Mitsubishi Outlander 2,2 DI-D 4WD Testbericht

(08.03.2013) Anfang 2013 ist die dritte Generation des Outlander gestartet. Wir haben den Top-Diesel mit manuellem Schaltgetriebe zum Test begrüßt.

Mit dem Outlander ist Mitsubishi seit vielen Jahren im wichtigen SUV-Segment vertreten, mit der dritten Generation hat Mitsubishi den SUV stark verbessert. Optisch wirkt der neue Outlander nun eleganter, die grimmige Frontpartie ist dem neuen Mitsubishi-Design gewichen, und auch im Innenraum wirkt der neue Outlander jetzt viel hochwertiger und bietet bis zu sieben Personen Platz.

Für unseren Test haben wir den 150 PS starken Diesel in der Top-Ausstattungslinie Instyle gewählt. Der Preis des überaus komplett ausgestatteten Modells liegt bei 40.990 Euro, lässt aber auch kaum noch Wünsche offen. Mit an Bord sind unter anderem ABS, ESP, sieben Airbags, Allradantrieb, 18"-Leichtmetallfelgen, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, eine elektrische Heckklappe, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, Ledersitze mit Sitzheizung vorne, Xenonlicht "Wide Vision", eine Einparkhilfe hinten inkl. Rückfahrkamera, ein Navigationssystem, ein Rockford-Fosgate Soundsystem mit 710 Watt und 9 Lautsprechern, Regen- und Lichtsensor und noch vieles mehr. Als einzige Option ist dann noch eine Metallic-Lackierung übrig geblieben, die mit 590 Euro Aufpreis den Endpreis des Testautos auf 41.580 Euro bringt.

Schon beim ersten Blick in den Innenraum merkt man, dass der neue Outlander wesentlich hochwertiger ausgeführt ist als sein Vorgänger. Das moderne Design der Armaturen, die aufgeräumte Mittelkonsole und eine gute Materialwahl kennzeichnen den Outlander. Hinzu kommen viele praktische Ablagen, die das tägliche Autofahrerleben vereinfachen.

Alle Funktionen sind leicht zu bedienen, und man findet sich auf Anhieb zurecht. Man findet auch sehr rasch eine ideale Sitzposition, lediglich der Schaltknauf ist eine Spur zu weit hinten angebracht - zumindest für Menschen mit längeren Armen.

Vorzüglich ausgefallen ist das Platzangebot. Durch den hohen Aufbau bietet der Outlander selbst im Fond genug Kopf- und Kniefreiheit, lediglich die dritte Reihe ist nur für Kinder oder sehr gelenkige und kleine Erwachsene geeignet.

Die Sitze der 3. Reihe lassen sich einfach hochklappen und verschwinden auch wieder mit einem einzigen Handgriff eben im Kofferraumboden. Wer alle sieben Plätze ausnützt, hat noch ein Kofferraumvolumen von 128 Liter zur Verfügung, mit fünf Sitzen kommt man auf 477 Liter, und wer nur zu zweit unterwegs ist, kann sich über ein Volumen von 1.022 Liter freuen. Sehr bequem ausgefallen sind auch die Ledersitze, welche einen selbst längere Fahrten ohne Kreuzschmerzen absolvieren lassen.

Der Innenraum des neuen Outlander kann somit schon als sehr gelungen bezeichnet werden, bleibt noch die Frage zu klären, wie es mit den Fahrleistungen und der Effizienz des 465,5 cm langen SUV ausschaut. Unter der Haube werkt der bewährte 2,2 Liter Dieselmotor mit einer Leistung von 150 PS (110 kW). Sein maximales Drehmoment von 380 Nm liefert der kräftige Diesel zwischen 1.750 und 2.500 U/Min.

Zum Start wirkt der Dieselmotor noch recht brummig, liefert aber gleich eine enorme Schubkraft, die dem Outlander zu sehr guten Fahrleistungen verhilft. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der rund 1,6 Tonnen schwere SUV in 9,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Trotz 27 PS weniger Leistung als beim Vorgänger, ist der neue Outlander damit gleich schnell und beschleunigt sogar 0,1 Sekunden schneller.

Das manuelle 6-Gang-Getriebe ist dabei sehr harmonisch abgestimmt und auf höchste Effizienz ausgelegt. Mittels Eco-Taste im Armaturenbrett wird der Outlander überhaupt zum idealen Sparmeister. Drückt man die Eco-Taste, stellt man bei der Leistungsentfaltung zwar keine Unterschiede fest, dennoch fährt es sich dann für ein Auto dieser Klasse sehr sparsam. Zwar sind wir nicht an die vom Werk versprochenen 5,4 Liter pro 100 Kilometer gekommen, mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,3 Liter kann der Outlander aber noch immer als sehr sparsam bezeichnet werden. Vor allem, da man hier keinerlei Kompromisse beim Fahrspaß eingehen muss. Der Outlander bietet in jeder Situation viel Kraft, selbst beim Herausbeschleunigen nach einem Baustellenende auf der Autobahn muss man nicht zurück schalten, um wieder die erlaubte Autobahngeschwindigkeit zu erreichen.

Der Motor verrichtet dabei seine Arbeit sehr leise, lediglich die Abrollgeräusche sind bei hohem Tempo etwas lauter. Hier merkt man, dass der Outlander vor allem für den US-Markt geschneidert wurde, denn bis 110 km/h ist er absolut leise, erst danach werden die Abrollgeräusche lauter.

Die sehr komfortable Auslegung von Fahrwerk und Federung ist ebenfalls auf die US-Gene zurück zu führen, passt dem Outlander aber hervorragend. Dank dem automatischen Allradantrieb liegt der große SUV nämlich noch immer sehr gut auf der Straße und ermöglicht auch hohe Kurvengeschwindigkeiten, ohne dass die Passagiere Angst haben müssten, dass der Wagen kippt.

Der Allradantrieb ist standardmäßig im Eco-Modus, wo nur zwei Räder angetrieben werden und erst bei Bedarf die weiteren Räder zwecks optimalem Gripp hinzu geschaltet werden. Per Knopfdruck kann man aber auch auf permanenten Allradantrieb oder sogar permanenten Antrieb mit erhöhtem Kraftfluss auf die Hinterachse wechseln. So macht der Outlander dann auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur und bringt seine Passagiere sicher bis zur entlegensten Schihütte. Die sehr leichte, aber durchaus direkte Lenkung passt dann ebenfalls sehr gut zum stimmigen Gesamtbild des Outlanders.

Mit der dritten Outlander-Generation ist Mitsubishi wieder zu alten Tugenden zurück gekehrt und bietet einen sehr durchdachten und hochwertigen Geländewagen an. Die Top-Ausstattung und das gute Platzangebot machen den Outlander zum idealen Familienwagen und Langstreckenfahrzeug. Sehr gut gelungen ist auch der 2,2 Liter Dieselmotor, der sehr viel Kraft in Kombination mit einem niedrigen Verbrauch bietet.

Was uns gefällt:

die überkomplette Ausstattung, der kräftige und sparsame Motor, der Fahrkomfort

Was uns nicht gefällt:

dass der Bordcomputer jeden Tag den Durchschnittsverbrauch zurücksetzt, dass der Schalthebel eine Spur zu weit hinten angebracht ist

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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