Renault Megane Grandtour E-TECH PHEV Edition One im Test

(08.04.2021) Mit dem Megane Grandtour E-TECH bietet Renault jetzt auch in der Kompaktklasse einen Kombi mit Plug-in-Hybrid-Antrieb an. Wir verraten in unserem Test, was für ihn spricht.

Renault war einer der Pioniere bei der Elektromobilität, hat dann aber viele Jahre die Konkurrenz ordentlich aufholen lassen. Jetzt ist Renault aber wieder voll im Rennen, und die Elektrifizierung der Modellpalette schreitet flott voran.

Eines der neuesten Highlights im Modellprogramm ist der frisch geliftete Megane Grandtour, der als E-TECH PHEV den Plug-in-Hybrid-Antrieb auch in die kompakte Kombiklasse bringt.

Das Facelift hat dem Megane Grandotur leichte optische Modifikationen gebracht, am besten ist er an der neuen Heckgestaltung mit den markanteren Rückleuchten zu erkennen.

Für unseren Test haben wir den Plug-in-Hybrid mit der Edition One-Ausstattung kombiniert, damit kommt man auf einen Listenpreis von 39.390,- Euro.

Im Preis enthalten ist aber schon eine sehr gute Basisausstattung inklusive 17“-Leichtmetallfelgen, Digitaltacho, Rückfahrkamera, Lederpolsterung, Multimediasystem Easy Link mit 9,3“-Touchscreen und Navi sowie ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz mit Massagefunktion.

Optional hat uns der Testwagen noch mit dem Bose Surround Soundsystem mit 10 Lautsprechern, den „Hightrek“-18“-Leichtmetallfelgen und der „Baltikum Grau“-Lackierung verwöhnt.

Der Gesamtpreis liegt mit den Extras bei 41.538,- Euro, was zwar in der Kompaktklasse kein Schnäppchen ist, im Vergleich zu anderen Plug-in-Hybrid-Kombis aber durchaus im Rahmen liegt.

Modern gestalteter Innenraum

Im Innenraum zeigt sich der Megane Grandtour E-TECH PHEV von einer sehr eleganten und modernen Seite. Auch nach einigen Jahren am Markt wirkt der Innenraum noch immer sehr modern.

Vor allem der 9,3“-Touchscreen im Hochformat und der neue Digitaltacho verleihen dem Interieur viel High Tech-Feeling.

Das Easy Link-Infotainmentsystem lässt sich zudem sehr intuitiv bedienen und verfügt über eine schöne Darstellung von Navikarten und Menüs.

Sehr praktisch ist auch, dass Renault nicht auf eine getrennte Steuerung für die Klimatisierung verzichtet hat. Dafür gibt es unterhalb des Touchscreens Drehräder und Tasten.

Auch sonst lässt sich alles sehr einfach und intuitiv bedienen, lediglich der hinter dem Lenkrad versteckte Satellit für die Radio-Bedienung bleibt uns ein Rätsel und wirkt wie ein Relikt aus vergangenen Tagen.

Und weil wir schon beim Meckern sind, möchten wir auch gleich den zweiten, aber auch letzten negativen Punkt im Innenraum erwähnen: Die Getränkehalter zwischen Fahrer und Beifahrer sind zwar praktisch, jedoch nicht tief genug ausgeformt. Größere Getränke neigen so sehr leicht zum Kippen.

Keinen Grund zur Klage gibt das Platzangebot, selbst in der zweiten Reihe hat man für ein Auto der Kompaktklasse noch viel Raum in jede Richtung.

Eingeschränktes Kofferraumvolumen

Etwas eingeschränkt zeigt sich aber der Kofferraum, der durch die Plug-in-Hybrid-Technik doch einiges von seinem sonst sehr großzügigen Volumen verliert. Statt 521 Liter stehen nur noch 389 Liter zur Verfügung.

Klappt man die Rücksitze um, kann man bis zu 1.372 Liter transportieren. Raumwunder ist der Kofferraum damit keines mehr, aber er bleibt einfach zu beladen und ist noch immer größer als bei so manchem normalen Kompaktfahrzeug.

Das Kofferraumvolumen sollte sich leicht entbehren lassen, wenn man die Effizienz und den Fahrspaß betrachtet.

Der Megane Grandtour wird aus der Kombination von 92 PS (68 kW) 4-Zylinder-Benzinmotor mit 1,6 Liter Hubraum und 67 PS (49 kW) Elektromotor angetrieben.

Die Systemleistung gibt Renault mit 159 PS (117 kW) an. Der Benziner liefert zudem bei 3.200 U/Min ein maximales Drehmoment von 144 Nm, der E-Motor liefert ab dem Start zusätzliche 205 Nm.

So verwundert es auch nicht, dass man gleich zum Start mit viel Elan davon sprintet. Es reicht schon ein kleiner Tipp aufs Gaspedal, um zügig voran zu kommen.

Wer die volle Leistung abruft, sprintet in 9,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 178 km/h limitiert.

Schaltung mit kleinen Schwächen

Die Schaltung erfolgt über ein 8-Gang-DHT-Getriebe. Das Getriebe ist aber leider nicht ganz so harmonisch wie der Rest des Fahrzeugs. Man verweilt recht oft auf einem hohen Drehzahlniveau, ohne dass die Automatik in den nächst höheren Gang schaltet, obwohl dies gut wäre.

Bis zu 54 Kilometer soll man rein elektrisch absolvieren können, was auch in der Praxis bei nicht allzu zügiger Fahrweise realisierbar ist. Wir sind auf knappe 50 Kilometer gekommen, was aber auch voll in Ordnung geht.

Der Verbrauch nach den ersten 100 Kilometern ist mit rund 3,8 Litern zwar etwas von den versprochenen 1,6 Litern entfernt, geht aber immer noch in Ordnung. Auch wer danach nicht gleich die Batterien an der Steckdose aufladen kann oder möchte, ist dennoch recht sparsam unterwegs.

Im Schnitt sind wir nach mehreren hundert Kilometern auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,7 Liter pro 100 Kilometer gekommen. Dabei haben wir auch nicht auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn verzichtet.

Der Megane Grandtour empfiehlt sich dank der wirklich komfortablen Abstimmung auch als ideales Reisefahrzeug. Flott gefahrene, kurvenreiche Strecken sind aber nicht so ganz das Wohlfühlgebiet des kompakten Kombis.

Man hat zumindest das Gefühl, dass man den Megane Grandtour schnell aus der Ruhe bringt, und er wirkt beim schnellen Richtungswechsel sehr nervös. Auch die Bremsen verlangen viel Feingefühl, sanfte Bremsvorgänge müssen erst gelernt werden.

Gegen Aufpreis sind viele Assistenzsysteme erhältlich

Bei der Sicherheitsausstattung zeigt sich der Megane mit dem Grundlegendsten versorgt, wer einen adaptiven Tempomat oder einen Spurhalteassistenten möchte, der muss diese Features jedoch extra ordern.

Sehr praktisch ist aber, dass einem der Megane den Abstand zum Vordermann in Sekunden am Tacho anzeigt. Auch die Pure Vision LED-Scheinwerfer, die serienmäßig in allen Versionen an Bord sind, können überzeugen.

Der Renault Megane Grandtour E-TECH PHEV hat in unserem Test gezeigt, dass er sich sehr effizient und mit viel Elan bewegen lässt. Die sehr komfortable Ausstattung und der moderne Look sprechen ebenfalls für den sparsamen Kombi.

So ist er auf jeden Fall eine interessante Option für jene, die einen kompakten Kombi suchen, aber dennoch die tägliche Kurzstrecke rein elektrisch absolvieren möchten.

Was uns gefällt:

Die Ausstattung, das Design, das moderne Cockpit, der Fahrkomfort, der Verbrauch

Was uns nicht gefällt:

Das geschrumpfte Kofferraumvolumen, das nicht sehr harmonische Getriebe, Schwächen beim Fahrwerk

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 2-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 3
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 3-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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