Range Rover Evoque mit 249 PS im Test

(19.09.2019) Die zweite Generation des Range Rover Evoque hat sich jetzt in der mittleren Benzin-Motorisierung in unserem Testfuhrpark eingefunden. Wir verraten, was alles neu ist.

Mit dem Evoque hat Range Rover im Jahr 2011 einen Volltreffer gelandet und das kompakte Premium-SUV-Segment ganz neu aufgemischt. Lange Lieferzeiten prägten die erste Generation, die eine ganz neue Designlinie mit typischen Range Rover-Merkmalen verbunden hat. Den Technikern ist es gelungen, den Charme und die Geländegängigkeit des großen Range Rover in das kompakte SUV-Segment zu transferieren.

Die neue Generation zeigt sich jetzt optisch deutlich aufgefrischt und technisch am neuesten Stand. Während die Frontpartie mit markanten LED-Scheinwerfern stark an den Velar erinnert, präsentieren sich Heck- und Seitenansicht ganz im Stil des Vorgängers, nur deutlich moderner. Für unseren Test haben wir eine in dieser Klasse nicht ganz übliche Motorisierung gewählt und den Evoque mit dem neuen 2,0 Liter-Ingenium-Benzinmotor mit 2,0 Liter Hubraum kombiniert.

In der SE-Ausstattung, die schon eine Fülle luxuriöser Highlights bietet, kommt diese Version auf einen Listenpreis von 66.300 Euro.  Mit an Bord sind dabei schon 20"-Alufelgen, LED-Scheinwerfer mit LED-Signatur, Fernlichtautomatik, eine elektrische Heckklappe, Ledersitze mit 14-fach-Verstellung und Memory-Funktion für Fahrer und Beifahrer, das Touch Pro Duo Cockpit inkl. Navigationssystem Pro, das Parkhilfe-Paket und noch vieles mehr.

Für noch mehr Luxus sorgten in unserem Testfahrzeug ein Panoramadach, eine Heckklappe mit Gestensteuerung, Premium-Fußmatten, eine elektrisch verstellbare Lenksäule, der Innenrückspiegel mit ClearSight Smart View-Technologie, eine Ambiente-Innenraumbeleuchtung, Keyless Entry, das Surround-Kamerasystem inkl. ClearSight Ground View-Technologie, das Winterpaket, beheizbare Vordersitze und Nebelscheinwerfer. Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 71.444 Euro und unterstreicht den Premium-Charakter des Evoque sehr deutlich.

Gewohnt wohnlich und sehr luxuriös zeigt sich der perfekt verarbeitete Innenraum unseres Testfahrzeugs. Wie schon der Velar hat nun auch der Evoque die Kombination aus Digitaltacho und zwei Touchscreens in der Mittelkonsole bekommen. Im Vergleich zur ersten Generation muss man dabei die Navigationskarten loben, die nun endlich über eine der Preisklasse entsprechende Darstellung verfügen. Im unteren Touchscreen lassen sich Klima, Sitze, Fahrprogramme und sonstige Einstellungen steuern. Die zwei Drehräder sind dabei im jeweiligen Menü für andere Funktionen zuständig. Einfacher ist die Bedienung im Vergleich zum Vorgänger dadurch keinesfalls geworden, lediglich moderner.

Erhalten geblieben ist dem Evoque sein für ein Auto dieser Größenordnung sehr großzügiges Platzangebot. Selbst im Fond findet man trotz schnittigem Karosseriedesign noch viel Raum, zudem sind die Sitze auf allen Plätzen sehr bequem und voll langstreckentauglich. Das Kofferraumvolumen ist mit 591 bis 1.383 Litern auch wieder großzügig dimensioniert, die Sitze lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen.

Spannend ist die Kombination aus Evoque und neuem 2,0 Liter-4-Zylinder-Benzinmotor. Die Leistung der mittleren Ausbaustufe des Aggregats liegt bei 249 PS (183 kW) und liefert zwischen 1.300 und 4.500 U/Min ein maximales Drehmoment von 365 Nm. Die Schaltung erfolgt über eine fein schaltende 9-Gang-Automatik, die jederzeit den richtigen Gang parat hat. Der Motor gefällt mit einer angenehm zurückhaltenden Akustik, selbst bei hohem Tempo dringen kaum Motorgeräusche in den Innenraum vor.

Schon vom Start weg liefert der Motor viel Schubkraft, überzeugend sind auch die Fähigkeiten beim Zwischensprint. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 7,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Für ein Auto dieser Klasse bietet der Evoque auch eine perfekte Straßenlage. Selbst flott gefahrene Kurven meistert das doch recht hohe Fahrzeug sehr sportlich, und man hat nie das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Die sehr direkte Lenkung gefällt dabei auch mit einem guten Einschlag, wodurch man auch enge Parcours bravourös meistern kann, was auch im Gelände wichtig ist.

Überhaupt ist der Evoque der ideale Begleiter auf allen Wegen. Trotz aller Sportlichkeit ist er sehr komfortabel gefedert, und man macht vor der Oper eine genau so gute Figur wie im harten Gelände. Der neue Evoque verfügt über das Terrain Response-System der neuesten Generation, und der Fahrer kann Fahrprogramme für alle nur erdenklichen Untergründe wählen. Das System passt die gesamte Leistung dann genau auf den gewählten Untergrund an.

Für Fahrten im Gelände gibt es als Weltneuheit auch das optionale "Clear Sight Ground View"-System. Dank eines ausgeklügelten Kamerasystems erhält der Fahrer per Knopfdruck einen 180-Grad-Blick unter den Vorderwagen, was nicht nur im Gelände praktisch ist, sondern auch bei hohen Bordsteinen oder oft sehr ungünstig positionierten Deko-Steinen auf Supermarktparkplätzen. Zusätzlich kann auch der Innenspiegel zum Video-Bildschirm verwandelt werden und damit den klassischen Innenspiegel ersetzen. Das ist vor allem praktisch, wenn große Passagiere im Fond oder die Beladung den Blick nach hinten behindern.

Bei so viel Positivem muss irgendwann auch mal was Negatives kommen, und da sind wir auch schon beim Verbrauch. So viel Spaß der Motor auch bringt, der Verbrauch ist doch recht hoch. Schon nach WLTP soll der Evoque auf 9,9 Liter pro 100 Kilometer kommen, wir haben den Verbrauch aber nicht unter 11 Liter pro 100 Kilometer gebracht. Das bleibt aber auch der einzige Wermutstropfen in der sonst sehr positiven Gesamtbilanz. Der Evoque kann nämlich auch beim Thema Sicherheit punkten und hat serienmäßig oder gegen Aufpreis alles an Bord, was man sich derzeit wünschen kann.

Die zweite Generation des Range Rover Evoque ist also wieder ein durchaus gelungenes Auto, das vor allem mit viel Luxus und seinen enormen Offroad-Fähigkeiten punkten kann. Er ist eine konsequente Weiterentwicklung der ersten Generation und zeigt sich im Vergleich zum Vorgänger in fast jedem Punkt deutlich besser, hat dabei aber seinen typischen Charakter nicht verloren und ist auch auf Anhieb sofort als Evoque zu erkennen. Wer in dieser Preisklasse ein Auto sucht, trifft mit dem Evoque sicher eine gute Wahl, vor allem wenn er auch öfters abseits befestigter Straßen unterwegs sein möchte.

Was uns gefällt:

Das weiterentwickelte Design, die luxuriöse Ausstattung, der Fahrspaß, die Geländegängigkeit, die 9-Gang-Automatik

Was uns nicht gefällt:

Der Verbrauch, dass die Bedienung durch das Touch Pro nicht unbedingt einfacher geworden ist

 

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2

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