Mehr Tierschutz in den Schulen ist langfristig ein Vorteil für alle

(03.09.2018) Achtsamkeit im Umgang mit Tieren und Umwelt fördert soziale Kompetenz

Es lohnt sich, schon im frühen Alter über Tierschutz aufgeklärt zu werden – man denke nur an den Zusammenhang mit Umweltschutz und Gesundheit. Gleichzeitig interessieren und berühren Tiere die meisten Kinder und Jugendliche sehr.

Kind mit Lehrmaterial von 'Tierschutz macht Schule'; Bildquelle: VIER PFOTEN
Kind mit Lehrmaterial von "Tierschutz macht Schule"
All das sind laut VIER PFOTEN ideale Voraussetzungen, um Tierschutz im Schulunterricht verstärkt zu fördern.

Vor Schulbeginn weist die Tierschutzorganisation daher auf die wertvolle Arbeit hin, die insbesondere der Verein „Tierschutz macht Schule“ für die Bildung von Kindern und Jugendlichten leistet.

Seit 2007 hat „Tierschutz macht Schule“ über 711.100 Unterrichtsmaterialien ausgegeben. Mehr als 3.300 Schulen und andere Bildungseinrichtungen in ganz Österreich bestellten seit Vereinsgründung 2006 die Produkte von „Tierschutz macht Schule“.

„Es ist unglaublich wichtig, dass das Bewusstsein für Tierschutz schon früh gefördert wird. Deshalb finden wir diese Initiative wirklich großartig“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN.

„Kindern und Jugendlichen die Achtsamkeit vor und auch das Mitgefühl für Lebewesen zu vermitteln, ist unglaublich wertvoll und fördert die soziale Kompetenz. Gerade beim Thema Ernährung sind außerdem die Aspekte Gesundheit und Umwelt eng mit Tierschutz verbunden. Damit setzen Schulen auf wichtige Zukunftsthemen.“

Für „Tierschutz macht Schule“ ist eine kindgerechte Wissensvermittlung enorm wichtig. „Wir wollen den Kindern zeigen, dass respektvoller Umgang mit Tieren viel Freude macht. So bleibt ihnen Tierschutz in guter Erinnerung. Aus informierten Kindern werden verantwortungsvolle Erwachsene“, sagt Lea Mirwald, Geschäftsführerin von „Tierschutz macht Schule“.

Auch wenn die Schulen hier einen wertvollen Beitrag leisten können, liegt die Verantwortung für eine Erziehung der Kinder in Richtung soziale Kompetenz und Achtsamkeit natürlich in erster Linie bei den Eltern.

Martina Pluda: „Selbstverständlich ist es unglaublich wichtig, welches Vorbild die Eltern sind. Gerade bei der Ernährung und im Umgang mit anderen Lebewesen können wir Kindern durch unser eigenes Verhalten viel mitgeben. Indem wir Kindern die Verbindung zwischen dem Leben und unserem Essen verdeutlichen, können wir ihnen vermitteln, dass Tiere nicht einfach irgendeine Ware sind.“

VIER PFOTEN empfiehlt, Kindern schon früh einen Sinn für die Kostbarkeit von Lebensmitteln zu vermitteln - ganz besonders, wenn Tiere dafür ihr eigenes Leben lassen mussten. „Wenn wir es schaffen, unseren Kindern hier Achtsamkeit mitzugeben, dann haben wir schon sehr viel in der Erziehung richtiggemacht.

Der Respekt vor der Natur, den Tieren, der Nahrung ist für die Charakterbildung eines Kindes sehr förderlich – gerade dann, wenn es in der Stadt aufwächst und mit Tieren wenig in Kontakt kommt“, so Pluda.

Auch „Tierschutz macht Schule“ nimmt sich der tierischen Konsumgüter auf sehr sensible Weise an. Das Lehrmaterial „Tierprofi – Nutztiere“ behandelt das emotionale Thema ohne schockierende Bilder und ohne Extremstandpunkte, jedoch mit vielen Informationen und alltagstauglichen Lösungen wie dem Shopping-Checker für tierfreundliches Einkaufen.

Das Heft wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Veterinärmedizinischen Universität Wien erstellt.

www.tierschutzmachtschule.at


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