Auflösung: Kutane Läsion bei einem Streifenhörnchen (Eutamias sibiricus)

(01.03.2019) Heute haben wir für Sie die Auflösung zu dem Fall „Kutane Läsion bei einem Streifenhörnchen (Eutamias sibiricus)“. Hätten Sie die richtige Diagnose gestellt?

Was ist Ihre Interpretation der zytologischen Befunde?

Abbildung 1. Hautläsion (A, B) sowie vergrößerte Axillar- (C) und Inguinallymphknoten (D).; Bildquelle: Laboklin

Rätselhafter Fall des Monats: Kutane Läsion bei einem Streifenhörnchen (Eutamias sibiricus)

Zum Miträtseln möchte Laboklin Ihnen monatlich einen spannenden Praxis-Fall aus den verschiedensten Fachbereichen der Tiermedizin vorstellen. Hier finden Sie den Fall des Monats Februar 2019
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Es fand sich eine Zellpopulation aus überwiegend großen Lymphozyten (Querschnitt >3mal der Durchmesser eines Erythrozyten).

Die Lymphozyten zeigten einen erhöhten Zytoplasmagehalt und häufig eine perinukleäre Aufhellung. Die meist exzentrisch gelegenen Kerne waren rund bis oval, teilweise gekerbt und hatten ein feinretikuläres bis klumpiges Kernchromatin. Es fanden sich ein bis mehrere Nukleolen pro Zellkern.

Kleine Lymnphozyten waren in geringer Anzahl vorhanden.

Die Befunde waren vereinbar mit einem Lymphom.

Was ist die wahrscheinlichste Ursache der hämatologischen Befunde?

Die wahrscheinlichste Ursache der Panzytopenie ist eine Infiltration des Knochenmarks mit neoplastischen lymphatischen Zellen. Für eine genaue Diagnose ist jedoch die Untersuchung des Knochenmarks notwendig.

Welche weiterführenden Tests würden Sie zur genauen Diagnose der Hautläsion durchführen?

Zur weiterführenden Diagnostik ist eine Biopsie der Hautläsion mit histopathologischer Untersuchung und gegebenenfalls mit Immunhistologie, angeraten.

Es wurden drei 4 mm große Stanzbiopsien aus der Haut (Rumpf, rechten Vorderbein und Abdomen) entnommen und histopathologisch (Hematoxilin &Eosin (H&E) Färbung) untersucht. Zusätzlich erfolgte eine immunhistologische Untersuchung (CD3 /CD20).


Abbildung 3A und 3B. Histologisches Bild der Hautläsion. A H&E Färbung. B Immunhistologisches Bild (CD3) der Hautläsion

Die histopathologische Untersuchung ergab eine diffuse Infiltration mit neoplastischen Rundzellen im Bereich der oberflächlichen und mittleren Dermis sowie des oberflächlichen Epithels und dem Epithel der Adnexe (Abbildung 3A) mit Epitheltropismus und Bildung von Pautrier’s Mikroabszessen.

In der immunohistologischen Untersuchung zeigten die neoplastischen Lymphozyten ein stark positives Signal für den T-Zellmarker CD3 (Abbildung 3B) jedoch kein Signal für den B-Zellmarker (CD20). Aufgrund dieser Befunde wurde die Diagnose eines kutanen epitheliotropen T-Zelllymphoms (CETL), Subtyp Mycosis fungoides (MF), gestellt.

DIAGNOSE: …

Lesne Sie die komplette Auflösung hier auf der Laboklin-Website!





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