Peugeot 2008 GT-Line 1.6 Diesel im Test

(25.11.2016) Der frisch geliftete Peugeot 2008 zeigt sich sehr ausgereift. In unserem Test verraten wir, was der kleine SUV aus Frankreich alles kann.

Mit dem 2008 hat Peugeot einen sympathischen kleinen SUV im Programm, der im aktuellen Modelljahr optisch und technisch aufgewertet wurde. Neu ist dabei vor allem die leicht adaptierte Frontpartie, die jetzt noch bulliger, aber auch dynamischer wirkt. Ebenfalls zu erkennen ist der neue Modelljahrgang am geänderten Layout der Heckleuchten. Einen sportlichen Touch verleiht dem Peugeot 2008 die neue GT-Line-Ausstattung, die auf der Allure-Ausstattung aufbaut und optisch die Dynamik des 2008 unterstreicht.

Für unseren Test haben wir die GT-Line-Ausführung mit dem 1,6 Liter-BlueHDi kombiniert, wodurch sich eine gleichermaßen sportliche wie sparsame Mischung ergeben sollte. Preislich startet der überaus gut ausgestattete 2008 GT Line 1,6 BlueHDi 120 bei 24.950 Euro, hat aber schon ein Audiosystem, 2-Zonen-Klimaautomatik, Grip Control, abgedunkelte Seitenscheiben ab der B-Säule, Pedalerie in Aluminium, 17"-Alufelgen, Regen- und Lichtsensor, eine Einparkhilfe hinten und noch vieles mehr mit an Bord.

Optional hat unser Testfahrzeug noch mit der Perlmutt Weiss Metalliclackierung, dem Active City Brake & Sichtpaket, einer Rückfahrkamera, dem Navigationssystem Plug, beheizbaren Vordersitzen, einem CD-Monolaufwerk im Handschuhfach und einem 15"-Notrad verwöhnt. Der Gesamtpreis liegt mit diesen Extras bei 27.542 Euro und ist damit fair kalkuliert.

Von seiner sportlichen Seite zeigt sich der GT-Line nicht nur von außen, auch im Innenraum merkt man sofort, dass man es mit der sportlichsten Variante der Baureihe zu tun hat. Die Sportsitze mit Leder/Stoff-Bezug verfügen ebenso über rote Ziernähte wie das Lenkrad, die Fußmatten und die Türverkleidung. Dazu harmonieren Chrom-Zierelemente und Klavierlackeinlagen sehr gut. Das knuffig kleine Lederlenkrad des Peugeot i-Cockpit passt ebenfalls bestens zum sportlichen Charakter des vielseitigen Franzosen. Auch nach einigen Jahren wirkt das i-Cockpit noch überaus modern, dennoch muss man sich immer wieder an die Positionierung der Armaturen weit hinten und die weit in den Innenraum gezogene Mittelkonsole gewöhnen.

Am schwierigsten ist es dabei, eine Sitz/Lenkradposition zu finden, die zum einen angenehm ist und zum anderen den Blick auf die Armaturen ermöglicht, ohne dass das Lenkrad im Weg ist. Hat man mal alles so arrangiert, fühlt man sich aber sehr wohl. Die Bedienung aller wichtigen Funktionen über den 7"-Touchscreen funktioniert sehr gut und intuitiv. Zudem stehen viele Ablagen zur Verfügung, die den praktischen Nutzwert steigern. Das Platzangebot ist ebenfalls sehr zufriedenstellend, wenngleich groß gewachsene Fahrer mit dem Ellenbogen schon mit der B-Säule kollidieren und so kaum die Armlehne in den Türen genießen können. Dennoch steht im Fond noch ausreichend Raum zur Verfügung, und das Kofferraumvolumen kann sich mit 410 bis 1.400 Litern auch sehen lassen.

Der sportlichen Optik entsprechend sollte auch der 1,6 Liter-BlueHDi mit viel Fahrspaß aufwarten können. Die Leistung des 1,6 Liter-4-Zylinder-Dieselmotors liegt bei 120 PS (88 kW), und sein maximales Drehmoment von 300 Nm erreicht der Diesel schon bei 1.750 U/Min. Von unten heraus ist der 2008 damit sehr kraftvoll zu bewegen und sprintet bei Ausnutzung aller Kraftreserven in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h.

Das etwas lang übersetzte 6-Gang-Getriebe erfreut mit kurzen und knackigen Schaltwegen, zudem ist man auch bei Autobahntempo noch in einem sehr niedrigen Drehzahlbereich unterwegs, wodurch das Geräuschniveau im Innenraum sehr angenehm ist. Weniger erfreulich ist die lange Übersetzung beim Zwischensprint, wo dem 2008er merklich die Puste ausgeht, sofern man nicht fleißig nach unten schaltet. Erst dann nimmt der Diesel wieder freudig Fahrt an.

Gut gelöst hat Peugeot den Umstand, dass der 2008 trotz SUV-Optik nicht mit Allradantrieb erhältlich ist. Die im GT-Line serienmäßige "Grip Control" soll dieses Manko weitgehend ausmerzen und bietet für jeden Untergrund ein passendes Fahrprogramm. Der Fahrer kann via Drehrad zwischen den Vordersitzen die gewünschte Einstellung wählen, alle Systeme werden dann so optimiert, dass man bestmöglich voran kommt. Man hat dabei fünf verschiedene Modi zur Wahl, von normaler Straße, über Schneefahrbahn bis zu sandigem Untergrund reicht die Auswahl, mit der Peugeot den 2008 auch für alle Eventualitäten fit machen möchte.

Dass das System gut funktioniert, haben wir in unserem Test festgestellt. Bei voller Beschleunigung bei Nässe im Normalmodus haben die Räder häufig die Kraft nicht auf die Straße gebracht, der Schnee-Modus hat aber auch hier Abhilfe geschaffen und den Kraftverlust unter Kontrolle gebracht. Einzig beim Verbrauch zeigt sich der Peugeot 2008 BlueHDi nicht ganz so sparsam, wie es Peugeot verspricht. Die 3,7 Liter Durchschnittsverbrauch sind bei normaler Fahrweise kaum realisierbar. Wir sind im Schnitt auf 5,2 Liter pro 100 Kilometer gekommen, was in Ordnung geht, auch wenn der 2008 damit sicher kein Sparwunder ist.

Einen guten Mix aus Sportlichkeit und Komfort hat Peugeot auch bei Fahrwerk und Federung gefunden. Der 2008 fährt sich wirklich überaus angenehm, und man kann auch weite Strecken ohne Probleme absolvieren. Er ist also mit seinen kompakten Abmessungen nicht nur in der Stadt bestens aufgehoben, auch Langstreckenfahrten sind mit dem 2008 äußerst komfortabel zu absolvieren.

Die Länge von 416 cm in Kombination mit der hohen Sitzposition und den großen Fensterflächen vermittelt auch eine gute Rundumsicht über das Fahrzeug, wodurch Einparkmanöver sehr leicht sind. Hilfreich ist natürlich auch die optionale Rückfahrkamera, mit der man garantiert keine Hindernisse übersieht.

Das Facelift hat dem 2008 auf jeden Fall sehr gut getan, er wirkt im Detail deutlich verbessert und ist ein überaus souveräner Begleiter auf allen Wegen. Sein dynamischer Auftritt, die gute Ausstattung und viel Platz sprechen ebenso für den 2008 wie sein spritziger Motor.

Was uns gefällt:

Das Design, der Fahrspaß, die Ausstattung, der Motor

Was uns nicht gefällt:

Der Ellenbogenkontakt mit der B-Säule bei größeren Passagieren

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1-
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1-
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

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