Kongress „Ultraschall 2011“

(22.08.2011) Vom 26. bis 29. August 2010 findet im Austria Center Wien das das 35. Dreiländertreffen der DEGUM, ÖGUM, SGUM gemeinsam mit EUROSON, EFSUMB und WFUMB statt.

Kongress "Ultraschall 2011" Ob bei Nacktmull, Oktopus, Komodowaran oder Nashorn: Ultraschall ist in der veterinärmedizinischen Diagnostik fest etabliert

Das 35. Dreiländertreffen der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, ÖGUM, SGUM) findet vom 26. bis 29. August 2011 in Wien, Österreich, statt.

Der Kongress „Ultraschall 2011“ richtet sich vor allem an Ärzte und Wissenschaftler, die Sonografie in der Human- und der Veterinärmedizin anwenden. In mehreren Vorträgen und Kursen diskutieren Tierärzte im Austria Center Wien über den veterinärmedizinischen Einsatz von Ultraschall als bildgebendes Verfahren.

Zum ersten Mal wird das Dreiländertreffen gemeinsam mit der EUROSON, dem jährlichen Kongress der European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology EFSUMB und dem Weltkongress WFUMB ausgetragen.

Medizinischer Ultraschall zählt in vielen Fächern der Humanmedizin zur am häufigsten eingesetzten Form der bildgebenden Diagnostik. Aber auch in der Tiermedizin kommt das sich ständig weiterentwickelnde Untersuchungsverfahren vielfach zum Einsatz.

Dr. vet. med. Thomas Bernd Hildebrandt, Fachtierarzt für Zoo-, Wild- und Gehegetiere, leitet die Forschungsgruppe Reproduktionsmanagement am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtiere (IZW) in Berlin. Er referiert beim diesjährigen Weltkongress WFUMB über Ultraschalluntersuchungen an ungewöhnlichen tierischen Patienten. Veterinärmediziner stehen dabei immer wieder vor neuen Herausforderungen.

Dies betrifft die Größe der Patienten. Dr. Hildebrandt erklärt: „Wir untersuchen zum Beispiel Nacktmull-Eierstöcke und Fruchtanlagen im Ein- bis Zwei-Millimeterbereich mit bis zu 80 MHz-Schallköpfen oder Elefantenbabies vor der Geburt mit 2 MHz, um deren Position in der Gebärmutter zu bestimmen“.

Eine weitere Herausforderung stelle die extreme Formenvielfalt der zu untersuchenden inneren Organe bei verschiedenen Tierarten dar: „Hier gibt es in den meisten Fällen kein Standardwerk, das etwa erklärt, wie die intraabdominalen Hoden bei einem australischen Beuteligel aussehen“, erläutert der Experte.

Und während sich an Menschen gewöhnte Haus- und Heimtiere in der Regel im wachen Zustand untersuchen lassen, müssen Wildtiere vorher in Vollnarkose gelegt werden, so Dr. Hildebrandt: „Denn ein Hyänenmann mit Problemen an der Prostata lässt sich nicht einfach einen transrektalen Ultraschall gefallen.“

Im WFUMB-Eröffnungsvortrag „Ultrasound in unusual patients“ stellt Dr. Hildebrandt verschiedene Beispiele aus seinem Untersuchungsalltag vor, darunter ultrasonografische Geschlechtsbestimmungen beim Oktopus oder Komodowaran bis zur gynäkologischen Untersuchung bei Dickhäutern wie Flusspferd, Nashörnern oder Elefanten.

Weitere Informationen bieten die Webseiten www.ultraschall2011.at und www.wfumb.org.





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