Testbericht: Nissan Qashqai Tekna+ 1,3 DIG-T Mild-Hybrid
Die dritte Generation des Nissan Qashqai zeigt sich noch dynamischer. Wie der Qashqai sich fährt und was er kann, verraten wir in unserem Test.
Mit dem Qashqai hat Nissan im Jahr 2007 eine Erfolgsstory gestartet, die auch mit der neuen dritten Generation des kompakten SUV nicht enden soll.
Optisch ist der neue Qashqai eine gelungene Weiterentwicklung der zweiten Generation. Auch wenn er deutlich moderner und dynamischer geworden ist, so kann der den Stil des Vorgängers dennoch weiter zeigen.
Während sich die Frontpartie mit dem typischen V-förmigen Kühlergrill und den markanten Leuchteinheiten dynamischer präsentiert, wirkt das Heck mit seinen geschliffenen Kanten jetzt noch eleganter.
Nissan hat bei der Entwicklung sehr viel Wert auf Komfort und Nachhaltigkeit gelegt, wobei zum Start nur zwei 1,3-Liter DIG-T-Benzinmotoren zur Wahl stehen.

Für unseren Test haben wir die stärkere Ausführung mit 158 PS (116 kW) in Kombination mit einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe und der Top-Ausstattungslinie Tekna+ gewählt.
Im Listenpreis von 41.411,- Euro fehlt es einem wirklich an nichts mehr, lediglich die Zweifarblackierung um 1.432,56 Euro war noch an Bord. Der Gesamtpreis liegt damit bei 42.843,45 Euro.
So ausgestattet mangelt es weder an Komfort- noch Sicherheitsfeatures. Unter anderem verwöhnte der komfortable Japaner schon mit Voll-LED-Scheinwerfern, einem 10,8“-Head-up-Display , Ledersitzen mit elektrischer Verstellung vorne und Massagefunktion für den Fahrer, einem Panorama-Glasdach, dem ProPilot-System mit adaptivem Tempomaten, einem Bose-Soundsystem, einem 12,3“-Digitaltacho und einem 9“-Touchscreen inkl. Navi.

Schön gestaltetes Interieur
Das Interieur zeigt sich um diesen Preis auch von einer sehr hochwertigen Seite , sowohl was die Materialauswahl, als auch das Design betrifft.
Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Qashqai deutlich erwachsener geworden. Der neue Digitaltacho hat uns ebenso gefallen wie der einfach zu bedienende Touchscreen. Nissan hat sogar praktische Drehknöpfe und eine getrennte Klimaregelung beibehalten.
Dies erleichtert die Bedienung ungemein und lenkt nicht so vom Verkehr ab, wie Systeme, bei denen man alles nur noch über den Touchscreen steuern kann.

Auch das neue Lenkrad mit den Multifunktionstasten hast uns im Test mit einer griffigen Gestaltung und logischen Anordnung der Tasten überzeugt.
Das Head-up-Display informiert den Fahrer zusätzlich über alles Wichtige, und so fühlt man sich im Qashqai richtig gut aufgehoben.
Bequeme Sitze runden das Wohlfühlambiente ab, der Fahrer kann sich sogar über eine Massagefunktion freuen. Nicht ganz optimal ist aber, dass die Mittelarmlehne nicht verschiebbar und etwas weit hinten positioniert ist.

Viel Platz für Passagiere
Das Platzangebot geht ebenfalls in Ordnung, selbst in der zweiten Reihe ist noch genug Raum in jede Richtung übriggeblieben.
Nur durchschnittlich groß ist jedoch das Kofferraumvolumen, je nach Ausführung stehen 436 bis 1.447 Liter Fassungsvermögen bereit. Für den Familienurlaub sollte dies ausreichen, die elektrische Heckklappe ist zudem sehr praktisch.
Im Kofferraum befinden sich zudem zwei Trennböden , die, wenn sie angebracht sind, eine ebene Ladefläche ermöglichen. Entfernt man sie, hat man mehr Platz, aber eine tiefere Ladekante.
Für eine gute Mischung aus Fahrspaß und Effizienz soll laut Nissan auch der 1,3-Liter DIG-T-Benziner mit Mild-Hybrid-System sorgen.

Die Leistung liegt bei 158 PS (116 kW), und der Motor liefert zwischen 1.800 und 4.000 U/Min ein maximales Drehmoment von 260 Nm .
Gleich nach dem Start fällt einem die grandiose Geräuschdämmung auf, die sich auch bei voller Beschleunigung oder hohem Autobahntempo nicht ändert. Hier zeigt der Qashqai wirklich Luxusklasse-Niveau. Es dringen weder Motor- noch Abroll- oder Windgeräusche in den Innenraum vor.
Spürbares Turboloch
Der Motor selbst hat leider eine spürbare Anfahrschwäche . Erst nach einer Gedenksekunde, wenn das Turboloch überwunden ist, geht es mit viel Elan zur Sache.
Das Turboloch stört auch beim Zwischensprint, da die Gänge recht lang übersetzt sind und man dadurch oft in einem recht niedrigen Drehzahlbereich unterwegs ist. Wer auf Steigungen flott vorankommen möchte, der muss fleißig schalten.

Zum Glück lassen sich die 6 Gänge sehr leicht und über kurze Wege sortieren, wodurch dies nicht ganz so schlimm ist.
Wer die volle Leistung abruft, sprintet in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 206 km/h schnell unterwegs. Sehr angenehm ausgelegt sind auch Fahrwerk und Federung.
Der neue Qashqai ist eindeutig auf viel Komfort getrimmt worden. Bodenunebenheiten werden perfekt weggefiltert, dennoch liegt der geräumige SUV noch sehr gut auf der Straße.
Hier haben die Techniker wirklich ganze Arbeit geleistet und den Qashqai noch attraktiver als bisher bemacht.

Verbrauch geht in Ordnung
Nicht ganz so sparsam wie versprochen war aber der Verbrauch. Die 6,3 bis 6,5 Liter Durchschnittsverbrauch sind nur bei Verzicht auf jeden Fahrspaß in erreichbarer Nähe.
Wir sind im Schnitt bei durchaus gemütlicher Fahrweise auf 7,1 Liter pro 100 Kilometer gekommen. Damit ist der Qashqai zwar kein Säufer, aber Sparwunder ist er auch keines.
Wie es sich für ein neues Fahrzeug dieser Klasse gehört, verfügt der Qashqai auch über jede Menge Assistenzsysteme. Auch ein Tempomat , der zum Vordermann Abstand und selbst die Spur hält, ist an Bord.
In der Praxis ist der autonome Lenk-Assistent aber nicht unbedingt ein angenehmer Begleiter, vor allem auf kurvigen Autobahnetappen. Hier zerrt es die ganze Zeit an der Lenkung, und es hat auch schon mal die Warnung für das Verlassen der Fahrspur aufgeblinkt, obwohl das System die Steuerung übernommen hat.

Somit ermahnt es sich also auch mal selbst, nicht den Fahrer, der nur das Lenkrad festhält und gar nicht lenkt. Kurzum: ein sehr verzichtbares Feature , das aber serienmäßig an Bord ist – so wie bei den meisten anderen Autos auch.
Der neue Nissan Qashqai hat in unserem Test aber dennoch eine sehr gute Figur gemacht. Er ist erwachsener geworden und kann mit viel Luxus und Komfort aufwarten, zudem hat uns das Design innen wie außen gut gefallen.
Was uns gefällt:
Das Design, die Ausstattung, das Preis/Leistungsverhältnis, das Cockpit, der Fahrkomfort, die Geräuschdämmung
Was uns nicht gefällt:
Manche übereifrige Assistenzsysteme, die nicht verschiebbare Mittelarmlehne
Testzeugnis:
Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum : 3
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 1-
Tipp: Mehr Nissan News und Tests sowie die Nissan Händler in Österreich finden Sie hier.
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