Osterhase oder Osterkaninchen?

(15.03.2018) Forscher suchen bei einer Osteraktion Wildkaninchen und Feldhasen in den Städten und Dörfern Baden-Württembergs

Ostern steht vor der Tür – und bald gehen Groß und Klein auf die Suche nach Ostereiern, die der Osterhase versteckt hat. In Baden-Württemberg leben zwei verschiedene Wildtierarten, die umgangssprachlich als „Hase“ bezeichnet werden: der Feldhase und das Wildkaninchen.

Osterhase oder Osterkaninchen? Diese sind nicht nur in freier Flur anzutreffen, sondern auch im Siedlungsraum. Die Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Universität Freiburg ruft bei einer Osteraktion vom 16. März bis zum 8. April 2018 die Bevölkerung dazu auf, Feldhasen und Kaninchen auf der Meldeplattform „Wilde Nachbarn“ einzutragen. Unter allen Teilnehmenden werden Preise verlost.

Gute Chancen, Wildkaninchen zu beobachten, hat man in Kleingärten, Parkanlagen, auf Friedhöfen und Sportplätzen. Feldhasen kann man beim Äsen auf Grünflächen, Äckern und Wiesen antreffen. Beide Arten sind am besten in der Dämmerung zu beobachten.

Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen, eigene Beobachtungen von Feldhasen und Wildkaninchen über das Internetportal „Wilde Nachbarn Baden-Württemberg“ zu melden:

www.bw.wildenachbarn.de

Mit der Aktion erhoffen sich die Forscherinnen und Forscher, Daten zu Feldhasen und Wildkaninchen im Siedlungsraum zu gewinnen. Gleichzeitig wird die Bevölkerung darin geschult, beide Arten zu unterscheiden.

Welche Merkmale die Tiere jeweils kennzeichnen, beschreibt das Team auf der Website www.wildtiere-stadt.wildtiere-bw.de – und dort gibt es auch eine Anleitung, wie die Beobachtungen in dem Portal eingetragen werden. Wer andere Wildtiere beobachtet, ist ebenfalls herzlich eingeladen, dies auf der Website zu melden.




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