Interessensgemeinschaft Ganzheitliche Veterinärmedizin (IGGVM)

(21.05.2010) Die Interessensgemeinschaft Ganzheitliche Veterinärmedizin entstand im März 2010 als Reaktion auf die Ankündigung der Veterinärmedizinischen Universität, hinkünftig homöopathische Veranstaltungen in ihren Räumlichkeiten verbieten zu wollen.

Nach längerer Diskussion mit den VizerektorInnen für Lehre, Forschung und Wissenschaft wird es erst wieder homöopathische Weiterbildung nach erbrachtem Beweis der Wissenschaftlichkeit der Homöopathie geben. Außerdem möchten das Vizerektorat Einfluss auf Veranstaltungs- und Lehrpläne nehmen.

Als Ziele der IGGVM sind die breite Diskussion mit der VMU (Vizerektorate), die Rekonstruktion der Homöopathie an der VMU (beinhaltet auch die Lehr- und Lernfreiheit) und als Fernziel eine fixe Institution für Ganzheitsmedizin für Lehre und Forschung an der VMU, definiert.

Was bisher geschah

Im Rahmen des Leipziger Tierärztekongresses 2010, der sich mit dem Spannungsfeld Homöopathie und konventionelle Medizin auseinandersetzte, hat sich Prof. DDr. Horzinek (Vorsitzendes des Wissenschaftlichen Beirates der VMU Wien) zu einer fachlich wenig fundierten Hetzrede gegen die Homöopathie hinreißen lassen, bei dem er die Homöopathie in den Sektor Glaubens- und Religionsfragen drängte.

Die Diktion seiner Rede erinnert in weiten Passagen der Wort- und Phrasenwahl der GWUP – die Skeptiker (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften). Diese unwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema wurde von der VMU kurz danach kommentarlos auf die Startseite Homepage der VMU gestellt. Dieser Affront hat selbstverständlich die praktizierenden österreichischen HomöopathInnen zur Gegenwehr aufgerufen.

Fast gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Horzinek-Artikels wurden die SIH/ÖH-Veranstaltungen (Studentische Initiative Homöopathie – siehe unten) an der VMU durch VR Prof. Waldhäusl verboten. Die SIH hat seit Jahren gemeinsam mit der ÖH an der VMU homöopathische Vortragsveranstaltung als Curriculum für StudentInnen der Human- wie Veterinärmedizin veranstaltet.

Vorträge auf höchstem Niveau – mit Vortragenden aus dem europäischen Raum. Da es nicht so einfach ist Veranstaltungen der ÖH im eigenen Hause zu verbieten (es sind dafür ausschließlich organisatorische Gründe möglich aber keineswegs  fachliche, wurde mit dem Juristen der VMU eine Stellungnahme konstruiert, die aussagt, dass die ÖH nie Veranstalter der SIH-Seminare war). Unter dieser Voraussetzung war es nun ein leichtes die SIH-ÖH-Veranstaltung aus der VMU zu schmeißen.

Prof. Waldhäusl, der nach eigener Aussage, kein Feind der Homöopathie ist, würde hinkünftig Veranstaltungen zur Homöopathie nur dann zulassen, wenn a) die Wissenschaftlichkeit der Methode erwiesen ist und b) am Beginn jeder Veranstaltung ein kritischer Vortrag eines Schulmediziners steht, damit die jungen Menschen nicht in die falsche Richtung getrieben werden…

Die ÖGVH hatte schon längere Zeit vor, an der VMU ihren „Tag der Homöopathie“ abzuhalten. Auch diese Veranstaltung wurde vom Vizerektorat verboten. Das, obwohl das Programm, ganz auf die Forderungen von Prof. Waldhäusl abgestimmt wurde – sie stand ganz im Zeichen der evidenzbasierten Homöopathie:  Initialvorträge von Dr. univ.med. Dellmour, europaweit anerkannter Wissenschaftler, der sich seit Jahren mit der wissenschaftlichen Basis der Homöopathie auseinandersetzt. Des weiteren wurde der gewünschten Diskussion breiter Raum gewidmet.

Die ÖGVH als Veranstalter hat dann als Ausweichquartier die BOKU gefunden.

Bei der konstituierenden Sitzung der IGGVM am 4.3.2010 wurde Dr. Markus Kasper als Sprecher der IGGVM gewählt.

Ein erster Erfolg der IGGVM ist die Zusicherung vom Vizerektorat für Lehre an der VMU, daß die Lehrveranstaltung von Professor Kowald auch im Wintersemester 2010/11 stattfinden kann.


Fördernde Organisationen der IGGVM

ÖGT-Sektion Ganzheitliche Tiermedizin (Österr. Gesellschaft der Tierärzte)

ÖGVH (Österr. Gesellschaft für Veterinärhomöopathie)

ÖTK (Österr. Tierärztekammer)

ÖH an der VMU (Österr. Hochschülerschaft)

SIH (Studentische Initiative Homöopathie)