ÖH VetMed Wien: Aufstockung der finanziellen Mittel gefordert!

(06.11.2009) Um den hohen Standard der Lebensmittelsicherheit von Produkten tierischen Ursprungs in Österreich weiterhin gewährleisten zu können, bedarf es auch in Zukunft einer soliden veterinärmedizinischen Ausbildung.

„Zusätzlich bekommen Zooanthroponosen, wie aktuell die „Schweinegrippe“ oder wie vor einiger Zeit die „Geflügelpest“, eine immer größere Bedeutung im Gesundheitswesen. Deshalb ist es unumgänglich die notwendigen finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung der Lehre zur Verfügung zu stellen, damit uns auch morgen das Schweineschnitzel nicht im Hals stecken bleibt!“, so Georg Haider, der Vorsitzende der ÖH VetMed Wien.

„Wie bei der Schweinegrippe, die keine Grenzen kennt, macht das knappe Budget vor den Toren der VetMed keinen Halt.“ ergänzt Franz Wolf, Vorsitzender der Studienrichtungsvertretung Veterinärmedizin.

Zusätzlich zu den auch in zahlreichen TV‐Sendungen gezeigten kurativen Tätigkeiten von Absolventen veterinärmedizinischen Bildungseinrichtungen ist ein Großteil der Tierärztinnen und Tierärzte in der Lebensmittelsicherheit vor allem von Produkten tierischer Herkunft tätig, sowie im Berufsfeld der Amtstierärztin / des Amtstierarztes. Letzte sind vor allem bei der Prävention der Ausbreitung von Zooanthroponosen und Seuchen unabkömmlich.

„Als abschreckendes Beispiel aus der Vergangenheit kann man an Hand des schlechten Veterinär‐Systems in Großbritannien sehen, welche Auswirkungen es haben kann wenn im diesen Bereich der Sparstift angesetzt wird.“ gibt Franz Wolf zu bedenken.

Deshalb fordern wir:

- Aufstockung der finanziellen Mittel

Auch kleine Universitäten, wie die VetMed Wien, sind von dem aktuellen Sparkurs betroffen und müssen von den bereitgestellten Mitteln aus dem Sondertopf des Ministeriums unterstützt werden.

- Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung der Lehre

Vor allem die Verbesserung der klinischen Ausbildung spielt eine wesentliche Rolle. Ein frühzeitiges Erkennen von Krankheiten ist bei Seuchen und Zoonosen unumgänglich.

„Chaotische Kundgebungen und Forderungen, die sich nicht auf die aktuelle prekäre Lage der Hochschulen in Österreich beziehen, sondern auf allgemeinpolitische Probleme in Österreich abzielen, können und wollen wir nicht unterstützen und distanzieren uns gänzlich von solchen Veranstaltungen.

Wir lehnen die derzeitigen Blockaden verschiedenster Hörsäle ab! Vielmehr ist dringend eine konstruktive und strukturierte Diskussion über die Bildungssituation der österreichischen Hochschulen von Nöten.“ unterstreicht Thomas Wiebogen, stv. Vorsitzender.

„Es müssen daher so schnell wie möglich vermittelnde Verhandlungen von den gewählten Studierendenvertretern aufgenommen werden“ schließt Katharina Rott, stv. Vorsitzende.

 


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