Toyota Corolla 2,0 Hybrid Touring Sport GR-S im Test

(01.10.2020) Hinter dem Kürzel GR-S steht Toyotas Motorsportschmiede Gazoo Racing. Was dies mit unserem Testfahrzeug zu tun hat, lesen Sie in diesem Bericht.

Toyota Gazoo Racing ist ein 100% Tochterunternehmen des Herstellers mit dem Hauptsitz in Köln. Seit den 70er-Jahren, damals noch unter dem Namen Toyota Team Europe bekannt, sorgen die Kölner für die Entwicklung und Produktion der Rennfahrzeuge, sei es im Rallyesport, auf der Rundstrecke oder bei den Langstrecken-Rennen.

Apropos Langstrecke: Gerade als das 24 Stunden Rennen von Le Mans das Wochenende begleitete, gab sich auch unser Toyota Corolla in der Kombiversion mit dem kleinen GR-Logo auf der Heckschürze sein Stelldichein.

Wer aber nun auf eine Kraftmaschine setzt, die geradezu nach der Rennstrecke schreit, muss hier doch dann noch auf den GR Supra warten, und für das Kurvenwetzen à la Sainz, Latvala und Co darf man auf den GR Yaris gespannt sein.

Optisch auf Sportlichkeit getrimmt

Denn der Corolla bleibt motorisch und fahrwerkstechnisch gegenüber seinen Brüdern unverändert. Sein Kürzel steht hier nur für ein optisch schärferes Stylingpaket, das aber dem biederen Familien- oder Außendiensttransporteur Rennsportflair angedeihen lässt.

Mit 36.630,- Euro ist der Einstiegspreis für die Ausstattungslinie GR-S in Kombination mit dem Zwei Liter Hybridaggregat des Kombis angesetzt. Da die Japaner in diese Ausstattung sehr viel hineinpacken, bedarf es nur mehr 3.300,- Euro Aufpreis, um beim Gesamtwert unseres Testfahrzeugs von 39.930,- Euro zu landen.

Besonders gut steht unserem Corolla die Bi-Tone-Lackierung in Perlmuttweiß und Schwarz. Dazu gibt’s schwarze Designelemente auf den Seitenschwellern und – wie es sich gehört – 18-Zöller aus der Sportabteilung. Schwarze Außenspiegel und abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule gehören ebenfalls zur GR-S Ausstattung dazu.

Die dynamische Linie hat der Corolla in der Kombiversion ohnehin. Fans der Langstreckenrennen wissen, es gibt Fahrer, die lieber in der Nacht fahren als bei Tag. Um uns im Nichtrennalltag die Nacht zum Tag zu machen, besitzt der GR-S serienmäßig Bi-LED-Scheinwerfer mit wirklich guter Ausleuchtung.

Aber auch im Innenraum setzt man bei der sportlichen Ausstattung schöne Akzente. Das GR-Logo prangt nicht nur auf den Chromeinstiegsleisten. Sein Lenkrad ist, wie der Schaltknauf für die Automatik, aus Leder gefertigt und liegt gut in der Hand.

Äußerst positiv hervorzuheben wäre der Sitzkomfort. Die speziellen Sportschalensitze in Teilleder gehen den idealen Weg zwischen Sport und Bequemlichkeit. Einerseits bieten sie einen sehr guten Seitenhalt, andererseits kann man mit ihnen problemlos Kilometer herunterspulen ohne mit Rückenschmerzen aussteigen zu müssen. Als Teil unseres Extra-Pakets gibt es für noch mehr Komfort eine elektrische Fahrerkreuzstütze sowie eine Sitzheizung für die Vordersitze.

Sportlicher Look auch im Innenraum

Die Schalter dafür wurden vor der induktiven Ladeschale gut versteckt (weil vielleicht nicht gerade designpreisverdächtig?). Ziernähte auf Sitz, Lenkrad und Schaltknauf gestalten ein stimmiges Interieur. Zusätzlich zeigen die Ambientebeleuchtung, das Design des Armaturenbretts, aber auch die kleinen Akzente in Silber und Schwarz glänzend, dass dem Wohlbefinden im Innenraum bei Toyota Vorrang gegeben wird. Lediglich das aufgesetzte 8-Zoll-Navi mit Touchscreen und Knöpfen zur Bedienung bleibt Geschmackssache.

Wohlbefinden gilt bei Toyota auf allen fünf Plätzen, denn er besitzt an allen Positionen genügend Platz für Kopf, Schultern und Beine. Sogar mit der vorderen Reihe müssen keine wirklichen Kompromisse eingegangen werden.

Toyota steht seit jeher für einen hohen Standard an Sicherheit und Innovation. Daher kommt neben dem serienmäßigen Toyota Safety Sense 2-Package mit adaptivem Tempomaten, Stau- und Spurverfolgung, Pre-Collision-System und automatischem Fernlicht bei unserem Testfahrzeug zusätzlich aus der Optionsliste das Safety- sowie das Driver Assist-Paket dazu.

Letzteres erleichtert uns den Zutritt per Keyless Entry und Start, besitzt einen Regensensor und einen automatisch abblendenden Innenspiegel. Außerdem verfügt unser Testfahrzeug damit über eine elektrische Heckklappe, die per Fußtritt unter den Stoßfänger geöffnet werden kann. Dahinter befindet sich ein 581 Liter großer Kofferraum, der dank der umklappbaren Sitze auf bis zu 1.591 Liter erweitert werden kann.

Als besonderes Highlight des Safety-Pakets ist der Rückraumassistent zu nennen, der den Bereich hinter dem Fahrzeug zum Beispiel beim Ausparken überwacht und vor querenden Einkaufswagerln und dergleichen warnt. Er nutzt die Sensorik des Tot-Winkelwarners, der ebenfalls mit an Bord ist.

Damit unser 4,65 m langer und ohne die Assistenzsysteme doch recht unübersichtliche Toyo heil und problemlos in jede Lücke schlüpfen kann, gibt es neben der Rückfahrkamera auch Parksensoren, die optisch und akustisch warnen. Sogar ein Parkassistent hilft bei Bedarf.

Sparsamer und spritziger Motor

Motorisch weiß der Zwei-Liter Hybrid-Motor mit seinen 180 System-PS durchaus zu überzeugen. Mit der Einstellung des „Drive bzw. EV-Mode“ kann man auf Wunsch rein elektrisch unterwegs sein. Ansonsten steuert sich das System selbsttätig. Wann welches Aggregat zum Zug kommt und wie beide miteinander am Vortrieb werkeln, merkt man in der Regel als Fahrer nicht, und so darf es auch sein. Lediglich das e-CVT Getriebe hört man beim richtigen Gasgeben dann doch.

Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Corolla Touring Sport in 8,1 Sekunden, und der Topspeed ist mit 180 km/h für die Straßen Österreichs mehr als ausreichend. Sogar eine höhere Beladung macht dem Japaner nichts aus. Hier merkt man das Gewicht lediglich etwas beim Bremsen.

Lenkung und Fahrwerk wurden bei unserem Toyota auf Komfort ausgelegt. Damit macht mit ihm nicht nur die kurze Strecke von A nach B, sondern auch ein längerer Ausflug richtig Spaß. Beim Verbrauch gibt der Hersteller 5,3 Liter im Durchschnitt vor, den wir ebenfalls unterschreiben können.

Insgesamt weiß der Corolla Touring Sport in der GR-S Ausstattung durchaus zu überzeugen, selbst wenn sich das GR-S nur auf das Styling bezieht. Aber wer weiß, vielleicht lässt man bei Toyota der guten alten WRC-Zeit zuliebe einmal einen echten GR Corolla in die Schauräume rollen.

Was uns gefällt:

GR-S Styling, Innenraum-Platzangebot, elektrische Heckklappe

Was uns nicht gefällt:

Sitzheizungsschalter passen nicht zum Design

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

Tipp: Mehr Toyota News und Tests sowie die Toyota Händler in Österreich finden Sie hier.

Weitere Infos zu Toyota unter www.toyota.at

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