Opel Crossland im Test

(06.05.2021) Der frisch geliftete Opel Crossland tritt zu unserem Test in der sportlichen GS Line-Ausstattung und mit 110 PS starkem Benziner an.

Bei Opel geht die Runderneuerung der Modellpalette flott voran, jetzt zeigt sich auch der Crossland in neuem Outfit.

Im Zuge des Facelifts hat er den Zusatz „X“ im Modellnahmen verloren, dafür aber als zweites Opel-Modell nach dem Mokka das neue Vizor-Design der Frontpartie erhalten.

Damit wirkt er jetzt deutlich moderner und präsentiert sich von einer ganz neuen Seite. Die Heckpartie zeigt sich nur leicht adaptiert mit neuem Rückleuchtenlayout.

Für einen sehr sportlichen Touch sorgt die GS Line-Ausstattung, die wir bei unserem Testfahrzeug hatten. In Kombination mit dem 110 PS starken Benzinmotor liegt der Preis bei 24.699,- Euro.

In der GS Line-Ausstattung sind schon eine Dachreling in Silber, eine zweifarbige Lackierung, 17“-Alufelgen, LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, eine Einparkhilfe hinten und ein Infotainmentsystem mit an Bord.

Unser Testfahrzeug hatte noch eine verschiebbare und im Verhältnis 60:40 klappbare Rücksitzbank, das Park & Go-System, Velour-Fußmatten, eine ausziehbare Oberschenkelauflage, einen 8-fach einstellbaren Beifahrersitz, ein schwarzes Dach mit roten Dekorstreifen, spezielle 17“-Alufelgen, das Multimedia Navi Pro und den Frontkollisionswarner mit an Bord. Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 28.480,- Euro.

Der Innenraum zeigt sich ebenfalls von einer sehr sportlichen Seite, vor allem die komfortablen Sportsitze in einer Stoff/Lederkombination und die vielen roten Zierelemente frischen das Cockpit sehr auf.

Schön gestalteter Innenraum

Der Crossland kann zudem mit einem Mix aus klassischem Tacho und einem Touchscreen mit sehr moderner Kartendarstellung aufwarten.

Zudem ist die Bedienung sehr einfach, und man findet sich schnell zurecht. Sogar eine 2-Zonen-Klimaautomatik ist an Bord, was in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit ist.

Der Innenraum bietet auch sehr viele Ablagen und eine 12-Volt-Buchse sowie zwei USB-Anschlüsse im unteren Bereich der Mittelkonsole. So kann man bequem sein Smartphone aufladen und noch zwei weitere Geräte verwenden.

Auch das riesige Handschuhfach bietet viel Platz zur Aufbewahrung für jede Menge Utensilien, die man so an Bord haben möchte.

Man findet auch sehr schnell eine bequeme Sitzposition und kann das griffige Lederlenkrad in jede Richtung verstellen. Eine Mittelarmlehne für den Fahrer rundet die komfortable Seite des Crossland weiter ab.

Für ein Auto seiner Klasse bietet der kleine Opel auch jede Menge Platz. Selbst in der zweiten Reihe können sich die Passagiere noch über viel Knie- und Kopffreiheit freuen.

Mit einem Kofferraumvolumen von 410 bis 1.255 Litern übertrumpft der Opel Crossland nicht nur so einige Mitbewerber, sondern auch manch deutlich größere Fahrzeuge.

Ideale Motorisierung

Zu unserem Test haben wir den Opel Crossland mit der mittleren Benzin-Motorisierung begrüßt. Der 1,2 Liter-3-Zylinder-Turbo hat eine Leistung von 110 PS (81 kW). Darüber rangiert der gleiche Motor mit 130 PS (96 kW), darunter der gleiche Motor jedoch ohne Turbolader mit 83 PS (61 kW).

Sein maximales Drehmoment von 205 Nm liefert der Turbo-Benziner bei 1.750 U/Min. Während es den 110 PS starken Benziner nur mit einer manuellen 6-Gang-Schaltung gibt, könnte man den stärkeren auch mit einer 6-Gang-Automatik ordern.

Zu dem sportlichen Charakter der GS Line-Ausstattung passt die manuelle Schaltung aber sehr gut. Die Gänge lassen sich butterweich wechseln, lediglich die Schaltwege sind etwas länger, als man es von einem sportlichen Auto erwarten würde.

Dafür ist der Motor in der Praxis deutlich agiler als man denken würde. Wir konnten zuerst gar nicht glauben, nur die 110 PS-Version und nicht den 130 PS starken Crossland ausgefasst zu haben.

Die 110 PS fühlen sich auf jeden Fall nach deutlich mehr an. Der Motor hängt in jedem Drehzahlbereich gut am Gas. So kann man auch aus Tempo 80 km/h nach dem Baustellenende auf der Autobahn ohne Zurückschalten noch flott auf Tempo 130 km/h beschleunigen.

Wer die volle Leistung abruft, sprintet in 10,9 Sekunden aus dem Stand heraus auf Tempo 100 km/h, was sich in der Praxis aber flotter anfühlt, als am Papier. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 187 km/h.

Wendig und sportiv 

Auch die Straßenlage und die direkte Lenkung haben uns positiv überrascht, der Crossland lässt sich deutlich flotter über kurvige Straßen bewegen, als wir gedacht hätten.

Wer die sportliche Ader des Opel Crossland nutzt, der wird aber mehr verbrauchen, als es das Werk mit einem Verbrauch von 5,7 bis 6,0 Litern pro 100 Kilometer verspricht.

Wir konnten dem sportlichen Charme nicht sehr oft widerstehen und sind auf einen Gesamtverbrauch von 6,5 Liter pro 100 Kilometer gekommen.

Der Crossland mach dabei sowohl in der Stadt mit seiner Wendigkeit als auch auf der Langstrecke mit seinem Komfort eine sehr gute Figur.

Die Geräuschdämmung ist für ein Auto dieser Klasse ebenfalls recht gut, lediglich bei Autobahntempo dringen Wind- und Abrollgeräusche verstärkt in den gemütlichen Innenraum vor.

Durch die hohe Bauweise und die großen Fensterflächen ist auch die Übersichtlichkeit hervorragend. Zusätzlich hatten wir auch noch eine Rückfahrkamera an Bord, die das Rangieren noch einfacher gemacht hat.

Bei der Sicherheitsausstattung merkt man dann, dass der Crossland schon ein paar Jahre am Buckel hat. Hier zeigt er sich nicht mehr ganz am neuesten Stand, und selbst den Frontkollisionswarner gibt es nur gegen Aufpreis.

Tolle Scheinwerfer

Sehr überzeugt haben dafür die neuen LED-Scheinwerfer, die auch in der Nacht für eine perfekte Ausleuchtung der Straße sorgen.

Das Facelift hat dem Opel Crossland auf jeden Fall sehr gut getan. Im Vergleich zum Vor-Facelift-Modell wirkt er deutlich stimmiger, vor allem was die Frontoptik betrifft.

Die neue Frontpartie im Opel Vizor-Design steht dem Crossland ausgesprochen gut und lässt ihn viel moderner als bisher wirken. Auch die sportliche Ausstattung passt gut zum Fahrzeugcharakter.

Zudem stimmt das Preis/Leistungsverhältnis, und der Crossland ist auch sehr geräumig, was bei Fahrzeugen dieser Klasse nicht immer der Fall ist.

Was uns gefällt:

Das neue Frontdesign, die Ausstattung, die Straßenlage, der Fahrspaß, die LED Scheinwerfer

Was uns nicht gefällt:

Die Sicherheitsausstattung, die nicht mehr ganz am neuesten Stand ist

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 3
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

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