Testbericht: Opel Mokka X

(17.03.2017) Der Mokka X bietet laut Opel "Premium-Innovationen der XTRA-Klasse". Welche Qualitäten der SUV tatsächlich besitzt, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Um tatsächlich in den Genuss aller Leistungen des Rüsselsheimer Hochbeiners zu kommen, haben wir uns den stärksten Benziner mit 152 PS in der Topausstattung "Innovation" geholt. Diesen bietet Opel derzeit zum Aktionspreis von 28.190 Euro an. In Sachen Sicherheit besitzt der Mokka X, den es in drei Varianten gibt, eine Rundumausstattung ab der Basis. Umfassenden Airbagschutz und Assistenzsysteme findet man also schon beim "kleinsten" SUV. In der mittleren Ausstattung "Edition" kommen dann in Verbindung mit dem Allrad das ESP Plus mit Bergabfahrhilfe und Nebelscheinwerfer hinzu.

Die Topausstattung hält zwar keine weiteren Technik- und Sicherheitsfeatures mehr parat, jedoch eine große Palette an zusätzlicher Komfortausstattung und Designelementen. Unter anderem finden sich hier drei umfassende Pakete. Das ist zum einen das Licht- und Sichtpaket, welches nicht nur über einen Fernlichtassistent, sondern auch über einen automatisch abblendenden Innenspiegel verfügt. Weiters bietet Opel einen automatischen Regensensor, der die Intervallgeschwindigkeit an die Regenstärke anpasst.

Um 1.269 Euro extra wurde unser Testfahrzeug mit dem neuen Adaptiven LED-Fahrlicht mit variabler Lichtverteilung für Stadt, Landstraße und Autobahn inklusive dynamischem Kurvenlicht ausgestattet. Je nach Geschwindigkeit ändert das Fahrzeug Lichtstreuung und Weite, sodass stets die wichtigsten Fahrbahnbereiche effizient ausgeleuchtet werden. Bei Ausflügen nach Großbritannien geht die Umstellung auf den Linksverkehr ebenso einfach. Während unserer Testzeit waren wir von der Lichtausbeute des Opel beeindruckt. Die Umstellungen erfolgen fast unmerklich, trotzdem blendet man nicht den Gegenverkehr.

Da der Mokka als SUV bauartbedingt beim Einparken nicht zu den Übersichtlichsten zählt, kommen die akustischen Parksensoren vorne und hinten gerade recht. Diese gehören zum zweiten Package, dem "Elektro-Paket". Unser Fahrzeug hält als Teil der Zusatzausstattung eine Rückfahrkamera parat, die zusätzlich den Einschlagwinkel des Lenkrads anzeigt. Im Alltag ist vor allem auf Supermarktparkplätzen eine Kamera sinnvoll, da man so leichter andere Einkäufer oder querende Autos wahrnehmen kann. Die elektrisch einklappbaren Außenspiegel, ebenfalls Teil des Elektro-Pakets, funktionieren auch bei abgestelltem Motor. Hier hat Opel einigen Herstellern etwas voraus, die dies nur bei laufendem Aggregat ermöglichen. Außerdem besitzt der Mokka X in der hinteren Bodenkonsole eine 230 V-Steckdose.

Bestandteil des Komfortpaketes sind die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die Mittelarmlehne für den Fahrer. Ansonsten freut man sich noch serienmäßig über das schlüssellose Schließ- und Startsystem und eine stark getönte Wärmeverglasung im Fond. Von außen optisch sichtbar sind die verchromten Fensterleisten.

Als besonderes Highlight der Optionsliste wäre die Lederausstattung Jasmin schwarz zu nennen. Obwohl sie mit 1.655 Euro extra zu Buche schlägt, ist sie unserer Ansicht nach eine Überlegung wert. Nicht nur, dass diese dem Mokka X das wahre Premiumfeeling im Innenraum verleiht, allein die Ergonomiesitze mit Gütesiegel wissen zu begeistern. Diese schmiegen sich richtig an den Körper an und lassen uns selbst längere Distanzen ermüdungsfrei bewältigen. Den Seitenhalt finden wir zwar nicht überwältigend, jedoch für Alltagsansprüche genug. Vierfach verstellbare Kopfstützen und Sitz- bzw. Lenkradheizung bieten echten Komfort.

Kunstlederverkleidungen an den Türen und am Armaturenbrett mit Ziernaht, dazu die richtige Menge an Chrom- und Klavierlackakzenten sowie eine wirklich angenehme Haptik lassen das Interieur sehr wertig erscheinen. Eine übersichtliche Instrumententafel gibt die notwendigen Informationen. Als zentralen Blickfang hat Opel das Navi 900IntelliLink Europa mit 8-Zoll Display verbaut, das mittels Apple Car Play Zugriff auf Smartphone-Apps erlaubt. DAB-Radio hat man ebenfalls an Bord. Das alles kann entweder per Touchscreen, via Lenkrad oder per Sprachsteuerung bedient werden.

Zusammen mit dem Opel Eye-Paket inklusive Frontkamera, Abstands- und Spurhalteassistent sowie Kollisionswarner und 19-Zoll-Felgen, die in der Winterausstattung nur 17-Zoll groß sind, sowie dem Schiebedach kostet unser Testfahrzeug 34.920 Euro. Kein kleiner Preis, jedoch in Anbetracht der gebotenen Features und der Ausführungsqualität gerechtfertigt. Laderiese wird der Kompakt-SUV mit seinen 4,28m Länge jedoch keiner. Seine umklappbaren Sitze erweitern das Platzangebot von 356 auf 1.372 Liter.

Der Turbobenziner hat zwar nur einen Hubraum von 1.399 Kubik, zeigt jedoch seine 152 PS sehr kraftvoll. Grund dafür ist das maximale Drehmoment von 245 Nm, welches der Opel in einem Bereich zwischen 2.200 bis 4.400 Umdrehungen entfaltet. In diesem Bereich schaltet auch die 6-Stufen-Automatik, welche akustisch angenehm unauffällig arbeitet. Diese gehört überdies beim 152 PS-Benziner zur Serie. Eine kleine Gedankenpause bei der Gasannahme macht der Turbo aber rasch wett. Von 0 auf 100 km/h eilt der Mokka X in 9,7 Sekunden. 193 km/h sind sein oberstes Geschwindigkeitslimit.

Die Topmotorisierung ist ausschließlich in Kombination mit dem Allradantrieb erhältlich. Opels intelligenter 4x4 ermittelt die Geschwindigkeit der Räder, um so vom Frontantrieb bei Bedarf die Antriebskraft auf alle vier Räder zu verteilen. So gestaltet sich das Fahren auf rutschigem Untergrund sicherer und angenehmer. Man braucht sich also nicht vor einem kleinen Abstecher abseits asphaltierter Straßen zu fürchten. Dazu passt hervorragend die Lenkung, welche präzise arbeitet und gerade in der Stadt durch ihre Leichtgängigkeit zum Rangieren einlädt. Bei höheren Geschwindigkeiten gibt sie dagegen genau das richtige Feedback, um ein kontrolliertes Fahrgefühl zu erleben.

Obwohl Opel mit seiner Start-Stop-Technologie die Verbrauchswerte seiner Motoren reduziert, pendelt der Bordcomputer bei unserem Testfahrzeug zwischen 8,6 und 9,5 Liter. Letzteres bei vorwiegendem Stadtbetrieb. Opel nennt den Durchschnittswert für den Drittelmix mit 6,4 Litern (für 17-Zoll Bereifung). Damit gehört der Mokka nicht zu den Spritsparwundern, schockierend ist dies in Anbetracht der PS-Zahl aber auch nicht.

Nach diesem Test können wir Opels Premium-Innovationen im Mokka X durchaus bestätigen. Gute Verarbeitungsqualität, tolle Features wie das Adaptive Fahrlicht oder die smarte Multimediaanlage überzeugen auch Skeptiker. Sobald sie im Opel Platz nehmen ohnehin. Selbstverständlich besitzt der Mokka X auch das neue Opel OnStar-System, damit man nicht nur im Notfall gut versorgt ist. Wer gerne den Überblick behält und trotzdem kein Schlachtschiff steuern möchte, sollte sich den Kompakt-SUV genauer ansehen.

Was uns gefällt:

Wertige Optik im Innenraum, Sitzkomfort, Motorleistung

Was uns nicht gefällt:

Gedankenpause beim Ansprechverhalten

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2-
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 1

TIPP: Mehr Opel News und Tests sowie die Opel Händler in Österreich finden Sie hier.

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