Volvo XC70 D3 AWD Testbericht

(18.05.2012) Der Volvo XC70 ist einer der Mitbegründer der Oberklasse-Kombis im Offroad-Look. Wir haben die Sonderedition "Ocean Race" des frisch gelifteten Allradlers getestet.

Die Basis für den XC70 ist der Volvo V70, der als Oberklasse-Kombi mit vielen Qualitäten begeistern kann. Im Vergleich zum V70 erkennt man den XC70 an den rundum verlaufenden Rammschutzleisten, einer noch bulligeren Optik und der erhöhten Bodenfreiheit, die ihm auch abseits befestigter Straßen, in Kombination mit dem Allradantrieb, ein gutes Vorankommen ermöglicht.

Zu unserem Test haben wir den XC70 D3 mit dem 163 PS starken 5-Zylinder-Dieselmotor und Automatikgetriebe in der "Ocean Race"-Edition gewählt, der sich mit 49.340 Euro zu Buche schlägt.

Der XC70 Ocean Race verfügt dabei schon über eine äußerst komplette Ausstattung inkl. ESP, ABS, 6 Airbags, Nebelscheinwerfer, DSTC-Fahrdynamikregelung, Gepäckraumgitter, Tempomat, HDC, IDIS (Intelligentes Fahrerinformationssystem), Zwei-Zonen-Klimaautomatik, LED Ambiente-Beleuchtung, Start/Stopp-Knopf, 18"-Leichtmetallfelgen, Electric Silber-Metallic-Lackierung, Polsterung "Volvo Ocean Race" Leder, Aluminiumeinlagen im Ocean Race-Design und viele weitere Ocean-Race Logos.

Natürlich gibt es nach oben hin noch genug Platz, den Preis zu steigern, im Falle unseres Testautos waren noch das Business Pro-Paket, das Fahrerassistenz-Paket, das Familien-Paket, das Sicherheitskomfort-Paket, das Winter Pro-Paket, das Armaturenbrett in Leder, elektrisch anklappbare Außenspiegel inkl. Bodenleuchten, ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz, eine automatische Heckklappe, eine Standheizung, ein elektrisches Glasschiebe-/Hebedach und noch einiges mehr mit an Bord. Der Endpreis summierte sich dann auf 64.216,40 Euro, lässt dabei aber auch kaum noch einen Wunsch unerfüllt.

Der XC70 wirkt noch eine Spur robuster als der V70, jedoch nicht weniger exklusiv - ganz im Gegenteil. Die Ocean Race-Lederpolster sind aus einem sehr weichen und schönen Leder, die Sitze bieten aber trotzdem sehr guten Halt. In Kombination mit dem lederbezogenen Armaturenbrett und den Alu-Dekorelementen wirkt der Innenraum überhaupt sehr hochwertig, und auch die Verarbeitung passt zum Preis und Ambiente des Fahrzeugs.

Durch die etwas erhöhte Bodenfreiheit steigt man in den XC70 auch noch leichter ein, das Platzangebot ist dabei ebenso großzügig wie beim V70.

Ein großes Lob verdient sich der 575 Liter große Kofferraum, der mit jeder Menge Features zur Ladegutsicherung dienen kann. Neben der herkömmlichen Rollo zur Laderaumabdeckung verfügt der XC70 auch über ein praktisches Gitter, welches mit einem Handgriff vom Dachhimmel runter geklappt werden kann und so die Passagiere im Falle einer Notbremsung vor herumfliegenden Teilen aus dem Kofferraum schützt. Zusätzlich gibt es noch eine aus dem Ladeboden klappbare Mini-Wand, die mit einem Gummiband ausgerüstet Taschen oder Ladegut vor dem Verrutschen schützt.

Die elektrische Heckklappe erleichtert einem auch mit vollen Händen den Zugang zum Ladeabteil und rundet den positiven Gesamteindruck weiter ab.

Wer den XC70 mit dem 163 PS starken 5-Zylinder Dieselmotor kombiniert, hat zudem eine sehr vernünftige Motorisierung gewählt. Mit einem maximalen Drehmoment von 400 Nm, welches zwischen 1.500 und 2.750 U/Min bereit steht, hat man schon von unten heraus genug Kraft, und der XC70 kann so auch gut als Zugfahrzeug eingesetzt werden.

Dass der Motor im Vergleich zum V70 nicht mehr ganz so spritzig wirkt, liegt an der etwas erhöhten Bodenfreiheit sowie dem Allradantrieb und dem damit verbundenen Mehrgewicht. So vergehen für den Sprint von 0 auf 100 km/h 10,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h.

Natürlich hat der Allradantrieb aber auch sehr viele positive Aspekte. Neben dem besseren Vorankommen bei schlechtem Wetter und im leichten Gelände ist auch die Straßenlage des allradgetriebenen Volvos nochmals besser als bei der Version mit Frontantrieb.

Der XC70 liegt souverän auf der Straße, und trotz der höheren Bauweise merkt man keinerlei Kippneigung in schnell gefahrenen Kurven. Die 6-Gang-Automatik sortiert die Gänge zwar nicht ganz so ruckfrei wie in anderen Modellen, erledigt ihre Arbeit aber trotzdem sehr gut.

Auf keinen Fall verzichten sollte man auf das 1.980 Euro teure Fahrerassistenz-Paket, welches ein aktives Geschwindigkeits-/Abstandsregelsystem, "BLIS" (Blind Spot Information System) und einen Müdigkeitswarner beinhaltet. Vor allem der adaptive Tempomat ist eine angenehme Erleichterung auf langen Autobahnetappen. Im Vergleich zu den ersten Systemen arbeitet der Tempomat nun wesentlich schneller und beschleunigt das Fahrzeug, nachdem ein Hindernis den Weg geräumt hat, wieder recht flott auf die zuvor gewählte Geschwindigkeit.

Für ein gutes Handling sorgt dabei auch die angenehm direkte Lenkung und für eine gute Sicht die Dual-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, welche die Straße bei jeder Witterung sehr gut ausleuchten.

Trotz seiner Länge von 483,8 cm ist der Volvo XC70 recht handlich zu bewegen und bietet auch eine gute Rundumsicht, was das Einparken in engen Lücken erleichtert. Zur Sicherheit gibt es aber auch eine Einparkhilfe vorne und hinten, die auf Hindernisse und andere Fahrzeuge zuverlässig aufmerksam macht.

Beim Verbrauch kann der XC70 durch die erhöhte Bauweise und die nicht gerade für die Aerodynamik dienlichen Anbauteile dem V70 nicht das Wasser reichen. Im Schnitt hat sich unser Testfahrzeug rund 8,2 Liter pro 100 Kilometer gegönnt, was doch etwas von den vom Werk versprochenen 6,8 Liter entfernt ist.

Wer öfters bei schlechter Witterung und in tief winterlichen Bereichen unterwegs ist und den Allradantrieb benötigt, hat mit dem XC70 auf jeden Fall einen idealen Begleiter gefunden. Für jene, die auf den Allradantrieb und die Offroad-Optik verzichten können, ist aber der V70 die bessere Wahl, da er agiler ist und weniger verbraucht.

Was uns gefällt:

die perfekte Verarbeitung, das Ambiente im Innenraum, die Ladegutsicherung, das gesamte Sicherheitspaket

Was uns nicht gefällt:

der Verbrauch, der manchmal brummige Motorlauf

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1


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