Mitsubishi Outlander Diamond Plug-in-Hybrid im Test

(11.09.2020) Für das Modelljahr 2020 hat Mitsubishi seinen Plug-in-Hybrid-SUV noch attraktiver und effizienter gemacht. Wir verraten, wie sich die Topversion im Test geschlagen hat.

Der Mitsubishi Outlander war eines der ersten Fahrzeuge in Österreich, die man auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb ordern konnte.

Im Laufe der letzten sechs Jahre hat Mitsubishi sein Flaggschiff immer weiter aufgewertet, so auch zum Modelljahr 2020.

Neben kleinen optischen Änderungen, die ihn wieder eine Spur moderner und hochwertiger wirken lassen, steht vor allem der neue Plug-in-Hybrid-Antrieb im Mittelpunkt.

Er bietet mehr Leistung, eine größere Batterie und somit auch mehr Fahrspaß und Effizienz. Preislich startet der Outlander Plug-in-Hybrid bei 39.995,- Euro, zur Zeit gibt es jedoch eine Aktion, die den Startpreis auf 32.995,- Euro senkt.

Topmodell mit guter Ausstattung

Für unseren Test haben wir jedoch das Topmodell gewählt, den Outlander PHEV Diamond. Um 53.995,- Euro blieben bei dieser Version kaum Wünsche unerfüllt.

Unter anderem gibt es im Topmodell schon Ledersitze mit elektrischer Verstellung für den Fahrer, ein elektrisches Glasschiebedach, ein Rockford Fosgate Premium Soundsystem mit 710 Watt Leistung, ein TomTom Navigationssystem, ein beheizbares Lederlenkrad, eine elektrische Heckklappe, eine 360-Grad-Kamera, einen adaptiven Tempomat und noch vieles mehr.

So ist der Outlander bei der Ausstattung am Puls der Zeit, als einzige Option hatten wir noch eine 680,- Euro teure Metallic-Lackierung an Bord.

Im Laufe der Jahre ist das Interieur immer hochwertiger geworden, aktuell überzeugt die Diamond-Version mit feinsten Lederbezügen mit Rautensteppung und einem schönen Mix aus Piano-Lack und Alu-Dekor bei den Zierelementen.

Auch Tacho und großer Touchscreen können überzeugen, man fühlt sich im Outlander auf Anhieb wohl.

Mitsubishi hat zudem auch schnell auf die Kritik bezüglich des Infotainmentsystems reagiert und hat nun serienmäßig wieder ein Navi an Bord. In früheren Jahrgängen war eine Navi-Funktion nur über eine Kopplung mit dem Smartphone möglich.

Trotz vieler Funktionen findet man sich rasch zurecht, auch wenn die Knöpfe für die einzelnen Funktionen weit über die Armaturenlandschaft und Mittelkonsole verteilt sind.

Viel Platz für alle Passagiere

Noch immer begeistern kann der Outlander wenn es um das Platzangebot geht. Man hat auf allen Plätzen viel Raum in jede Richtung, vor allem im Fond ist das bei Fahrzeugen dieser Klasse nicht immer der Fall.

Das Kofferraumvolumen ist mit einem Fassungsvermögen von 463 bis 1.602 Litern für einen Plug-in-Hybrid auch noch sehr geräumig.

Die elektrische Hecklappe erleichtert die Beladung, und es gibt auch viele Ablagen im Innenraum und praktische seitliche Fächer im Kofferraum.

Bei der Motorisierung setzt Mitsubishi beim Outlander PHEV auf die Kombination aus einem 2,4 Liter-Benzinmotor mit 135 PS (99 KW) und zwei E-Motoren. Der vordere E-Motor kommt auf eine Leistung von 82 PS (60 kW), der hintere sogar auf 95 PS (70 kW).

Die Systemleistung gibt Mitsubishi mit 224 PS (165 kW) an, ein Systemdrehmoment hat man leider nicht verraten.

Der Verbrennungsmotor liefert aber bei 4.500 U/Min ein maximales Drehmoment von 211 Nm, und die E-Motoren liefern vom Start weg 137 Nm und 195 Nm.

In der Praxis hat man so wirklich viel Schubkraft zur Verfügung, vor allem zum Start und wenn es darum geht, aus mittleren Geschwindigkeiten flott zu beschleunigen.

Harmonische Beschleunigung

So passt auch die CVT-Automatik sehr gut zum Fahrzeug, das man durch die Unterstützung der E-Motoren deutlich harmonischer beschleunigen kann. Der Benzinmotor verweilt damit nicht mehr so lange und aufdringlichen in hohen Drehzahlregionen.

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen 10,5 Sekunden, was sich in der Praxis flotter anfühlt, als man es am Papier vermuten würde.

Wer rein elektrisch unterwegs sein möchte, der kann dies bis zu einer Geschwindigkeit von 135 km/h tun, danach schaltet sich auf jeden Fall der Benzinmotor hinzu, und man ist bis zu 170 km/h schnell unterwegs.

Der Fahrer kann auch aus verschiedenen Fahrmodi wählen, einer davon ist für das rein elektrische Fahren zuständig. Mit dem Save-Modus kann man auch den Saft der Batterien für einen späteren Zeitpunkt aufheben.

Wer zum Beispiel in eine Umweltzone fährt, kann so bis dahin die E-Kapazität speichern und erst dann konsumieren.

Aber auch ein Sport-Modus steht zur Verfügung und verhilft dem Outlander durch die maximale Ausrichtung auf Fahrspaß zu noch mehr Dynamik.

Allradantrieb sorgt für gute Traktion

Dank dem Allradantrieb wird die Kraft auch jederzeit perfekt auf die Straße gebracht. Man ist auch auf Feldwegen und in leichtem Gelände noch sehr gut mit dem Outlander aufgehoben.

Durch den tiefen Schwerpunkt verfügt der Outlander auch über eine sehr gute Straßenlage, ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Die Federung bügelt perfekt die Verfehlungen der Straßenmeisterei aus, und man gleitet über Schlaglöcher dahin, ohne jedes Loch im Rücken zu spüren.

Trotz seiner Länge von 469,5 cm ist der Outlander auch sehr wendig, wenngleich die Lenkung für unseren Geschmack eine Spur direkter sein könnte.

Wer seinen Gasfuß zügelt, wird auch die vom Werk versprochene elektrische Reichweite von 46 Kilometern erreichen, was wir auch geschafft haben.

Die 2,0 Liter Benzinverbrauch pro 100 Kilometer konnten wir dennoch nicht realisieren, nach 100 Kilometern hatten wir einen Durchschnittsverbrauch von 3,7 Litern. Wer die Batterien nicht auflädt und nur im Hybrid-Modus unterwegs ist, sollte je nach Einsatzgebiet mit 5 bis 7 Litern Verbrauch rechnen.

Der Mitsubishi Outlander kann auch mit einer sehr guten Sicherheitsausstattung aufwarten und ist so noch immer am Puls der Zeit. Er ist auf jeden Fall eine interessante Alternative am Plug-in-Hybrid-Markt und kann mit einer luxuriösen Ausstattung und viel Platz auch Familien ansprechen.

Was uns gefällt:

Der neue Look, die luxuriöse Ausstattung, das Platzangebot, der Allradantrieb, die Straßenlage, der Fahrspaß

Was uns nicht gefällt:

 Die E-Reichweite könnte höher sein, bei Verwendung des Navis ist der Bordcomputer nicht aufrufbar 

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 2
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2

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