Nissan X-Trail Automatik Testbericht

(07.08.2015) Der neue Nissan X-Trail ist auch mit einem stufenlosen Automatikgetriebe "Xtronic" erhältlich. Wir haben ihn jetzt getestet.

Die neue Generation des X-Trail erfreut sich schon großer Beliebtheit. Im Vergleich zum Vorgänger kann der neue X-Trail mit einem wesentlich dynamischeren Design und noch mehr Platz aufwarten. Auch die optische Verwandtschaft zum Qashqai lässt viele Kunden dann doch zum größeren Bruder greifen, der auf Wunsch bis zu sieben Personen Platz bietet.

Nachdem schon der Diesel mit Allradantrieb und manueller Schaltung in unserem Test gut gefallen hat, haben wir diesmal den X-Trail mit Frontantrieb in Kombination mit der stufenlosen Automatik "Xtronic" zum Test geladen. Der Listenpreis dieses Modells in der Top-Ausstattungslinie "Tekna" liegt bei 40.271 Euro, beinhaltet aber schon eine überaus üppige Serienausstattung.

Unter anderem sind schon elektrisch verstellbare Ledersitze, 19"-Alufelgen, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein autonomer Notbremsassistent, eine Spurverlassenswarnung, LED-Scheinwerfer, ein Fernlichtassistent, eine Einparkhilfe vorne und hinten, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, ein Panorama-Glasschiebedach, eine elektrische Heckklappe, ein Audiosystem mit 6 Lautsprechern und ein Tempomat mit an Bord. Optional hatte unser Testfahrzeug noch das NissanConnect Navi inkl. Safety Shield und eine Metallic-Lackierung dabei. Der Gesamtpreis liegt damit bei 42.149 Euro.

Der X-Trail bietet um diesen Preis schon einen überaus luxuriösen Innenraum, der auch sehr modern wirkt und mit einer guten Qualitätsanmutung überzeugen kann. Der Mix aus Chrom- und Pianolack-Zierelementen und Leisten im Carbon-Look vermittelt dabei einen sportlichen Touch. Zudem wirkt alles bis ins kleinste Detail durchdacht, so zum Beispiel auch die Lüftungsdüsen in den Getränkehaltern, die auch im Sommer kühle Getränke garantieren. Man findet sich sehr schnell zurecht, auch wenn es viele Funktionen gibt. Lediglich das große Kommunikationsbedürfnis des X-Trails, wo bei jeder Gelegenheit ein Piepsen losgelassen wird, nervt auf Dauer etwas.

Grund zur Freude bietet dafür dann wieder das absolut großzügige Platzangebot, vor allem bei den Versionen mit 5 Sitzplätzen. Alle Passagiere können sich über viel Kopf- und Kniefreiheit freuen. Sehen lassen kann sich auch das Kofferraumvolumen, welches von 550 bis 1.982 Liter reicht und so schon an manchen Van heran kommt. Die elektrisch betätigte Heckklappe erleichtert das Beladen, wenn man beide Hände voll hat. Viele Ablagen im Innenraum runden den positiven Gesamteindruck weiter ab.

Für jene, die auf ein hohes Maß an Fahrkomfort wert legen, ist der 1,6 Liter-Dieselmotor in Kombination mit der X-Tronic sicher eine gute Wahl. Der Motor verfügt über eine Leistung von 130 PS (96 kW) und ein maximales Drehmoment von 320 Nm, welches bei 1.750 U/Min bereit steht. Gleich zum Start muss man zwar ein Turboloch überwinden, dann hängt der Motor aber gut am Gas und ermöglicht ausreichende Fahrleistungen. In 11,4 Sekunden sprintet man bei voller Beschleunigung von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h.

Zur großen Überraschung erledigt auch die Xtronic ihre Arbeit sehr gut. Die für stufenlose Automatikgetriebe typischen Nachteile werden von der neuen Getriebegeneration des X-Trail weitgehend ausgemerzt. Dank der virtuellen sieben Gänge bleibt das Drehzahlniveau bei voller Beschleunigung nämlich nicht kontinuierlich im obersten Drehzahlbereich, sondern man nimmt so etwas wie leichte Schaltvorgänge war. In Kombination mit der guten Geräuschdämmung wirkt die Xtronic dadurch nicht so aufdringlich, wie man es sonst von Autos mit CVT-Getriebe gewohnt ist. Bei gemütlicher Gangart bietet das Getriebe ohnedies den Vorteil einer kontinuierlichen Kraftentfaltung ohne das Ruckeln von Schaltvorgängen.

Die Automatik lässt allerdings den Verbrauch etwas nach oben schnellen. Laut Werk sollte der X-Trail mit Xtronic im Vergleich zum Allradler mit manueller Schaltung mit 5,1 Liter Verbrauch rund 0,2 Liter sparsamer sein. In der Praxis haben wir aber mit einem Verbrauch von 7,2 Liter um knapp einen Liter mehr benötigt als bei unserem Test mit dem manuell geschalteten Allradler.

Beim Fahrkomfort kann der X-Trail wieder auf ganzer Länge überzeugen und mit einer überaus komfortablen Abstimmung auch auf langen Strecken begeistern. Auch wenn der Allradantrieb fehlt, bringt der X-Trail seine Kraft sehr gut auf die Straße und verfügt trotz komfortabler Abstimmung über eine sehr gute Straßenlage. Mit dem X-Trail kann man enge Kurven sicher flotter nehmen, als man es ihm zutrauen würde.

Dank der leichtgängigen und direkten Lenkung bleibt der 464 cm lange X-Trail aber auch sehr wendig und kann vor allem mit der im Navi-Paket enthaltenen 360 Grad-Rundumsicht auch auf engem Raum mit einer guten Übersichtlichkeit überzeugen. So kann man wirklich millimetergenau rangieren und Objekte wahrnehmen, die man sonst nicht sehen würde. Auch die anderen Sicherheitssysteme helfen dem Fahrer auf seinen täglichen Wegen und machen den X-Trail zu einem sehr sicheren Vertreter seiner Klasse.

So kann auch der X-Trail mit Xtronic in unserem Test begeistern und mit viel Platz, einer überaus üppigen Serienausstattung und einem hohen Maß an Sicherheit aufwarten. Der 130 PS starke Diesel ist zudem eine sehr vernünftige Motorisierung, die genug Kraft für alle Tage bietet, dabei aber steuerlich noch erschwinglich bleibt. Die Xtronic hat zudem mit mehr Vorzügen wie Nachteilen überrascht und passt somit auch sehr gut zum großen SUV von Nissan.

Was uns gefällt:

das Design, die Ausstattung, der Fahrkomfort, das Platzangebot

Was uns nicht gefällt:

der Verbrauch

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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