrzeug überlassen. Die Automatik ermöglicht jederzeit das persönliche Eingreifen in Schaltvorgänge mittels Wippen hinter dem Lenkrad.

Der Kompakt-SUV ist kein Racer. Aber das erwartet auch niemand, wenn man mindestens 1,5 Tonnen Speck in Form von Technik mit sich herumschleppt. Immerhin erreicht er die 100 km/h-Marke nach 10,8 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit gibt Mitsubishi mit 190 km/h an. Uns konnte der Japaner durch sein harmonisches Gesamtbild beeindrucken. Beschleunigung, Kraftentfaltung, all das ging sehr angenehm, kontinuierlich ohne unangenehm aufzufallen. Beim Druck auf das Gaspedal reagiert der ASX spontan und agil. Dabei arbeitet die Automatik entsprechend dezent ohne großes unangenehmes Aufheulen oder dergleichen. Eben richtig gut abgestimmt. 360 Nm Drehmoment besitzt der Kompakt-SUV in einem Bereich von 1.500 bis 2.750 Umdrehungen. Lediglich leichte Windgeräusche sind bei Autobahngeschwindigkeit nicht zuletzt bauartbedingt wahrzunehmen. Ansonsten wurde der Wagen gut gedämmt.

Der Allradantrieb AWCS (All Wheel Control System) kann per Knopfdruck in der Mittelkonsole aktiviert werden. Danach gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder einen permanenten Allrad oder einen permanenten Allradantrieb mit erhöhtem Kraftfluss auf die Hinterachse (4WD-Lock). So kann man selbst je nach Erfordernis die Einstellungen vornehmen.

Da SUV‘s aufgrund ihres Designs nicht gerade zu den Übersichtlichsten zählen, besitzt unser ASX neben Parksensoren hinten eine Rückfahrkamera zum präzisen Rangieren. Eine leichtgängige Lenkung und ein auf Komfort ausgelegtes Fahrwerk unterstützen das stimmige Gesamtbild des Japaners. Sogar unser Testverbrauch, der sich in einem Bereich von 6,5 bis 7,2 Liter bewegte, passt dazu.

Der neue Mitsubishi ASX sieht nicht nur gut aus, er fährt sich auch so. Einsteigen und wohlfühlen lautet die Devise. Für alle, die gerne viel SUV auf wenig Gesamtlänge wollen, wäre er auf jeden Fall auf die Liste zu setzen. Mit seinen 150 PS ist er mehr als ausreichend motorisiert, und der Preis dafür stimmt ebenfalls.

Was uns gefällt:

Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis, Motorisierung

Was uns nicht gefällt:

Ausleuchtung im Fond nachts zu wenig, Einparkhilfe vorne wäre praktisch

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1-
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2

Tipp: Mehr Mitsubishi News und Tests sowie die Mitsubishi Händler in Österreich finden Sie hier.

Zum Öffnen der Fotogalerie mit allen 34 Fotos auf eines der Bilder klicken!

Artikel kommentieren

Die neuesten Auto-Tests

Alfa Romeo Stelvio; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Der neue Alfa Romeo Stelvio im Test

Der Stelvio ist Alfas erster SUV. Wir haben den Top-Diesel in Kombination mit Automatik und Allradantrieb zum Test begrüßt.
Weiterlesen

VW Golf Rabbit 40; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

VW Golf Rabbit 40 im Test

Der Golf Rabbit feiert dieses Jahr seinen 40. Geburtstag. Wir haben das Jubiläumsmodell zum Test geladen und verraten, warum der Golf noch immer so beliebt ist.
Weiterlesen

DS 7 Crossback; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Der neue DS 7 Crossback im Test

Mit dem DS 7 Crossback möchte die französische Nobelmarke im Premium-Club der SUVs mitspielen. Ob das gelingt, verraten wir im folgenden Testbericht.
Weiterlesen

Ford Tourneo Custom L2 2,0 TDCi; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Ford Tourneo Custom im Test

Der frisch geliftete Ford Tourneo Custom hat sich in einer besonders luxuriösen Version in unseren Testfuhrpark gesellt. Hier verraten wir, was er alles zu bieten hat.
Weiterlesen

Tests von Alfa-Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Citroen, Dacia und Ford; Bildquelle: auto-motor.at

Auto Testberichte von Alfa-Romeo über Audi, BMW bis Ford

Hier finden Sie die neuesten Tests der auto-motor.at Redaktion mit Autos der Marken Alfa-Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Citroen, Dacia, Fiat und Ford.
Weiterlesen

Tests von Honda, Hyundai, Infiniti, Jaguar, Kia, Land Rover, Lexus, Mazda und Mercedes; Bildquelle: auto-motor.at

Auto Testberichte von Honda über Kia, Land Rover, Mazda bis Mercedes

Hier finden Sie die neuesten Tests der auto-motor.at Redaktion mit Autos der Marken Honda, Hyundai, Infiniti, Jaguar, Kia, Land Rover, Lexus, Mazda und Mercedes.
Weiterlesen

Tests von Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Renault, Saab und Seat; Bildquelle: auto-motor.at

Auto Testberichte von Mini über Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot bis Seat

Hier finden Sie die neuesten Tests der auto-motor.at Redaktion mit Autos der Marken Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Renault, Saab und Seat.
Weiterlesen

Tests von Skoda, Smart, Suzuki, Toyota, Volkswagen und Volvo; Bildquelle: auto-motor.at

Auto Testberichte von Skoda über Smart, Toyota, VW bis Volvo

Hier finden Sie die neuesten Tests der auto-motor.at Redaktion mit Autos der Marken Skoda, Smart, Suzuki, Toyota, Volkswagen und Volvo.
Weiterlesen

Kurzmeldungen

Firmennews 20170324

Neuerscheinungen

neueste Auto-Tests