Toyota Hilux 2,8D-4D DC 4WD Invincible AT im Test

(28.04.2021) In unserem Test mit dem frisch gelifteten Toyota Hilux verraten wir, ob er wirklich so unbesiegbar ist, wie es in großen Lettern auf seinem Heck steht.

Der Toyota Hilux ist seit 1968 fixer Bestandteil des Toyota-Modellprogramms, die 8. Generation ist seit 2015 am Markt.

Für das neue Modelljahr hat Toyota seinen Alleskönner aufgefrischt und ihn noch interessanter gemacht. Zu erkennen ist er vor allem an der neu gestalteten Frontpartie.

Diese verleiht dem robusten Pickup einen noch bulligeren Charakter. Der Hilux ist auch in vielen verschiedenen Varianten mit Single Cab, X-tra Cab und Double Cab sowie in vier Ausstattungslinien und zwei Motorisierungen erhältlich.

Für unseren Test haben wir das Topmodell, den Hilux 2,8 D-4D 4WD Invincible mit 6-Gang-Automatik-Getriebe, gewählt.

Der Listenpreis des 204 PS starken Pickups liegt bei 47.890,- Euro und beinhaltet schon eine sehr umfangreiche Basisausstattung.

Für einen großartigen Look sorgen die „Invincible“-Ausstattungsdetails, wie etwa die Kotflügelverbreiterung, die geänderte Frontstoßstange, der spezielle Kühlergrill und die 18“-Leichtmetallfelgen.

Luxus-Feeling gibt es serienmäßig mit Ledersitzen, Sitzheizung, einem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem, dem 8“-Toyota Touch 2 & Go-Navigationssystem und einer Klimaautomatik.

Tolle Sicherheitsausstattung

Damit man auch offroad weit kommt und viel Sicherheit genießt, sind das Toyota Safety Sense System inkl. adaptivem Tempomat, eine 100% Differenzialsperre hinten, eine Bergan- und Bergabfahrhilfe und eine Rückfahrkamera an Bord.

Für noch mehr Wohlbefinden und einen erhöhten Nutzwert haben eine Laderaumabdeckung, der Designbügel, eine Laderaumwanne, eine Anhängevorrichtung, Gummimatten, eine Metallic-Lackierung und das JBL Premium-Soundsystem gesorgt.

Der Gesamtpreis summiert sich mit den Optionen auf 54.826,- Euro, bietet aber schon jede Menge Auto fürs Geld.

Im Innenraum zeigt sich der Hilux in der Top-Ausstattung auch von einer sehr noblen Seite. Man würde nicht glauben, in einem Nutzfahrzeug Platz zu nehmen, wenn es nur nach der Optik geht.

Feinstes perforiertes Leder, Klavierlack-Optik und schöne Dekoreinlagen prägen das modern wirkende Cockpit. Auch die analoge Tachoeinheit gefällt mit einer edlen Darstellung der Armaturen.

Der 8“-Touchscreen lässt sich einfach bedienen und reagiert auch schnell auf Eingaben. Trotz vieler Tasten und Schalter findet man sich rasch zurecht. Der Fahrer kann so mittels einfachen Tastendruckes alle wichtigen Änderungen am Setup, dem Allradantrieb oder der Klimatisierung steuern.

In der Praxis sind die vielen Tasten immer noch übersichtlicher und schneller bedienbar, als wenn alles in gefühlt fünf Untermenüs am Touchscreen untergebracht ist.

Viele Ablagen und große Ladefläche

Der Innenraum bietet auch jede Menge Ablagen, und man fühlt sich wirklich sehr wohl. Das Platzangebot ist für Fahrer und Beifahrer ebenfalls großartig, im Fond geht es jedoch etwas enger zu, hier haben die Passagiere die große Ladefläche im Nacken.

Trotz allem Luxus ist der Hilux nämlich auch noch immer als robustes Arbeitstier zu gebrauchen. Auch in der Top-Ausstattung, die ein Eigengewicht von 2.355 Kilo auf die Waage bringt, kann man noch 855 Kilogramm Zuladung realisieren.

Als eines der wenigen Fahrzeuge am Markt schafft es der Hilux auch noch, eine gebremste Anhängelast von 3,5 Tonnen zu ziehen, was ihn sicher auch für Wohnwagen-Fans oder Pferde-Liebhaber zum idealen Zugfahrzeug macht.

Um mit soviel Zuladung zurecht zu kommen, ist der neue 2,8 Liter 4-Zylinder mit 204 PS (150 kW) geradezu die ideale Kombination.

Der Turbodiesel liefert zwischen 1.600 und 2.800 U/Min ein maximales Drehmoment von 500 Nm, womit man schon von unten heraus viel Kraft verspürt.

Sehr gut passt die 6-Gang-Automatik zum Charakter des Fahrzeugs, sie wechselt zwar nicht sehr schnell, dafür aber sehr sanft die Gänge.

Ruft man die volle Leistung ab, wird man von einem kernigen Klang des Dieselmotors begleitet, sprintet aber auch in 10,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, was für ein Auto dieser Größen- und Gewichtsklasse ein vorzüglicher Wert ist.

Gute Fahrleistungen 

Die Höchstgeschwindigkeit erreicht der 532 cm lange Pickup bei 175 km/h. Hat man einmal die gewünschte Geschwindigkeit erreicht, verrichtet der Motor sehr leise seine Arbeit, und der Innenraum bleibt dann auch bei Autobahntempo sehr geräuscharm.

Trotz des robusten Fahrzeugcharakters macht der Hilux auch auf der Autobahn als Langstreckenfahrzeug eine sehr gute Figur. Die Federung ist sehr angenehm ausgefallen, und er liegt deutlich besser auf der Straße, als man es ihm zutrauen würde.

Die Lenkung ist zwar nicht sehr direkt, dafür aber bestens für Offroad-Fahrten ausgelegt. Damit kommen wir nämlich schon zum nächsten Hilux-Highlight.

Im Vergleich zu vielen anderen Fahrzeugen ist der Hilux nämlich trotz allem Luxus auch ein waschechter Offroader geblieben. Der Fahrer kann den Allradantrieb noch nach Wunsch zuschalten, und es gibt auch eine Differenzialsperre für die Hinterachse.

Dank der hohen Bodenfreiheit kommt man so auch in härterem Gelände sehr gut voran und ist für jede Situation bestens gerüstet.

Wer so viel kann, der darf sich auch beim Sprit den einen oder anderen Liter mehr gönnen, wobei die vom Werk angegebenen 9,4 bis 9,5 Liter Verbrauch durchaus realisierbar sind. Wir sind bei unserem Test auf 9,7 Liter pro 100 Kilometer gekommen, haben uns aber auch wirklich oft von der enormen Schubkraft zu spritzigerer Fahrweise verleiten lassen.

Überzeugender Auftritt

Abgerundet wird das Ganze noch mit einer für diese Fahrzeugklasse sehr guten Sicherheitsausstattung. Der Hilux verfügt über LED-Scheinwerfer, einen adaptiven Tempomat, einen Spurwechselwarner und noch vieles mehr.

Dank der Bergab- und Berganfahrhilfe ist man zudem auch im Gelände jederzeit sehr sicher unterwegs.

Unser Test mit dem neuen Toyota Hilux hat auf jeden Fall bewiesen, dass der bullige Pickup wirklich unbesiegbar ist. Er vereint die Geländegängigkeit eines harten Offroaders mit dem Luxus eines noblen Pkw und der Ladeleistung eines Pickups.

Man hat also beim Hilux wirklich mehrere Fahrzeugklassen in einem Auto vereint und kommt zusätzlich auch noch flott voran.

Was uns gefällt:

die Innenraumgestaltung, das Design, der robuste Auftritt, der Fahrkomfort, das Toyota Touch 2 & Go-System, die Geländegängigkeit

Was uns nicht gefällt:

Das Fahrverhalten bei Nässe im 2WD-Modus

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 2
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Ladefläche : 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

Tipp: Mehr Toyota News und Tests sowie die Toyota Händler in Österreich finden Sie hier.

Weitere Infos zu Toyota unter www.toyota.at

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