Skoda Octavia Combi Premium TDI im Test

(23.07.2020) Die neue Generation des Skoda Octavia zeigt sich deutlich geschärft und technisch aufgewertet. In unserem Test verraten wir, wie sich der Basis-Diesel im Alltag bewährt.

Der neue Skoda Octavia Combi besticht mit einem deutlich flotteren Design als bisher. Vor allem die geschärfte Front in Kombination mit den LED-Scheinwerfern im Stil des größeren Superb sticht dabei besonders hervor.

Das Heck zeigt sich ebenfalls von einer ganz neuen Seite, ist aber nicht ganz so unverwechselbar wie der Rest des Fahrzeugs.

Neben dem neuen Design soll der kompakte Skoda auch mit einer besseren Vernetzung, mehr Platz und noch mehr Effizienz aufwarten.

Für unseren Test haben wir die wohl vernünftigste Variante gewählt, die sicher auch in Fuhrparks zum Einsatz kommen wird.

Den Basis-Diesel mit 115 PS haben wir mit der Premium-Ausstattung kombiniert, die schon viele Goodies im Serienumfang bereit hält.

Im Listenpreis von 32.737,- Euro sind unter anderem schon eine 2-Zonen-Klimautomatik, LED-Heckleuchten, das Radio Navigationssystem Columbus mit 10“-Touchscreen, SmartLink, ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalteassistent, ein Ausweich-Assistent, eine elektrische Heckklappe, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem und noch vieles mehr an Bord.

Um noch mehr Glanz in unser Testfahrzeug zu bringen hatten wir noch die Titan-Blau Metallic-Lackierung, die Fahrprofilauswahl, ein Head-up-Display, eine 3-Zonen-Klimaautomatik, das Leder-Stoff-Interieur, 18“-Leichtmetallfelgen, das Premium Komfort-Paket, das Relax-Paket, abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule und eine 5 Jahre Skoda Plus Garantie dabei.

Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 38.190,64 Euro, bietet aber auch schon eine Ausstattung, bei der sich alle Passagiere rundum wohl fühlen. Zudem wirken die Materialien im Innenraum hochwertiger als beim Konzernbruder, dem VW Golf.

Der neu gestaltete Innenraum wirkt auch sehr aufgeräumt und dank digitalem Cockpit und gut positioniertem 10“-Touchscreen auch sehr modern.

Unterhalb des Touchscreens ist auch eine „Slide-Touch-Steuerung“ untergebracht, mit der sich manche Anwendungen, wie etwa die Lautstärke des Radios, bequem steuern lassen.

Der Touchscreen selbst gefällt mit einer schönen und klaren Darstellung von Menüs und Karten, die Bedienung ist jedoch nicht unbedingt einfacher als früher, als noch für die Klimatisierung Tasten und Drehregler zu finden waren.

Während man z.B. früher einfach auf den „Umluftknopf“ gedrückt hat, muss man jetzt erst einmal ins Klimamenü und dann noch in ein Untermenü, um die gleiche Aufgabe zu erledigen.

Durch den Entfall der separaten Klimasteuerung entsteht dafür im unteren Bereich der Mittelkonsole viel Platz, so dass man noch ein großes Fach mit induktiver Lademöglichkeit untergebracht hat.

Sehr schön gestaltet zeigt sich auch das digitale Cockpit, dessen einziges Manko nach wie vor ist, dass man keine Anzeige für das Licht untergebracht hat. Vor allem bei regnerischem Wetter, wo der Lichtsensor zu 90% nicht so reagiert wie er sollte, ist dies ein eindeutiges Sicherheitsmanko, welches einfach zu lösen wäre, aber auch bei der neuen Generation ignoriert wird.

Deutlich positiver stimmt uns wieder das Platzangebot, welches nach wie vor in dieser Klasse unschlagbar ist. Selbst im Fond hat man noch mehr Raum als in manchen Autos höherer Klassen, und das Kofferraumvolumen ist mit 640 bis 1.700 Litern Fassungsvermögen ebenfalls sehr groß.

Die elektrische Heckklappe mit Komfortöffnung erleichtert das Beladen zusätzlich, ebenso sind die vielen „Simply Clever“-Lösungen ein weiterer Pluspunkt des Octavia Combi.

Eine überraschend gute Wahl trifft man mit dem 2,0 Liter-TDI mit 115 PS (85 kW), der deutlich agiler ist, als man es ihm zutrauen würde.

Der Motor liefert zwischen 1.500 und 2.500 U/Min ein maximales Drehmoment von 300 Nm, wodurch man gleich vom Start weg recht agil lossprinten kann.

Das manuelle 6-Gang-Getriebe lässt sich leicht und über kurze Wege schalten, wodurch es perfekt mit dem Motor harmoniert. Auch die Übersetzung ist sehr gelungen, und man kann durch die hohe Schubkraft auch aus hohen Gängen heraus bei niedrigen Drehzahlen akzeptable Beschleunigungswerte erzielen.

Ruft man die volle Leistung ab, sprintet man in 10,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 205 km/h. Damit unterstreicht der Skoda Octavia auch am Papier, was man in der Praxis fühlt.

Manch andere Triebwerke mit mehr Leistung haben in unserem Test schon mit weniger Fahrspaß aufwarten können.

Lediglich wenn es darum geht, bei Steigungen noch viel Kraft zu mobilisieren, zeigt der TDI seine Grenzen auf und wirkt im oberen Drehzahlbereich etwas träge.

In der Summe der Eigenschaften kann man aber mit der Leistungsausbeute sehr zufrieden sein, vor allem da er trotz spritziger Fahreigenschaften sehr sparsam bleibt. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,7 Litern pro 100 Kilometern kann der Octavia Combi auch mit Hybrid-Fahrzeugen locker mithalten.

Laut Werk liegt der Verbrauch zwischen 4,5 und 5,1 Litern, wer also seinen Gasfuß etwas zügelt, wird vielleicht noch den einen oder anderen Zehntelliter sparen können.

Auch sehr gut gefallen haben uns Fahrwerk und Federung. Der Octavia Combi liegt souverän auf der Straße, bleibt aber sehr komfortabel. Wenn es darum geht, weite Strecken zu absolvieren, gefällt der Tscheche mit seinem gebotenen Komfort und auch einer guten Geräuschdämmung.

Eine direkte Lenkung und ein guter Einschlag machen den 468,9 cm langen Kombi auch sehr wendig. Die Rückfahrkamera erleichtert das Einparken zusätzlich.

Auf ganzer Länge überzeugen kann der Skoda auch bei der Sicherheitsausstattung. Neben dem adaptiven Tempomat und dem Spurhalteassistenten kann er vor allem mit den neuen Matrix-LED-Scheinwerfern glänzen.

Diese leuchten auch bei Nacht die Straße perfekt aus und verleihen dem Skoda eine markante Lichtsignatur.

Wer den Octavia in der von uns getesteten Konfiguration wählt, hat auf jeden Fall einen geräumigen, effizienten und sehr komfortablen Begleiter an seiner Seite.

Was uns gefällt:

Der Fahrkomfort, das Design, das Platzangebot, die Sitze, die Schaltung, der Motor, die Matrix-LED-Scheinwerfer, der Verbrauch

Was uns nicht gefällt:

Dass es keine Kontrolllampe für das Licht im Tacho gibt, dass die Bedienung via Touchscreen nicht immer einfach ist

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1-
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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