Peugeot 4008 Testbericht

(09.11.2012) Der Nachfolger des 4007 kommt mit dynamischem Design und jeder Menge Luxus zum Kunden. Wir haben den eleganten Offroader getestet.

Wie schon beim Vorgänger steckt auch beim neuen Peugeot 4008 die Technik von Mitsubishi unter dem hübschen Blechkleid, die Basis teilt sich der 4008 mit dem Mitsubishi ASX und dem Citroen C4 Aircross. Optisch zeichnet sich der Peugeot 4008 durch markentypische Designelemente aus, die man schon bei den anderen neuen Peugeot-Modellen findet. Die Frontpartie wirkt beim 4008 sehr dynamisch, aber auch sehr robust und zeigt, dass es der 4008 auch abseits befestigter Straßen ernst meint.

Peugeot bietet den 4008 nur in der Top-Ausstattungslinie Allure an. Für unseren Test haben wir den 1,8 Liter HDI mit 150 PS gewählt, der am besten zu dem luxuriösen Franzosen mit japanischen Wurzeln passt. Der Listenpreis für den von uns getesteten 4008 liegt bei 34.090 Euro und beinhaltet schon ESP, ABS, 7 Airbags, das Handfree Entry & Drive System, eine Berganfahrhilfe, elektrische Fensterheber vorne und hinten, eine automatische Klimaanlage, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, ein CD-Radio mit sechs Lautsprechern, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Heckleuchten und LED-Tagfahrlicht sowie 18"-Leichtmetallfelgen.

Dennoch bietet die überaus komplette Ausstattung noch Raum für mehr. Unser Testfahrzeug hatte zusätzlich noch Metallic-Lackierung, ein Panoramaglasdach mit seitlichen LEDs und Dekordachreling, eine Alarmanlage, das HiFi-Navigationspaket mit 710 Watt Soundsystem und 9 Lautsprechern sowie das Lederpaket mit Ledersitzen, die vorne auch elektrisch verstellt und beheizt werden können. Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 41.395,96 Euro, der 4008 lässt dann aber auch kaum noch Wünsche offen.

Während die Außenoptik ganz auf französischen Chic getrimmt ist und das aktuelle Peugeot-Design widerspiegelt, hat man den Innenraum 1:1 von Mitsubishi übernommen. Lediglich das Peugeot-Logo erinnert daran, dass man in einem Peugeot und nicht in einem Mitsubishi sitzt.

Der Innenraum ist daher ganz auf Funktionalität getrimmt, lässt aber den französischen Charme vermissen. Alle Schalter und Elemente sind ebenfalls von Mitsubishi übernommen worden und auch das Navigationssystem, welches einfach zu bedienen ist, stammt aus Japan.

So ist auch das Raumangebot auf den japanischen Ursprung getrimmt, und man sitzt relativ hoch. Auf den Vordersitzen gibt es auch genug Platz für die Passagiere, im Fond wird es dann aber eine Spur enger. Auch das Kofferraumvolumen ist mit 416 Liter Fassungsvermögen nur durchschnittlich, kann aber durch Umklappen der Rücksitze auf 1.167 Liter vergrößert werden.

Die Mitsubishi-Gene haben aber auch ihre guten Seiten, der Peugeot 4008 verwöhnt im Innenraum mit vielen Ablagemöglichkeiten und Getränkehaltern, die man sonst von Peugeot in diesem Umfang nicht gewohnt ist. Auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen, im kompakten SUV von Peugeot ist alles so verarbeitet, wie man es sich wünscht.

Eine gute Wahl trifft man auch mit dem 1,8 Liter HDi Motor, der mit einer Leistung von 150 PS (110 kW) für ordentliche Fahrleistungen sorgt. Das maximale Drehmoment von 300 Nm steht zwischen 2.000 und 3.000 U/Min bereit. Darunter spürt man ein kleines Turboloch, welches einmal überwunden werden möchte. Danach hängt der 4008 aber gut am Gas und liefert ordentliche Fahrleistungen, wenngleich er dies auch mit einer etwas brummigen Untermalung tut. In 11,5 Sekunden erreicht man aus dem Stand die 100 km/h-Marke und ist bis zu 198 km/h schnell unterwegs.

Geschalter wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. Die Gänge werden über einen etwas langen Schalthebel sortiert, sind aber so übersetzt, dass auch Schaltmuffel zufrieden sein können. Selbst aus hohen Gängen kann der Allradler noch gut wegbeschleunigen und bietet auch auf der Autobahn genug Kraft. Nicht ganz so gut ist die Geräuschdämmung ausgefallen, vor allem bei Autobahntempo stören laute Abroll- und Windgeräusche.

Dafür ist man mit dem Peugeot 4008 auch abseits der befestigten Straßen gut aufgehoben. In der Mittelkonsole befindet sich ein Wählrad, mit dem der gewünschte Antriebsmodus ausgesucht werden kann. Neben 2WD stehen noch 4WD und 4WD-Lock zur Verfügung, womit der 4008 für jede Gelegenheit den passenden Antrieb bietet. Während man im 2WD-Modus sparsamer unterwegs sein kann, empfiehlt sich der Allradmodus bei schlechten Wetterverhältnissen oder im leichten Gelände.

Wer in etwas härteres Gelände möchte, kann dann mit dem 4WD-Lock den Modus mit erhöhtem Kraftfluss auf die Hinterachse wählen, mit dem auch schwierigere Passagen gemeistert werden können. Schon im 2WD-Modus liegt der Peugeot 4008 sehr gut auf der Straße, und man hat viel Fahrspaß. Die etwas straffere Federung passt dabei perfekt zur Gesamtauslegung des Fahrzeugs, Liebhaber von französischem Federungskomfort könnten aber enttäuscht werden. Guten Kontakt zur Fahrbahn vermittelt auch die Lenkung, die zudem sehr leichtgängig ist und somit auch beim Einparken gute Dienste leistet.

Durch die nach hinten hin ansteigende Fensterlinie glänzt der Peugeot 4008 nicht gerade mit der besten Übersichtlichkeit, dafür wird der Fahrer durch eine Einparkhilfe und die Rückfahrkamera beim Einparken unterstützt. Nach vorne hin ist die Übersichtlichkeit aber sehr gut, da die konturierte Motorhaube gut sichtbar ist und der Anfang des Wagens so recht genau abgeschätzt werden kann.

Seinen dynamischen Auftritt und den damit verbundenen Fahrspaß bekommt man dann auch an der Tankstelle präsentiert. Wer den charmanten Franzosen nicht ganz behutsam bewegt, wird nicht an die 5,6 Liter Normverbrauch heran kommen. Bei normaler Fahrweise und unter gelegentlicher Ausnutzung der Motorleistung haben wir im Schnitt 7,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer konsumiert.

Der Peugeot 4008 ist eine interessante Alternative bei den kompakten SUV. Die Mischung aus französischem Charme und der robusten Technik von Mitsubishi sind vielleicht nicht jedermanns Sache, doch durchaus einen Versuch wert. Mit seiner überkompletten Ausstattung und dem dynamischen Design kann der 4008 durchaus punkten, ebenfalls gut passt der spritzige Motor zu dem Offroader, der auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur macht.

Was uns gefällt:

das Design, die gute Ausstattung, der spritzige Motor

Was uns nicht gefällt:

das Interieur passt nicht zu Peugeot, die Geräuschdämmung könnte besser sein

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 2
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Ladefläche: 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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